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"Wir sind alle für unsere Natur verantwortlich"

Die Menge der lebenden Insekten ist in den ver- gangenen 25 Jahren um 80 Prozent zurückgegangen. Udo Benker-Wienands will mit Vorträgen über das Volksbegehren aufklären.



Interview: Udo Benker-Wienands, Initiative "Blühendes Fichtelgebirge"
Interview: Udo Benker-Wienands, Initiative "Blühendes Fichtelgebirge"  

Herr Benker-Wienands, Sie reisen zurzeit durch die Region und wollen bei Informationsveranstaltungen die Bürger vom Volksbegehren "Rettet die Bienen" überzeugen. Gelingt Ihnen das?

Ich stelle fest, dass viele nicht wissen, was es bedeutet, wenn wir weitermachen wie gehabt. Denn wenn nichts passiert und wir uns nicht aktiv für die Erhaltung der Bienen und Schmetterlinge, kurzum aller Arten, einsetzen, dann zerstören wir unsere Natur. Deshalb appelliere ich an alle Bürger, das Volksbegehren zu unterstützen.

 

Welche Ziele verfolgt das Volksbegehren "Rettet die Bienen"?

Eine zentrale Forderung ist die Schaffung von mehr ökologisch bewirtschafteten Flächen in Bayern. Zurzeit sind das gerade mal etwa zehn Prozent. Wir wollen, dass zwei neue Zielmarken in bayerische Naturschutzgesetz geschrieben werden. Innerhalb der nächsten sechs Jahre soll der Anteil auf 20 Prozent steigen, bis zum Jahr 2030 sollen es 30 Prozent sein.

 

Wer ist an dieser schlechten Entwicklung in Sachen Artenvielfalt schuld?

Ich will da die Schuld nicht auf einzelne Gruppen abwälzen. Im Endeffekt sind wir alle dafür verantwortlich, dass etwas geschieht, um unsere Natur zu erhalten.

 

Was kann der normale Bürger beitragen, um sich für die Natur und die Artenvielfalt zu engagieren?

Wir sind alle gefordert. Während die Verantwortlichen in der Kommunalpolitik mehr darauf achten sollten, dass beispielsweise Blühflächen entlang der Straßen erhalten bleiben und geschaffen werden, gibt es für jeden Bürger Möglichkeiten, unsere Natur zu unterstützen.

 

Was zum Beispiel?

In jedem zweiten Privatgarten sorgt ein Mähroboter dafür, dass der Rasen nur wenige Millimeter wächst. Zumindest in Teilbereichen der Gartengrundstücke sollten die Besitzer das Gras einfach höher wachsen lassen. Schon mit solchen kleinen Aktionen würde Platz für Insekten entstehen. Und die Bienen und Schmetterlinge würden sich freuen. Und zuerst sollte sich jeder Bürger am Volksbegehren zum Artenschutz beteiligen.

Die Fragen stellte Lothar Faltenbacher

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Veröffentlicht am:
06. 02. 2019
19:26 Uhr

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06. 02. 2019
19:26 Uhr



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