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Hof

Von Beschaffungskriminalität bis Alkoholfahrt

Die Polizei schätzt die Situation in Rehau als sehr sicher ein. Allerdings gibt es Entwicklungen, die Anlass zur Sorge geben.



Rehau - "In Rehau kann man schön und sicher leben" - so lautete das Fazit von Hans Runge, dem Leiter der Rehauer Polizeistation, nach dessen Sicherheitsbericht, den er vor der Bürgerversammlung abgegeben hatte. Zwar ist die Zahl der Straftaten von 2017 auf 2018 (Zahlen für 2019 liegen noch nicht vor) deutlich gestiegen, wobei Rehau im bayernweiten und oberfränkischen Trend liegt, und zwar um 19,5 Prozent, doch das ist aus Runges Sicht "kein Grund zur Sorge". Dieser Anstieg lasse sich vor allem auf die "durchreisende Kriminalität" zurückführen, also Delikte, die von Fahndern auf und an der A93 aufgedeckt und deshalb statistisch Rehau zugeschrieben werden. So lasse sich auch Erklärungen, dass die Zahl der Straftaten in Zusammenhang mit Betäubungsmitteln um 165 Prozent gestiegen sei. Hans Runge erklärte das damit, dass die Fahnder der entsprechenden Ermittlungsgruppe auch den neuen Pendlerparkplatz in Rehau für Kontrollen nutzen. Zu Körperverletzungen sei es weniger in der Öffentlichkeit als im häuslichen Bereich gekommen. "Hier reichen zwei Familien aus, um eine Steigerung um 28 Fälle zu verursachen", sagte Runge. Sowohl in Rehau als auch in Selb, umliegenden Gemeinden und in Hof war es vermehrt zu Einbrüchen auf Baustellen gekommen, auch am neuen Feuerwehrgerätehaus schlugen die Täter zu. Die sind mittlerweile ermittelt. "Es handelte sich um eine Gruppe tschechischer Täter", sagte Hans Runge. Der Hintergrund: Beschaffungskriminalität. Die steckte offenbar auch hinter einer von Fahrraddiebstählen. Hochwertige Räder waren das Objekt der Begierde der Täter. Der Antrieb war klar: Sie wollten die Fahrräder zu Geld und das Geld zu Drogen machen.

Dazu merkte Dr. Lothar Franz, ehemaliger Leiter der Rehauer Bezirksklinik an, dass diese Entwicklung auch ihm und seinen Mitstreitern bei der Gesundheitsregion plus von Stadt und Landkreis Hof Sorgen bereite: "Der Trend geht hin zu teureren Drogen", sagte Franz. Die Folge: Die Süchtigen stehen unter größerem finanziellen Druck als zuvor. Crystal Meth hingegen ist verhältnismäßig günstig. Weiter erklärte Hans Runge, die Rehauer Polizei erreiche eine Aufklärungsquote, die über dem oberfränkischen Schnitt liegt. Für 2019 erwarte er eine weitere Steigerung. Klaus Müller ging auf die Verkehrslage in Rehau ein. Die Zahl der Unfälle ist von 268 auf 284 gestiegen. Es gab keine tödlichen Unfälle und keine auf dem Schulweg. Die Zahl der Verletzten ist von 2018 auf 2019 von 57 auf 22 gefallen, dafür gab es mehr Wildunfälle: 73 statt 58. "Etwas Sorge bereiten uns die Unfälle unter Alkoholeinfluss", sagte Klaus Müller. Deren Zahl stieg von drei auf vier. Keine dramatische absolute Zahl, doch besorgniserregend aus Sicht der Polizei: "Alle Fahrer hatten mehr als 1,5 Promille im Blut und gelten als altersmäßig als reife Erwachsene zwischen 25 und 64 Jahren."

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Veröffentlicht am:
29. 11. 2019
19:46 Uhr

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29. 11. 2019
19:46 Uhr



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