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Zell bekommt Mobilfunkmast

Nach vielen Jahren der Diskussion findet der Gemeinderat eine Lösung. Der Mast ist weniger als 200 Meter von der nächsten Bebauung entfernt.



Der neue Funkmast in Zell bekommt keine 5G-Module, wie sie unser Bild zeigt - das hat eine Telekom-Sprecherin erklärt. Foto: Christoph Dernbach/dpa
Der neue Funkmast in Zell bekommt keine 5G-Module, wie sie unser Bild zeigt - das hat eine Telekom-Sprecherin erklärt. Foto: Christoph Dernbach/dpa  

Zell - Der Marktgemeinderat hat sich nach vielen Diskussionen über mehrere Jahre auf einen Standort für einen Mobilfunkmasten geeinigt; zuletzt wurde von einem Fachmann noch ein Imissionsgutachten für verschiedene Standorte eingeholt.

Mehrheitlich sprach sich das Gremium dafür aus, einen Mobilfunkmast am hinteren Rand des auch als Wohnmobilstellplatz genutzten Festplatzes zu ermöglichen. Wobei sich an dieser Stelle die vor einigen Jahren nach Protesten aus der Bevölkerung zugesagte Mindestentfernung von 200 Metern zur Bebauung nicht einhalten lässt - was mittlerweile mangels akzeptabler Alternative aber in Kauf genommen wird. Es ist derjenige Standort, der von der Telekom akzeptiert wird und an dem die Entfernung zu Bewohnern noch am größten ist.

Zuletzt hatte der Marktgemeinderat festgelegt, dass der Gutachter Hans Ulrich seine Berechnungen der Netzabdeckung und der Strahlenbelastung noch einmal vor dem Gremium erläutern sollte. Auch eine Vertreterin der Telekom war anwesend, Jennifer Pohl.

Gutachter Hans Ulrich erklärte, es sei das Bestreben, Strahlenfelder zu minimieren, wenn es "technisch und wirtschaftlich sinnvoll" sei. Allerdings dürfe der Bogen nicht überspannt werden. Jeder Standort werde gleichermaßen untersucht auf seine Auswirkungen auf die Anwohner und die Versorgungssituation. Berechnet werde die Strahlensituation vier Meter über dem Boden. Genauer angeschaut hatte er insgesamt neun Standorte, verteilt im Stadtgebiet. Jennifer Pohl erklärte, der Mast solle dafür sorgen, dass die Grundversorgung von Zell nicht mehr über den Waldstein erfolgt. In Zell gebe es kein LTE, und der Standort sei schon wiederholt ausgefallen. Später ergänzte sie, dass 5 G im Raum Zell nicht betrachtet werden brauche. "Dass Zell innerhalb von zehn Jahren 5 G hat, das kriegen wir nicht auf die Reihe", war sie ganz offen.

Beim Vergleich der Präferenzen zeigte sich, dass die Telekom und die Mehrheit des Rates gut mit dem Standort am Haidberg im Bereich des Festplatzes leben können, und zwar möglichst weit im hinteren Eck. "Warum den Hausberg versauen?", fragte indes Thomas Rau. Der andere favorisierte Standort am Rand des Gewerbegebietes wäre noch näher an der Bebauung gelegen.

Letztlich entschied der Gemeinderat mehrheitlich, dass 200 Meter Abstand zwischen Mast und Bebauung nicht mehr zwingend eingehalten werden müssen. Die Räte sprachen sich mit neun zu vier Stimmen für den Standort am Festplatz aus.

Autor

Harald Judas
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Veröffentlicht am:
01. 08. 2020
00:00 Uhr

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01. 08. 2020
00:00 Uhr



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