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Zwei Hofer Ruinen verschwinden

Der Bauausschuss vergibt die Abbrucharbeiten des alten Silos am Silberberg und eines alten Hauses in Wölbattendorf. Zur Freude darüber gesellt sich ein Wunsch.



Unansehnlicher Ortseingang: Das Gebäude Alte Helmbrechtser Straße 20 in Wölbattendorf steht schon lange leer.
Unansehnlicher Ortseingang: Das Gebäude Alte Helmbrechtser Straße 20 in Wölbattendorf steht schon lange leer.   » zu den Bildern

Hof - Einvernehmlich und ohne große Diskussion hat der Bauausschuss des Hofer Stadtrats am Dienstag zwei Abbrüche vergeben. Der Ortsteil Wölbattendorf wird von seinem unansehnlichen Ortseingang erlöst - das Anwesen Alte Helmbrechtser Straße 20 steht schon lange auf der Abbruch-Liste und noch viel länger leer. Die Firma Carmen Fickenscher aus Sparneck baut das Gebäude samt Garage zurück, für 57 181 Euro. Außerdem verschwindet am Silberberg ein Relikt aus einem vergangenen Industriezeitalter: Das alte Beton-Silo des Betonwerks Raithel - stillgelegt in den 1970er-Jahren - verschwindet endlich. Die Firma Christa Hechtfischer aus Schwarzenbach an der Saale übernimmt das für 44 095 Euro. Beide Vergaben fielen einstimmig; auch, weil sie die Stadt Hof jeweils kaum Geld kosten.

Die Stadt hatte beide Abbruchvorhaben, wie mehrmals berichtet, in der Förderoffensive Nordostbayern angemeldet. Das bedeutet: Der Freistaat übernimmt 90 Prozent der förderfähigen Kosten. In jenes Programm fielen, wie berichtet, beispielsweise auch der Abbruch des Zentralkaufs für die Hof-Galerie und der früheren Firma Holz-Fröhlich in Moschendorf für den Neubau eines Baumarkts. Auch an jenen beiden Stellen, an denen bald die Abrissbagger anrollen werden, gibt es Ansätze für Nachnutzungen.

Auf dem Gelände des Silos am Silberberg möchte die Stadt Standplätze für Wohnmobile einrichten. Genau zwei Jahre ist es her, dass sich in jenem Zuge eine Diskussion durch die städtischen Gremien zog: Einige Stadträte äußerten damals, wie ausführlich berichtet, ihre Befürchtungen, damit einen Platz für Landfahrer zu schaffen. Man wolle, so der allgemeine Tenor, stattdessen Hof-Gäste anziehen, die mit Camper oder Wohnmobil unterwegs sind.

Für das Gelände in der Alten Helmbrechtser Straße in Wölbattendorf gibt es noch keine konkrete Idee für eine endgültige Nutzung - wohl aber für Übergangslösungen. Einer Anfrage nach einem Kinderspielplatz hatte die Stadtverwaltung vor einiger Zeit ihre Bedenken gegenübergestellt: Schließlich befindet sich das Grundstück direkt an der Hauptverkehrsstraße. Doch gibt es andere Ansätze, die die Wölbattendorfer grundsätzlich befürworten.

"Es wurde vorgeschlagen, die entstehende Freifläche unter dem Oberbegriff Stadtgrün zu beleben. Neben Anpflanzungen von Obstbäumen könnte auch das Anlegen von Hochbeeten und vieles mehr bedacht werden", erklärte Ortssprecher Hilmar Bogler im Bauausschuss. Stadtdirektor Franz Pischel bejahte das grundsätzlich - allerdings mit einer deutlichen Einschränkung.

"Alles, was als Zwischennutzung möglich ist, werden wir unterstützen", sagte er. Das heiße aber auch: "Wir werden keine Bäume pflanzen. Sonst heißt es, wenn es an die endgültige Nutzung geht, bloß wieder, dass wir Bäume fällen." Die Idee mit Hochbeeten und anderen Interimslösungen zur Begrünung begrüßte er. Und griff die Idee Hilmar Boglers auf, der gebeten hatte: "Bitte binden Sie die Wölbattendorfer in den Entscheidungsprozess mit ein."

Das sagte auch Bürgermeister Eberhard Siller zu, der die Bauausschuss-Sitzung leitete: "Ortsversammlungen in Wölbattendorf machen wir sehr gern, dort gibt es immer eine große Beteiligung."

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Christoph Plass

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Veröffentlicht am:
03. 04. 2019
20:16 Uhr

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03. 04. 2019
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