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Scharfenberg gegen Hof-Galerie

Die OB-Kandidatin der Grünen stellt das Einkaufszentrum in der geplanten Form infrage. Sie schlägt eine Markthalle mit nachhaltigem Konzept vor.



Scharfenberg gegen Hof-Galerie
Scharfenberg gegen Hof-Galerie   Foto: Wachter

Hof - Nach Ansicht der Hofer OB-Kandidatin Elisabeth Scharfenberg (Grüne) nervt die "nicht enden wollende Geschichte um die Hof-Galerie" die Hofer inzwischen gewaltig. Das sehe und höre sie an allen Ecken und Enden. Niemand wisse Genaues, es fehlten transparente Hinweise zum Investor sowie der weiteren Entwicklung des Projektes, schreibt Scharfenberg in einer Mitteilung.

Einzig der "Mount Fichtner", derweil schon auf Google Maps auffindbar, zeuge von den fehlenden Aktivitäten rund um die zukünftige Hof-Galerie. "Wir müssen alle Denkverbote rund um das Thema Hof-Galerie aufheben", fordert Scharfenberg. Es sei an der Zeit, das Projekt auf den Prüfstand zu stellen. Es brauche einen ergebnisoffenen Prozess, der am Ende auch der Abschied von der Hof-Galerie in der bis jetzt geplanten Form bedeuten könne. "Das bisherige Konzept der Hof-Galerie orientiert sich an Einkaufszentren, die an vielen Orten reproduziert werden. Die gleichen Ladenketten mit dem immer gleichen Angebot", schreibt Scharfenberg. "Das langweilt die Kunden und hat sich im Hinblick auf deren Bedürfnisse und auch die Entwicklungen im Einkaufsbereich eigentlich schon selbst lange überlebt." In Zeiten des Klimawandels und der erhöhten Aufmerksamkeit im umweltschonenden, plastikfreien Einkauf müssten ganz neue Konzepte gedacht werden.

"Wir leben in der Genussregion Hochfranken, verfügen über hervorragende Lebensmittel aus der Region - dem muss Rechnung getragen werden", fordert Scharfenberg. Darum schlägt die Grünen-Kandidatin das Konzept einer Markthalle vor. Hier könnte eine Mischung aus dem Sortiment eines Supermarktes mit starker Bio- und Regionalprodukt-Orientierung und heimischen Genuss-Manufakturen wie zum Beispiel Metzgerei und Bäckerei organisiert werden. "Frische Lebensmittel an Gastronomiestationen durch regionale Anbieter und nicht durch Fast-Food-Lebensmittelketten könnten das Lebensmittelangebot abrunden", meint Scharfenberg. Diese Markthalle könnte zudem ein Treffpunkt, ein Marktplatz der Ideen sein, der Raum für Events wie Kochkurse, Verköstigungen, Streetfood-Festivals oder Kleinkunst-Aktionen gebe. Scharfenberg: "Um zu garantieren, dass die Kunden im Mittelpunkt stehen, braucht es einen Kundenbeirat, der regelmäßig Anregungen und Feedback schon während der Bauphase, aber auch im späteren Betrieb gibt", schreibt die OB-Kandidatin. Ihr sei es wichtig, den Hofer Einzelhandel in dieses Projekt einzubeziehen. Es könne nicht sein, dass die Gewerbetreibenden am Ende die Leidtragenden einer Hof-Galerie aus einer vergangenen Zeit werden.

Im Übrigen müsse das Rad nicht neu erfunden werden. An einigen Standorten in Deutschland, zum Beispiel in Braunschweig und Krefeld, gebe es solche Projekte bereits und würden erfolgreich betrieben, weil sie genau den Nerv der Kunden träfen. "Eine solche Markthalle braucht nicht den Raum wie die angedachte Hof-Galerie. Durch eine deutliche Verkleinerung der Verkaufsflächen entsteht Platz für Grünflächen, für urbanes Leben, für bezahlbares Wohnen in Stadthäusern", heißt es in der Mitteilung. Auch ein Kinderspielplatz, Sitzgelegenheiten, konventionelle Parkplätze sowie Parkplätze für E-Mobile inklusive Ladestationen, Fahrradständer, E-Bike-Ladestation sowie eine Bike-Sharing-Station würden in diesem Konzept nicht fehlen.

Die Kandidatin spricht auch den Busbahnhof an. Dort müssten bald die Provisorien in der Sophienstraße und in der Luitpoldstraße beseitigt werden. Der Busbahnhof müsse seinen angestammten Platz in der Stadtmitte unmittelbar vor der vorgeschlagenen Markthalle haben. "Als Oberbürgermeisterin werde ich gemeinsam mit dem Investor Active Group einen Weg suchen, genau dieses zukunftsweisende Markthallen-Projekt zu verwirklichen", kündigt Elisabeth Scharfenberg an.

Wenn noch zusätzlich Transportkonzepte wie Fahrrad-Stationen angeboten werden, könnte das Gelände am Strauß Menschen aus Hof und dem Umland anziehen.

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Veröffentlicht am:
23. 01. 2020
19:22 Uhr

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Veröffentlicht am:
23. 01. 2020
19:22 Uhr



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