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Hof

Viel Lob für Ärzte-Netzwerk

Seit zehn Jahren gibt es die UGHO Hochfranken. Die Macher blicken zufrieden zurück und gehen mit Elan in die Zukunft.



Hof/Landkreis - Das regionale Ärzte-Netzwerk UGHO (Unternehmung Gesundheit Hochfranken) besteht seit zehn Jahren. Anlass für eine erste Bilanz - eine Erfolgsbilanz, wie die Initiative mitteilt. Die UGHO nütze Ärzten, Kasse und Kliniken gleichermaßen, meint Mit-Initiator und Geschäftsführer Dr. Andreas Pötzl - vor allem aber den Patienten.

"Was ich in den vergangenen zehn Jahren gelernt habe: Wenn man miteinander redet, dann geht alles" - Dr. Andreas Pötzl blickt mit Zufriedenheit und Stolz auf das, was die UGHO in den zehn Jahren ihres Bestehens geschafft habe. 2009 war das Ärzte-Netzwerk aus dem Praxisnetz Hochfranken, einem losen Ärzteverbund, gegründet worden - in der Überzeugung, dass enge Kooperationen zwischen Ärzten in Hochfranken sinnvoll sind. "Das hat sich absolut bewahrheitet", sagt Pötzl, niedergelassener Internist in Rehau. Die UGHO hat ihren Sitz in der Münch-Ferber-Villa in Hof und zählt aktuell mehr als 70 niedergelassene Ärzte aus Stadt und Landkreis Hof sowie dem Landkreis Wunsiedel - aus allen Fachbereichen, von Allgemeinmedizin über HNO und Orthopädie bis Urologie.

Mittlerweile nehmen 15 500 Patienten in Hochfranken am UGHO-Hausarztvertrag teil. Sie seien es, die in erster Linie von dem Ärztenetzwerk profitieren, heißt es in einer Mitteilung. Wer AOK-versichert und UGHO-Patient ist, hat Vorteile: Er bekommt beispielsweise den Gesundheits-Check ab 35, der sonst nur alle drei Jahre von der Kasse bezahlt wird, jedes Jahr, Bauch-Ultraschall und Blutwertmessungen eingeschlossen. Im Notfall muss er nicht lange auf eine Überweisung zum Facharzt warten, sondern bekommt in zwei Tagen einen Termin.

Die Präventionsmaßnahmen, die die UGHO jedes Jahr zu einem wichtigen Gesundheitsthema in ihren Mitgliedspraxen veranstaltet, würden allen Versicherten nützen: Diese können kostenlos Kontrollen durchführen und sich direkt von Experten informieren lassen. UGHO-Ärzte bilden sich und ihre Praxisteams gemeinsam fort und sind elektronisch vernetzt, sodass ein Facharzt sofort Zugriff auf Diagnosen und Therapien des Hausarztes hat - das spart kostbare Zeit. Das Sana-Klinikum in Hof und die Kliniken Hochfranken in Münchberg und Naila sind ebenfalls Knoten im Netz: "Wenn wir den Kliniken wichtige Patientendaten schneller zur Verfügung stellen, verhindern wir sinnlose Doppeluntersuchungen und schaffen ein echtes Plus an Behandlungssicherheit für unsere Patienten", betont Pötzl.

Als Meilenstein bezeichnet UGHO-Netzmanagerin Alexandra Eichner die Ablösung vom gängigen Abrechnungssystem mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Die UGHO rechnet seit 2015 direkt mit der AOK ab, die ihrerseits das Streben nach höchster Versorgungsqualität im Ärztenetzwerk und die Präventionsarbeit finanziell honoriert. Die UGHO verteilt intern die Ärztehonorare selbst und nutzt diese Möglichkeit wiederum gezielt zur Qualitätssteigerung: "So belohnen wir zum Beispiel die schnelle Überweisung zum Facharzt, weil wir sicher sind, dass sie sinnvoll ist und die Versorgung unserer Patienten verbessert", erklärt Eichner.

Dass die AOK mit der Arbeit der UGHO zufrieden ist, zeigt die Tatsache, dass sie das Ärztenetzwerk mit einer Silbermedaille für herausragende Versorgungsqualität in der medizinischen Behandlung ausgezeichnet hat. "Die UGHO i könne bayernweit als Vorbild gelten, betont Eichner. Dazu tragen auch Projekte wie die "eNurse" bei (die Frankenpost berichtete).

Die Sicherung der regionalen medizinischen Versorgung bleibt laut Pötzl eines der wichtigsten Ziele des Netzwerks. "Wir werden hier in der Region in den nächsten zehn Jahren etwa fünfzig Ärzte in den Ruhestand verabschieden und nicht alle Stellen nachbesetzen können. Gleichzeitig wird der Frauenanteil unter den Kollegen steigen; Arbeitsmodelle werden gebraucht, die familienkompatibel sind. Das sind große Herausforderungen."

Der Hofer Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner freut sich laut Mitteilung, "dass wir dank der UGHO den Menschen in unserer Region seit mittlerweile zehn Jahren ein engmaschiges und funktionierendes medizinisches Netzwerk bieten können, das nicht nur die bestmögliche Versorgung, sondern auch zeitnahe Termine bei Fachärzten garantiert". Das zusätzliche Angebot der eNurse stelle einen weiteren wichtigen Baustein in der medizinischen Versorgung vor allem für ältere, nicht mehr mobile Patienten dar.

Wolfgang Hofmann, Direktor der AOK-Direktion Hof, lobt die UGHO für ihre "qualitätsorientierten und innovativen Behandlungsansätze". Landrat Dr. Oliver Bär hebt hervor, die UGHO sei ein wertvoller Ansprechpartner in der Gesundheitsregion und stets darauf bedacht sei, Innovationen voranzutreiben.

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Veröffentlicht am:
28. 11. 2019
18:18 Uhr

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28. 11. 2019
18:18 Uhr



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