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Viele und vielfältige Angebote

Die Offenen Hilfen der Lebenshilfe Hof starten musikalisch ins neue Jahr. Seit über 40 Jahren bringt die Einrichtung Menschen mit und ohne Behinderung zusammen.



Der Lebensfreudechor unter Leitung von Nina Franz erhielt viel Beifall. Foto: Kaupenjohann
Der Lebensfreudechor unter Leitung von Nina Franz erhielt viel Beifall. Foto: Kaupenjohann  

Hof - Ein Neujahrsempfang, zu dem so viele Menschen kommen, dass die Plätze kaum ausreichen: Das wünsche sich so manche Organisation, merkte Landrat Oliver Bär an. Hier, bei den Offenen Hilfen der Lebenshilfe Hof, könne er das erleben. Auch Oberbürgermeister Harald Fichtner und Bürgermeister Eberhard Siller sind gekommen, ebenso Stadträte, Vertreter der Dekanate Hof, Münchberg und Bayreuth sowie Vertreter aus Diakonie, Lebenshilfe und anderen Bereichen des öffentlichen Lebens. Vor allem aber sind jene da, die an erster Stelle stehen bei den Offenen Hilfen: Menschen mit Behinderung. Schließlich geht es um Teilhabe, um Inklusion. Und viele sind gekommen, die sich das ganze Jahr über ehrenamtlich für die Offenen Hilfen einsetzen.

Zu Teilhabe und Inklusion bekennen sich alle, die ans Rednerpult treten. In der Bevölkerung seien diese Werte angekommen und von den meisten auch akzeptiert, meinen der Landrat und Dekan Günter Saalfrank, auch wenn es noch "Luft nach oben" gebe. Harald Fichtner bezeichnet die Offenen Hilfen als Erfolgsmodell der niederschwelligen Hilfe, als Herzstück in Sachen Eingliederung. 21 Dienste dieser Art gebe es in Oberfranken, allein drei in der Stadt Hof und im Landkreis - der Bezirk lasse sich das 85 000 Euro pro Jahr kosten. Auch künftig wolle man sich dafür einsetzen, dass dieses Geld fließt.

Gerriet Giebermann, Vorsitzender der Lebenshilfe Stadt und Landkreis Hof, unterstreicht die Vielfalt, für die sich die Lebenshilfe stark mache. Hier sei man offen für alle - egal, welche Einschränkung, welche Herkunft. "Helfen und sich helfen lassen sind wichtige Merkmale einer Demokratie", betont Giebermann. Es sei nicht leicht, auf Hilfe angewiesen zu sein. Doch finde man bei Menschen mit geistiger Behinderung selten Gehässigkeit und Hochmut.

Vertrauen sei wichtig im Glauben, betont Pfarrer Dieter Knihs von der Auferstehungskirche; Vertrauen lasse sich lernen und sei eine wichtige Energiequelle. "Menschen sind zur Gemeinschaft geschaffen - über alle Grenzen hinweg", sagt Norbert Opitz, zweiter Vorsitzender des Elternvereins Lebenshilfe.

Seit 1976 setzen sich in Hof Ehrenamtliche für Menschen mit Handicap ein. Das Jahresprogramm zeigt, dass das Geld ankommt. Da gibt es neben regelmäßigen Treffen Tagesausflüge, etwa nach Nürnberg, Bayreuth oder Regensburg. Die Deutsche Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz ist ebenso Anlaufziel wie das Schokoladenmuseum in Halle oder der Weihnachtsmarkt in Annaberg. Viele fiebern schon der Tanzparty mit Kristina und Christian Kemnitzer am 17. Juli im TPZ entgegen. Auch Freizeiten stehen auf dem Programm, zum Beispiel die für die integrative Bläsergruppe. Seit 2015 schart Cornelius Kelber Menschen um sich, die gern ein Blasinstrument spielen lernen möchten. Das Zusammenspiel wird immer besser, wie die Gäste feststellen konnten. Demnächst werden die Bläser in einheitlichen Jacken auftreten - dank einer Spende von Elisabeth und Johannes Mackensen. Waltraud Raithel hat der Gruppe ein Tenorhorn zur Verfügung gestellt. Kelber dankt allen, die ihn das Jahr über unterstützen oder mit dem Bläserchor zusammenarbeiten, wie das Reinhart- und das Schiller-Gymnasium. Er lädt ein zu den offenen Treffen, einmal im Monat im Hofer Lichthaus in der Pfarr; die nächsten am 28. März und 18. April.

Der Lebensfreudechor unter Leitung von Nina Franz schmettert einige Lieder und bekommt viel Beifall. Das Schöne mit dem Nützlichen verbinden will auch die Redaktion der OHL-Zeitung, die das Blatt zum dritten Mal herausgebracht hat. Das Redaktionsteam, allen voran Klaus Ramming, holt Mitarbeiter, Ehrenamtliche und Freunde der Offenen Hilfen ans Mikrofon. So erfahren die Gäste etwas über den Alltag in den Werkstätten und die Hobbys der Mitarbeiter. Die Leiterinnen der Offenen Hilfen, Monika Köppel-Meyer und Nina Franz, führen durch den Nachmittag.

Mehr Infos unter Telefon 09281/7847056, monika-koeppel-meyer@lebenshilfe-hof.de.

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Lisbeth Kaupenjohann
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Veröffentlicht am:
02. 02. 2020
18:28 Uhr

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Autor

Lisbeth Kaupenjohann

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Veröffentlicht am:
02. 02. 2020
18:28 Uhr



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