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Hof

Wege zu einem besseren Europa

Kurz vor der Wahl Ende Mai rückt die EU in den Mittelpunkt. Akteure aus der Region machen sich Gedanken, wie sich das gemeinsame Europa entwickeln soll.



Wege zu einem besseren Europa
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Hof - Das Hofer Europa-Forum war ursprünglich eine Idee der beiden Juristen Professor Peter Schäfer und Peter Froeschmann. Beide trieb die Leidenschaft für das gemeinsame Europa an, sich öffentlichkeitswirksam für ihre Überzeugungen zu engagieren. Für das 4. Europa-Forum, das am 20. Mai um 17.30 Uhr an der Hochschule Hof stattfindet, haben Schäfer und Froeschmann nun einen Partner ins Boot geholt. Mitveranstalter ist die Hofer Mittelstands-Union (MU).

Europa-Forum mit Podiumsdiskussion

Das 4. Europa-Forum findet am Montag, 20. Mai, um 17.30 Uhr im Rehau-Audimax der Hochschule Hof statt. Der Titel der Veranstaltung lautet: "2019 - Schicksalsjahr für die Europäische Union? Wie wird die EU zukunftsfähig für die junge Generation?" Nach Grußworten von Hochschul-Präsident Professor Jürgen Lehmann, Hofs OB Dr. Harald Fichtner und Landrat Dr. Oliver Bär wird Joachim Menze, Leiter der Regionalvertretung der EU-Kommission in München, ein Impulsreferat halten.

Danach steht eine Podiumsdiskussion auf dem Programm. Teilnehmer sind: Johanna Strunz, Mitglied der Geschäftsleitung von Lamilux, Hermann Hohenberger, Geschäftsführer des Digitalen Gründerzentrums Einstein 1, Michael Kretzer, Geschäftsführer der Firma Max Pharma in Gattendorf, Professor Peter Schäfer, Hochschule Hof, Joachim Menze und Cornelia Lehnert, die Wirtschaftsrecht sowie Personal und Arbeit an der Hochschule Hof studiert hat.

Es wird um Anmeldung per E-Mail

gebeten unter: MUKreisverband_Hof@web.de.


Gemeinsam laden sie die Bevölkerung ein, an diesem Tag mitzudiskutieren über die Zukunft von EU und Währungsunion.

Bei einer Podiumsdiskussion werden nicht nur Vertreter verschiedener Generationen zu Wort kommen, sondern es soll ausdrücklich das Publikum eingebunden werden, wie die Veranstalter betonen. Außerdem haben die Organisatoren einen hochkarätigen EU-Vertreter als Referenten gewinnen können. Joachim Menze, Chef der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in München, wird einen Impulsvortrag halten.

Peter Schäfer und MU-Kreisvorsitzender Reinhard Giegold heben die große Bedeutung der anstehenden Europawahl hervor. Es sei wichtig, die Grundideen und -werte des gemeinsamen Europas zu verteidigen. Es wäre ihrer Meinung nach fatal, wenn Rechts- oder Linkspopulisten weiter Zulauf bekommen würden. Beide Männer appellieren an die Bürger, am 26. Mai zur Wahl zu gehen. Schäfer, der deutsches und internationales Wirtschaftsrecht an der Hochschule Hof lehrt, sieht das Brexit-Chaos auf der Insel als warnendes Beispiel. Gerade viele junge Briten würden es nun bitter bereuen, dass sie beim Votum über den Austritt beziehungsweise Verbleib Großbritanniens in der EU ihre Stimme nicht abgegeben haben. "Besonders der jungen Generation sind die vielen Vorzüge des gemeinsamen Europas gar nicht mehr bewusst. Wir müssen aber deutlich machen, dass sie keine Selbstverständlichkeit sind, sondern dass wir immer wieder für sie einstehen müssen", mahnt Schäfer . Giegold hebt in diesem Zusammenhang die wichtige Rolle des europäischen Binnenmarkts gerade für den exportstarken oberfränkischen Mittelstand hervor.

Der Hochschul-Professor und der MU-Chef betonen, dass es beim Europa-Forum zwar auch um eine kritische Analyse des Ist-Zustands der EU gehen soll. "Wir wollen den Blick aber vor allem nach vorne richten", sagen sie. Ziel sei es, konstruktiv über Wege zu einem besseren Europa zu diskutieren - nicht zuletzt darüber, wie die EU wieder geschlossener, stabiler und bürgernäher werden kann. "Wir brauchen eine EU, die zukunftsfähig für die junge Generation ist", fordern Schäfer und Giegold. Schäfer beklagt, dass von der deutschen Politik in den vergangenen Jahren wenig Impulse für das gemeinsame Europa ausgegangen seien. Ihm fehlen Visionen aus Berlin - und Antworten auf die Reformvorschläge des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Einfach abnicken solle man die Konzepte aus Frankreich, die auf neue Institutionen und eine weitere Übertragung von Kompetenzen auf Brüssel hinauslaufen würden, freilich nicht, sagt der Hochschul-Professor. Und auch Giegold gibt zu bedenken: "Immer neue Institutionen zu schaffen, das ist nicht der richtige Weg." Ihm schwebt vielmehr eine schlanke EU vor. Ein Staatenverbund, der den nationalen Regierungen möglichst viel Freiraum lässt und sich auf diejenigen Themen fokussiert, die am besten auf internationaler Ebene geregelt werden. Der MU-Vorsitzende nennt etwa den Schutz der Außengrenzen oder den Abschluss von Freihandelsabkommen.

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Matthias Will

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Veröffentlicht am:
09. 05. 2019
18:40 Uhr

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09. 05. 2019
18:40 Uhr



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