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Hof

Werner Lippert stirbt mit 88 Jahren

Werner Lippert, Gründer des Getränkegroßhandels Lippert, der jüngst an die Beteiligungsgesellschaft der Radeberger-Gruppe verkauft wurde (wir berichteten), ist tot.



Werner Lippert
Werner Lippert  

Hof - Der frühere Firmenchef starb bereits am vergangenen Samstag im Alter von 88 Jahren. Lippert hatte Anfang der 50er-Jahre die Grundlage für das Handelsunternehmen gelegt, das zuletzt mit 500 Beschäftigten über 100 Millionen Euro Umsatz gemacht hat.

Schon früh zeigte sich Lipperts unternehmerischer Ehrgeiz, als er sich 1952 mit einem Süßwaren- und Schnapsladen selbstständig machte. Nachdem er zwischenzeitlich das Sortiment des Ladens um alkoholfreie Getränke und Bier erweitert hatte, widmete er sich von 1957 an ganz dem Geschäft. Unterstützung erhielt er dabei von seiner Ehefrau Erika.

Zehn Jahre später folgte Lippert erneut seinem unternehmerischen Gespür und eröffnete in Hof einen der ersten Getränke-Abholmärkte Bayerns. In den folgenden Jahrzehnten betrieb das Unternehmen unter Lipperts Führung einen Expansionskurs.

1979 nahm Werner Lippert seinen ältesten Sohn Reinhard in die Geschäftsführung auf, 1988 stieg sein zweiter Sohn Claus ins Unternehmen ein. Anfang der 90er-Jahre schied Werner Lippert zwar aus der Geschäftsführung des Getränkehändlers aus, vom Alltagsgeschäft konnte er sich jedoch nicht lossagen.

"Die Grenzöffnung machte ihm beim Ruhestand einen Strich durch die Rechnung", erinnert sich sein Sohn Claus Lippert im Gespräch mit unserer Zeitung. In den neuen Bundesländern fand der Seniorchef ein neues Betätigungsfeld und trieb die Expansion voller Tatendrang voran. "Er war motiviert, dort noch etwas zu schaffen", sagt Claus Lippert.

Keiner Arbeit sei er sich zu schade gewesen, habe in den Zeiten nach der Grenzöffnung trotz seiner damals 60 Jahre auch vor körperlicher Arbeit nicht zurückgeschreckt. "Gabelstapler gab es zwar schon", sagt Claus Lippert, es sei aber trotzdem noch viel Handarbeit nötig gewesen. "Da war der Chef wie der ganz normale Mitarbeiter", sagt Claus Lippert.

"Viel Weitblick" habe sein Vater gehabt und "ein Gespür für Chancen, die sich aus Veränderungen ergeben". Neuen Dingen sei er stets aufgeschlossen gewesen und habe auch in seine Söhne großes Vertrauen gesetzt. Als er, Claus Lippert, 1988 ins Unternehmen eingestiegen ist, habe das Unternehmen um die 17 Millionen DM Umsatz gemacht. "Das war für damalige Zeiten viel Geld", sagt Lippert. Auch später habe Werner Lippert seinen Söhnen immer beratend zur Seite gestanden und habe ein offenes Ohr für alle Belange gehabt.

Die Trauerfeier fand am Freitag im engsten Familienkreis statt. Foto: pr. Christopher Michael

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Veröffentlicht am:
08. 06. 2019
00:00 Uhr

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