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Trogen investiert in neues Baugebiet

Die Gemeinde muss wohl dieses Jahr einen neuen Kredit aufnehmen. So will man auch einen Investitionsstau vermeiden.



Trogen - Der Trogener Gemeinderat hat am Dienstag einstimmig den Haushalt der Gemeinde für 2019 verabschiedet. Der Verwaltungshaushalt hat ein Volumen von 2,744 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt von 2,803 Millionen Euro. Die Gemeinde muss wohl einen Kredit von 300 000 Euro aufnehmen.

Die Kommunen und ihre Kanäle

Probleme macht vielen Kommunen ihr Kanalnetz. Weniger Einwohner und ein sparsamerer Umgang mit Wasser führen dazu, dass weniger verbraucht wird, während die Kommunen ihre Kanäle aber weiter unterhalten müssen. In Trogen sind zuletzt Abwassergebühren und Wasserverbrauchsgebühren neu kalkuliert und teils deutlich angehoben worden. Trotzdem ergibt sich laut dem Bürgermeister immer noch eine kleine Unterdeckung. Nun sind auch Investitionen nötig: Für die Sanierung der Wasserkammern im Hochbehälter und kleinere Maßnahmen werden dieses und nächstes Jahr 100 000 Euro gebraucht. 2021 rechnet man mit 250 000 Euro für die Erneuerung der Wasseraufbereitungsanlage.


Wie Bürgermeister Klaus Strobel in seinem Vorbericht zum Haushaltsplan feststellte, sind im Verwaltungshaushalt keine grundlegenden Änderungen vorgesehen. Im Feuerwehrbereich fallen 35 000 Euro für den Unterhalt an. Die Finanzierung der Generalsanierung des Schulgebäudes müsse noch geklärt werden. Personalkosten für die Bauhofmitarbeiter beinhalten bereits die zu erwartenden Tarifsteigerungen. Vorgesehen sind auch Mittel für den Straßen- und Fahrzeugunterhalt. Die Hebesätze für die Grundsteuern A und B und die Gewerbesteuer bleiben gleich bei 330 von Hundert.

In seinen Ausführungen zum Vermögenshaushalt ging der Bürgermeister unter anderem auf den Anbau am Kindergarten ein, der 2018 fertiggestellt wurde. Die Kosten und Förderung teile sich Trogen mit der Gemeinde Feilitzsch. Für 2019 würden 40 000 Euro Kosten und 44 000 Euro Fördermittel eingeplant.

Zur restlichen Finanzierung der Dorferneuerung "An der Zech" seien dieses Jahr 45 000 Euro vorgesehen. Für den Internetausbau stünden 180 000 Euro bereit, die Förderung betrage voraussichtlich über 160 000 Euro.

In Trogen herrsche akuter Bauplatzmangel, so der Bürgermeister weiter. Die Einwohnerzahl sinke, aber im Gegenzug gebe es mehr Interessenten für Bauplätze. Deshalb weise die Gemeinde das Wohnbaugebiet "An der Burg IV" aus. Für notwendige Grundstückskäufe und straßenmäßige Erschließung würden heuer 450 000 Euro und nächstes Jahr 350 000 Euro eingeplant.

Für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung "An der Zech" und den Neubau im neuen Baugebiet stünden 35 000 Euro heuer und 15 000 Euro nächstes Jahr bereit. Die Kanalbaukosten für das neue Baugebiet würden 2019 auf 170 000 Euro und 2020 auf 150 000 Euro beziffert.

Ein weiterer Brocken im Haushalt ist die Sanierung des Bürgerhauses. Die Außenanlagen samt Nebengebäuden und Anbauten würden im Rahmen einer Dorferneuerungsmaßnahme mit entsprechender Förderung komplett neu gestaltet, um einen neuen Ortskern mit Aufenthalts- und Treffmöglichkeiten zu schaffen. Für das Projekt seien heuer rund 1,5 Millionen Euro und nächstes Jahr weitere 650 000 Euro eingeplant. Die erwartete Förderung betrage über 1,2 Millionen Euro.

Neben der Zuführung von 155 900 Euro aus dem Verwaltungshaushalt und verschiedenen Einnahmen finanziere sich der Vermögenshaushalt vorwiegend über die Investitionspauschale von 140 700 Euro und eine Entnahme von 1,2 Millionen Euro aus der Rücklage. Hinzu kommt laut dem Bürgermeister voraussichtlich eine Kreditaufnahme von 300 000 Euro. Nach langen Jahren des Schuldenabbaus ist demnach wieder eine Nettoneuverschuldung von 193 000 Euro nötig, um die notwendigen Maßnahmen weiterzuführen. Sollte sich herausstellen, dass Kreditaufnahmen doch nicht nötig seien, werde darauf verzichtet. Dennoch will man in den kommenden Jahren den Schuldenabbau weiter vorangetrieben, um mittel- bis langfristig unter die vom Rechnungsprüfer angestrebte Pro-Kopf-Verschuldung von 400 Euro zu kommen.

Trotz der geringen Finanzkraft solle ein Investitionsstau vermieden werden. Mit der Umsetzung der geplanten Maßnahmen werde die Gemeinde Trogen in einen überdurchschnittlich guten Sanierungszustand gebracht, so der Bürgermeister.

Außerdem beschloss der Gemeinderat einstimmig den Finanzplan der Jahre 2018 bis 2022.

Autor

Manfred Köhler
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
17. 04. 2019
19:00 Uhr

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Manfred Köhler

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17. 04. 2019
19:00 Uhr



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