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Hof

Verein plant Waldkindergarten

Das "Christliche Kinderhaus" will am Theresienstein neue Wege gehen: Bis September soll dort eine "Waldgruppe" für bis zu 20 Kinder entstehen.



Hof - Die Planungen für einen Waldkindergarten in Hof sind in vollem Gange. Der Trägerverein "Christliches Kinderhaus", eine Pädagogen- und Elterninitiative, leitet ehrenamtlich seit über zehn Jahren das Kinderhaus "Der gute Hirte". Im Bahnhofsviertel in Hof eröffnete die Einrichtung mit einer Kinderkrippe mit damals drei Kindern. Daraus hat sich ein Kinderhaus für 37 Kinder im Alter bis sechs Jahre entwickelt, heute am Fuß des Theresiensteins in der Schleizer Straße gelegen. Besonderheit der Einrichtung ist das bewusst christliche Konzept, wobei die Einrichtung für Kinder aller Konfessionen und Religionen offen ist.

Anmeldung in der kommenden Woche

Interessenten können ihre Kinder

in der kommenden Woche, von Montag bis Donnerstag, jeweils von 14 bis 16 Uhr, im Kinderhaus "Der gute Hirte" in der Schleizer Straße 5-7 anmelden.

 

In der Stadt Hof fehlen nach wie vor Betreuungsplätze für Kinder bis sechs Jahre. Deshalb hat sich der Trägerverein des Kinderhauses entschlossen, die Einrichtung um eine "Waldgruppe" zu erweitern, auch um die Bildungslandschaft der Stadt Hof zu erweitern. Die Zustimmung des Naturschutzbeirates und des Bauausschusses des Stadtrats stehen noch aus, der Verein hofft auf grünes Licht. Das wäre notwendig, um die Genehmigung und die Betriebserlaubnis durch die Stadt Hof zu erhalten. Bürgermeister Eberhard Siller begrüße das Projekt sehr, teilt der Trägerverein mit.

 

Der wesentliche Unterschied einer Waldgruppe zu einer regulären Kindergartengruppe ist, dass die Kinder sich fast durchgängig im Freien aufhalten. Ein beheizbarer Bauwagen oder eine Hütte dienen zum Aufwärmen und zum Lagern von Material. Auch das WC ist eine Besonderheit: Geplant ist eine Komposttoilette.

Waldkindergärten sind wie Regelkindergärten an den Bildungs- und Erziehungsplan gebunden, es gibt genauso Vorschularbeit und den Vorkurs Deutsch für Kinder mit Migrationshintergrund oder Sprachauffälligkeiten. Allerdings spielen die Kinder eben nicht mit den klassischen Spielzeugen wie Lego oder Playmobil, sondern mit allem, was der Wald und die Natur bieten. Kinder sind da sehr kreativ und experimentieren gerne, bauen Lager, klettern auf Baumstämme oder buddeln in der Erde. Sie beobachten, wie der Wald sich mit den Jahreszeiten verändert und welche Tiere im Wald leben und lernen einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen.

Studien belegen, dass der tägliche Aufenthalt in der freien Natur eine positive Entwicklung der kindlichen Motorik, Koordination und Wahrnehmung unterstützt. Kinder, die einen Waldkindergarten besucht haben, sind demzufolge auf die Schule nicht weniger gut vorbereitet als solche, die einen Regelkindergarten besucht haben. Auch auf die Gesundheit, heißt es in der Mitteilung, wirke sich der Besuch eines Waldkindergartens bei den meisten Kindern positiv aus. Die Kinder seien weniger anfällig für Krankheiten.

Auch die Sprachentwicklung werde gefördert: Da die Kinder mit Naturgegenständen spielen, müssen sie sich über Bedeutung von Gegenständen und das Spielgeschehen häufiger verbal austauschen als bei vorgefertigtem Spielzeug. Und nicht zuletzt wirkt diese Form der Kinderbetreuung einem Trend entgegen: dass nämlich Kinder aufgrund ihrer Wohnsituation und des steigenden Medienkonsums immer weniger ins Freie gehen.

Der Trägerverein will seine Waldgruppe im September eröffnen und 20 neue Betreuungsplätze für Kinder von drei bis sechs Jahren schaffen. Der Theresienstein bietet mit seinem weitläufigen und abwechslungsreichen Gelände ideale Voraussetzungen. Auch die räumliche Nähe zum bestehenden Kinderhaus ist ein großer Vorteil, bei extremen Witterungsbedingungen findet die Waldgruppe im Bewegungsraum Unterschlupf.

Eberhard Siller erklärt, er stehe Vorhaben "äußerst positiv gegenüber". Zum einen würde der Waldkindergarten das vielfältige Bildungs- und Erziehungsangebot für in Hof noch bunter machen, zum anderen würde das Angebot an Kindergartenplätzen schon ab September um zusätzliche 20 Plätze spürbar verbessert. Siller: "Auch ich hoffe, dass die städtischen Gremien den Plänen ihre Zustimmung erteilen."

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Veröffentlicht am:
18. 01. 2019
10:43 Uhr

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