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Kulmbach

Abwassergebühr in Marktschorgast sinkt

Die Bürger zahlen künftig zehn Cent pro Kubikmeter weniger. Diesen Beschluss hat der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung gefasst.



Marktschorgast - Zur Jahresschlusssitzung am Mittwochabend hat der Gemeinderat Marktschorgast den Bürgern ein kleines Weihnachtsgeschenk gemacht: Die Gebühr für die Abwasserentsorgung sinkt zum 1. Januar von bisher drei Euro pro Kubikmeter auf 2,90 Euro. Wie Bürgermeister Hans Tischhöfer bekannt gab, wurden die Abwassergebühren für den Zeitraum 2019 bis 2022 neu kalkuliert. "Mit dem momentanen Abwasserpreis von drei Euro pro Kubikmeter konnte der Verlust aus der Vorjahren kompensiert werden." Für die jetzige Kalkulation sei eine Überdeckung in Höhe von 19 904 Euro mit veranschlagt worden. Bei Berücksichtigung der künftigen Ausgaben müsse nach Abzug der gleichbleibenden Grundgebühren eine über die Kanal-Einleitungsgebühren zu deckende Summe von 169 123 Euro erwirtschaftet werden. Beim Ansatz der durchschnittlichen Abnahmemenge von 58 300 Kubikmeter ergebe sich ein neuer Abwasserpreis von 2,90 Euro pro Kubikmeter. Die notwendige Änderung der Gebührensatzung wurde vom Gremium einstimmig verabschiedet.

Zu Beginn der Sitzung hatte Matthias Hornung vom Büro Reuther NetConsulting, Bad Staffelstein, den Masterplan für die Breitbandverkabelung vorgestellt. Der Masterplan zeigt auf, welches Material an welcher Stelle verlegt werden muss, damit nach und nach ein strukturiertes, flächendeckendes und wirtschaftlich optimiertes Glasfasernetz bis in jedes Haus entsteht. Hornung machte deutlich, dass Glasfaser bis ins Haus das Ziel sei, weil es über unendliche Bandbreiten verfügt. Langfristig geht man derzeit von Gigabit-Mengen aus, die bis 2025 1000 Mbit erreichen werden. Die Kosten für einen Haus-Anschluss werden auf 4000 bis 6000 Euro geschätzt. Wenn allerdings eine Mitverlegung bei kommunalen Tiefbaumaßnahmen wie Wasser- oder Kanalleitungen möglich ist, werden Einsparungen von 1000 bis 2000 Euro erreicht. In Marktschorgast werde man sich mit dem Masterplan auf den Kernort konzentrieren, weil die Außenorte bereits an das Glasfasernetz angeschlossen sind. Matthias Hornung: "In Marktschorgast müsste bis 2025 alles fertig sein. Glasfaser ist die digitale Straße, das Fundament der Digitalisierung und der Wohlstand von morgen." Zur Frage von Gemeinderat Andree Barth, was man Grundstückseigentümern empfehlen könne, wenn sie im Grundstück Zufahrten oder Wege neu anlegen, schlug Matthias Hornung die Verlegung eines PVC-Leerrohres DN 50 vor.

Im weiteren Verlauf der Sitzung bestätigte der Gemeinderat den wiedergewählten stellvertretenden Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Marktschorgast, Ingo Spiske. Beschlossen wurde der Beitritt des Marktes Marktschorgast zur Zweckvereinbarung der Landkreiskommunen mit dem Landkreis in Sachen Datenschutz und der Informationssicherheit. Wie Bürgermeister Hans Tischhöfer dazu berichtete, wird ein gemeinsamer Datenschutzbeauftragter ernannt, der die Kommunen beraten wird. Was den Kostenaufwand angeht, muss der Markt Marktschorgast mit vier Euro pro Einwohner rechnen. Martin Greim bat noch darum, an den Flurbereinigungswegen die Wasserrinnen zu überprüfen und gegebenenfalls zu reinigen. Bürgermeister Hans Tischhöfer dankte dem Marktgemeinderat für die kollegiale Zusammenarbeit.

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Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
14. 12. 2018
17:40 Uhr

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Werner Reißaus

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14. 12. 2018
17:40 Uhr



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