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Wenn zwei Hände mehr nötig sind

Die Offenen Hilfen der Diakonie bieten pflegenden Anhörigen behinderter Menschen Entlastung nach Bedarf. Dieses Angebot ist neu.



Patricia und ihre Mama Martina Merz (2. von rechts) bekommen Unterstützung von den Offenen Hilfen der Diakonie Hochfranken. Hans-Christian Schönweiß und Marianne Krüger (von links) haben viel Erfahrung darin, schnell und unkompliziert für die passende Hilfe zu sorgen.
Patricia und ihre Mama Martina Merz (2. von rechts) bekommen Unterstützung von den Offenen Hilfen der Diakonie Hochfranken. Hans-Christian Schönweiß und Marianne Krüger (von links) haben viel Erfahrung darin, schnell und unkompliziert für die passende Hilfe zu sorgen.  

Hof - Wie könnte man den Alltag etwas einfacher machen? Welche Ansprüche auf Entlastung haben die Angehörigen? Um diese Themen geht es in einem neuen Angebot der Offenen Hilfen der Diakonie Hochfranken. Wie die Diakonie Hochfranken mitteilt, richtet es sich speziell an Angehörige und Familien von Menschen mit Behinderungen. Diese Familien haben meist deutlich andere Lebenssituationen als beispielsweise pflegende Angehörige von Senioren. Daher können die Offenen Hilfen ganz gezielt auf deren Bedürfnisse eingehen. Mit dieser Beratung schlössen sie nun eine Lücke im Angebot, schreibt die Diakonie.

Hans-Christian Schönweiß und zwei weitere Fachkräfte vom Familienentlastenden Dienst kommen zur Beratung ins Haus. Wer daheim pflegt, und Pflegegeld erhält, ist sogar seitens der Krankenkasse verpflichtet, eine solche Beratung in Anspruch zu nehmen. "Damit werden regelmäßige Hilfestellung und praktische pflegefachliche Unterstützung sichergestellt", erklärt Marianne Krüger, die Leiterin der Offenen Hilfen. Sie freut sich, dass der Dienst die Genehmigung für diese wichtige gesetzliche Leistung erhalten hat und sie mit seiner Kompetenz in Eigenregie durchführen darf.

Denn die Offenen Hilfen der Diakonie decken seit Jahrzehnten ein sehr breites Feld ab rund um die Unterstützung von Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen: Es reicht von stundenweiser Betreuung und pflegerischen Hilfen für behinderte und chronisch kranke Menschen zu jeder Tageszeit über Kurzzeitpflege, Schulassistenz, Begleitdiensten, hauswirtschaftlichen Hilfen, Freizeitgestaltung und Gruppenangeboten bis hin zu Integrationshilfen für das Vereinsleben und ambulant betreutes Wohnen.

Zum Beispiel wurde die 17-jährige Patricia vor Kurzem operiert. Das Mädchen mit dem fröhlichen Lachen kam als Frühchen zur Welt und hat eine schwerste Mehrfachbehinderung. Die Offenen Hilfen der Diakonie versorgen und unterstützen sie und die Eltern schon seit 17 Jahren. Momentan kann Patricia das Therapeutisch-pädagogische Zentrum (TPZ) nur halbe Tage besuchen. Ihre Mutter braucht am Nachmittag Hilfe. Sie bekommt ihre Tochter nicht alleine aus dem Rollstuhl heraus. Der Familienkalender sieht jede Woche anders aus. Welcher Pflegedienst mit seinen festen Touren kann sich darauf einstellen?

Die Offenen Hilfen erhalten von Mutter Martina Merz für jede Woche eine genaue Anforderung. "Wir können recht kurzfristig planen und stellen uns auf den jeweiligen Bedarf ein", erklärt die Pflegefachkraft des Familienentlastenden Dienstes, Hans-Christian Schönweiß. Auch für Kriseninterventionen ist er der richtige Ansprechpartner. "Wenn etwa Angehörige kurzfristig wegen eines Unfalls, eines Klinikaufenthaltes oder anderer Ereignisse ausfallen, können wir die Betreuung für Kinder oder gehandicapte Menschen rasch überbrücken", erklärt er. Die Offenen Hilfen haben auch einen Fahrdienst.

Auch ein Zuhause auf Zeit - im Grünen, barrierefrei und mit Terrasse zum Garten - können die Offenen Hilfen bieten - es ist das Haus Hubertine in Krötenbruck, ein ruhiges Einfamilienhaus. "Wir haben dort die Möglichkeit der stunden- oder tageweisen Betreuung von Menschen mit Behinderung. Es eignet sich gut für Krisensituationen, aber auch für geplante Auszeiten. Denn pflegende Angehörige dürfen auch mal Urlaub machen oder ein paar Tage wegfahren", erklärt Marianne Krüger. Mit ihrem Team ist sie für alle da, "die bei Versorgung, Pflege und häuslichem Alltag einfach zwei Hände mehr brauchen".

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Veröffentlicht am:
08. 10. 2019
19:52 Uhr

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08. 10. 2019
19:52 Uhr



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