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Zahl der Badegäste sinkt deutlich

Der zu Ende gehende Sommer war wieder heiß und trocken, konnte aber mit der Saison 2018 nicht mithalten. Das macht sich auch in den Bilanzen der Freibäder bemerkbar.



Die Freibadsaison in Bad Steben - hier vergnügen sich Moses und Aaron aus Nordhalben - dauert eine Woche länger als anderenorts. Foto: Sandra Hüttner
Die Freibadsaison in Bad Steben - hier vergnügen sich Moses und Aaron aus Nordhalben - dauert eine Woche länger als anderenorts. Foto: Sandra Hüttner  

Hof/Landkreis - Es war der drittheißeste Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Vor allem der Juli brachte Temperaturen um die 40-Grad-Marke. Nun wird es herbstlich, die Freibäder schließen - und ziehen Bilanz 2019. Die Zahlen des Sommers 2018 - damals verlängerten manche Gemeinden wegen der Hitze sogar die Badesaison - werden diesmal bei Weitem nicht erreicht. Zwar startete der Sommer 2019 mit den sehr heißen Tagen im Juni und Juli. Allerdings wurde das Wetter mit dem Start der Schulferien im August unbeständiger. Zum Ende der Saison ging es wieder aufwärts.

Das Freibad in Hof hatte bis Ende August 62 777 Besucher. Letzter Tag für die Statistik 2019 ist der morgigen Sonntag, wie die Stadtwerke mitteilen. Dann dürfte die Gesamtzahl bei etwas 64 000 Besuchern liegen. Im Jahr zuvor waren es mit 72 647 Badegästen deutlich mehr.

Der Preis für eine Tageskarte für einen Erwachsenen wurde von 3,90 auf vier Euro erhöht. Im Gegenzug kostete die Abendkarte nur noch zwei statt 2,50 Euro. Die kleinen Badegäste konnten sich am neuen Spielplatz erfreuen.

Weitere Ausbauten des Freibads für die nächste Saison sind vorerst nicht geplant. Die Sommer-Pool-Party am 18. August war dank angenehmer 24 Grad gut besucht, insgesamt kamen 790 Gäste. Am Samstag, 21. September, findet die letzte Veranstaltung statt: Beim Hundeschwimmen dürfen die Vierbeiner ins Becken, bevor das Wasser abgelassen wird.

Auch im Freibad Rehau ist die Zahl der Besucher im Vergleich zum Rekordjahr 2018 deutlich zurückgegangen. Nach Angaben der Stadtwerke verzeichnete das Bad in dieser Saison 40 200 Besucher. Das ist zwar klar mehr als im langjährigen Durchschnitt von 35 000 Besuchern. 2018 kamen allerdings 45 400 Badegäste.

Abgesehen von einem Zwischenfall durch alkoholisierte Jugendliche Ende April sei der Sommer störungsfrei verlaufen, berichten die Stadtwerke. "Die Verantwortlichen sind bekannt und wurden bei der Polizei angezeigt", wegen Verunreinigungen und der Beschädigung einer Überwachungskamera. Alles in allem sei das Freibad in einem guten Zustand, dies werde auch immer wieder von den Besuchern bestätigt. Deshalb stünden für 2020, abgesehen von Sanierungsarbeiten, keine besonderen Vorhaben an.

Das Terrassen-Freibad in Oberkotzau hat im abgelaufenen Sommer insgesamt 20 000 Besucher gezählt, 5000 weniger als im Jahr zuvor. Abgesehen von einem Einbruch durch drei Betrunkene Anfang August war es ein sehr ruhiger Sommer ohne weitere Vorfälle. Die Verantwortlichen betonen, das Freibad biete vor allem für Jugendliche eine günstige Möglichkeit zum Baden. Diese zahlen nämlich nur 1,30 Euro pro Tag. Für Schüler sind es sogar nur 80 Cent. Aber auch die Erwachsenen kommen mit einem Preis von 1,80 Euro gut weg - Minigolf ist im Eintrittspreis mit enthalten.

Nach Angaben des Freibads in Münchberg kamen 42 000 Besucher - ebenfalls ein deutlicher Rückgang zum überaus heißen und trockenen Sommer 2018: Damals waren es 53 000. Als Erfolg sieht das Freibad den Verkauf von 500 Dauerkarten (Vorjahr 470). Bis auf eine kleine Schmiererei Ende August ist auch der Sommer im Münchberger Freibad sehr ruhig verlaufen.

In Naila besuchten in diesem Sommer etwa 33 680 Gäste (Stand 31. August) das Freibad. Bis zum Ende der Saison am morgigen Sonntag werden noch etwa 1000 Besucher zusätzlich erwartet. Auch in Naila lag die Gästezahl im vergangenen Jahr 2018 mit 37 242 deutlich höher. Die Eintrittspreise erhöhten sich in diesem Jahr nicht. Erwachsene zahlen für ein Tagesticket drei Euro, Jugendliche zwei und Schüler 1,20 Euro.

Die Badesaison in Bad Steben dauert bis 15. September, also eine ganze Woche länger als in den anderen Bädern. Das Bad Stebener Freibad wurde nach Angaben der Bayerischen Staatsbad GmbH im Sommer von rund 20 000 Gästen besucht. Aufgrund einer Sommeraktion konnten die Besucher der Therme das Bad kostenlos nutzen. Auf diesem Wege kamen etwa 7000 Badegäste aus der Therme zum Schwimmen. Gäste des Freibads jedoch müssen für einen Besuch in der Therme einen Aufpreis zahlen.

Für die Badesaison des kommenden Jahres 2020 ist die Pflanzung weiterer Bäume und Stauden geplant, um mehr Schattenflächen zu schaffen.

Das Freibad in Zell schloss seine Pforten schon am vergangenen Mittwoch. Seit 2015 steht den Gästen nur noch das Nichtschwimmerbecken zur Verfügung, das an der tiefsten Stelle 1,20 Meter tief ist. Die Fördergelder für die Reparatur des tieferen Schwimmbeckens sind zugesagt. Wie viele Zeller hofft Bademeister Werner Rüger auf einen baldigen Baubeginn; allerdings geht er nicht davon aus, dass sie rechtzeitig zum nächsten Sommer beendet sind. Wie Rüger sagt, wird das Nichtschwimmerbecken auch von Erwachsenen sehr gut besucht. Der Eintritt für das Bad ist frei, deshalb liegen keine genauen Besucherzahlen vor.

Autor

Chiara Bagnoli
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Veröffentlicht am:
13. 09. 2019
18:28 Uhr

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Autor

Chiara Bagnoli

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Veröffentlicht am:
13. 09. 2019
18:28 Uhr



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