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Hof

Umsatz der Industrie geht zurück

Um 4,6 Prozent ist der Umsatz der Industrie im Raum Hof im zweiten Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Das meldet die oberfränkische IHK.



Bei den Beschäftigten ist kaum eine Entwicklung auszumachen: Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Mitarbeiter um drei auf 16 374. "Auch wenn die Industrie einen Umsatzrückgang verzeichnet; der Handel, aber auch die Dienstleistungen, die Gastronomie und der Bau, befinden sich weiterhin in einem soliden Aufwärtstrend", resümiert Dr. Heinrich Strunz, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des IHK-Gremiums Hof. Von der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 hatte sich die Wirtschaft im Raum Hof schnell erholt. Seit 2010 hat die Beschäftigtenzahl in der Industrie um 13,7 Prozent auf 16 374 zugelegt, der Umsatz in den Betrieben des verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten wuchs sogar um 17,5 Prozent auf 637 Millionen Euro im zweiten Quartal des Jahres 2019.

Vier Branchen sind oberfrankenweit vom aktuellen Umsatzrückgang besonders stark betroffen: Die Kfz-Zulieferer, die Textilindustrie - beides wichtige Arbeitgeber im Raum Hof - die Glas- und Keramikindustrie und die Polstermöbelhersteller.

Von der Flaute in der Industrie ist der Landkreis Hof bisher stärker betroffen als die Stadt. Während der Landkreis bei den Beschäftigten im zweiten Quartal ein leichtes Minus von 0,3 Prozent verzeichnet, profitiert die Stadt von einem Beschäftigtenzuwachs von 1,2 Prozent. Ähnlich die Umsatzentwicklung: Einem Minus von 5,4 Prozent im Landkreis steht ein Minus von 1 Prozent in der Stadt gegenüber.

In beiden Teilregionen sank die Inlandsnachfrage stärker, als die Nachfrage aus dem Ausland. Dass die Inlandsnachfrage entgegen dem Deutschlandtrend stärker nachlässt, ist vor allem auf die Kfz-Zulieferer zurückzuführen, die in erster Linie deutsche Autohersteller beliefern.

Donald Trump, China, der Brexit - Gründe für die Schwächephase der deutschen Industrie gibt es viele. Strunz stellt sich aber die Frage, ob es nicht auch noch weitere Gründe gibt. Er bezeichnet "Selbstzufriedenheit und Untätigkeit der Politik, aber auch von Konzernen" als weitere Ursache. "Autohersteller etwa setzten spät auf neue Antriebsformen. Aber auch von der Politik vermisse ich zukunftsgerichtete Entscheidungen. Über Zukunftsfragen wird allenfalls geredet, aber nicht entschieden." Für den Raum Hof ist Strunz aber optimistisch, denn die heimische Industrie besitze Leistungs-, Innovations- und Anpassungsfähigkeit.

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Veröffentlicht am:
23. 08. 2019
20:57 Uhr

Aktualisiert am:
23. 08. 2019
20:57 Uhr

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23. 08. 2019
20:57 Uhr

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23. 08. 2019
20:57 Uhr



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