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Hof

Schuss trifft Opfer ins Gesicht

Nach einem Schreckschuss in Hof ermittelt die Polizei. Der Täter ist wieder auf freiem Fuß. Er stritt sich wohl um einen Parkplatz.



Polizeieinsatz am McDonald’s: Ein junger Mann hat mit einer Schreckschusspistole gefeuert. Foto: News 5
Polizeieinsatz am McDonald’s: Ein junger Mann hat mit einer Schreckschusspistole gefeuert. Foto: News 5   Foto: News5

Hof - Der Schuss, den ein 20-Jähriger aus einer Schreckschusswaffe abgefeuert hat (die Frankenpost berichtete), hat das Opfer aus nächster Nähe im Gesicht getroffen. Der Vorfall ereignete sich am Dienstagabend vor dem McDonald’s-Restaurant in der Ossecker Straße in Hof. "Das Opfer hat durch den Druck und das Pulver leichte Verletzungen erlitten und war am Dienstag und Mittwoch in ärztlicher Behandlung", sagt Heiko Mettke, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken, auf Nachfrage. Der Täter wurde kurz nach dem Vorfall in der Nähe des Tatortes gefasst und befand sich zunächst in Gewahrsam der Polizei. "Er wurde schnell entlassen, weil das Delikt zu gering ist, um ihn in Untersuchungshaft zu nehmen." Die Kripo Hof ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Gegen 18 Uhr gerieten zwei 20-jährige Männer vor dem Fastfood-Lokal wegen eines Parkplatzes in Streit. Dieser eskalierte so sehr, dass einer der beiden aus einer Schreckschusspistole schoss und den anderen verletzte. Danach flüchtete der Schütze zu Fuß. Kurze Zeit später konnten ihn Beamte der Polizei Hof fassen; sie stellten die Waffe sicher. Der Tatverdächtige besitzt den kleinen Waffenschein und war damit berechtigt, die Schreckschusswaffe zu führen.

Schreckschusswaffen sind ab 18 Jahren frei verkäuflich. "Damit soll man sich im Notfall wehren oder etwa bei Bergnot einen Signal absetzen können", erklärt Christian Finck, Inhaber des Hofer Waffengeschäfts Rödter. Allerdings dürfe man damit nicht in der Öffentlichkeit "herumschießen", wie das vor wenigen Monaten bei einer türkischen Hochzeit in Schwaben der Fall gewesen sei.

Eine solche Pistole hat keinen offenen Lauf, wie Finck erklärt. Eine Sperre verhindert, dass Geschosse abgegeben werden können. Stattdessen kann man die Waffe mit Platzpatronen, Gas oder Pfefferspray laden. "Die Platzpatrone verursacht einen Knall, nicht lauter als ein Orchester oder ein Silvesterfeuerwerk", erklärt Finck. Wer mit Gas oder Pfeffer in einem Abstand von unter fünf Metern schießt, kann sein Gegenüber aber auch verletzen."

Der Vorfall am Dienstag hat einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. "Wenn Schüsse fallen, rücken wir mit größtmöglicher Stärke aus und ergreifen größtmögliche Sicherheitsmaßnahmen", erklärt Polizeisprecher Mettke. Denn man wisse zunächst nicht, welche Waffen im Spiel seien. Beamte würden für solche Situationen laufend ausgebildet und seien entsprechend ausgerüstet. Zu weiteren Einzelheiten macht der Sprecher aus taktischen Gründen keine Angaben.

Wer eine Schreckschusswaffe mit sich führen will, braucht einen kleinen Waffenschein. Diesen kann man gegen Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses beantragen und erwerben. Die Zahl der kleinen Waffenscheine und damit auch der Besitz von Schreckschusswaffen ist in den vergangenen Jahren deutschlandweit gewachsen.

Autor
Julia Ertel

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Veröffentlicht am:
16. 10. 2019
17:58 Uhr

Aktualisiert am:
16. 10. 2019
18:28 Uhr

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Julia Ertel

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16. 10. 2019
17:58 Uhr

Aktualisiert am:
16. 10. 2019
18:28 Uhr



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