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Kulmbach

Autobahnauffahrt in Teilzeit

Von kommender Woche an wird die Einfahrt auf die A 9 von Himmelkron in Richtung Süden von Mittwoch bis Sonntag wieder möglich sein. Während der anderen Tage bleibt die Anschlussstelle zu.



Die Auswertung der Videozählung belegt: Der Verkehr im Baustellenbereich der A 9 auf der Lanzendorfer Brücke fließt. Bereichsleiter Matthias Wölfel von der Autobahndirektion Nordbayern (links) und der Leiter der Dienststelle der Direktion in Bayreuth, Thomas Pfeiffer (Zweiter von rechts) erläutern die Erkenntnisse dem Himmelkroner Bürgermeister Gerhard Schneider und der Bundestagsabgeordneten Emmi Zeulner. Fotos: Melitta Burger
Die Auswertung der Videozählung belegt: Der Verkehr im Baustellenbereich der A 9 auf der Lanzendorfer Brücke fließt. Bereichsleiter Matthias Wölfel von der Autobahndirektion Nordbayern (links) und der Leiter der Dienststelle der Direktion in Bayreuth, Thomas Pfeiffer (Zweiter von rechts) erläutern die Erkenntnisse dem Himmelkroner Bürgermeister Gerhard Schneider und der Bundestagsabgeordneten Emmi Zeulner. Fotos: Melitta Burger   » zu den Bildern

Himmelkron - Gute Nachricht für alle, die wegen der gesperrten Autobahnauffahrt Himmelkron in Richtung Süden lange Umwege in Kauf nehmen müssen: Von kommendem Mittwoch an wird es zumindest zwischen Mittwochmorgen, 10 Uhr, und Sonntagnacht möglich sein, die Einfahrt zu benutzen. In dieser Woche wird wegen des Feiertags und einer erwarteten Verkehrswelle die Einfahrt am Donnerstagnachmittag geöffnet. Damit die Verkehrsteilnehmer rechtzeitig informiert sind, wann die Einfahrt möglich ist, soll ein digitales Beschilderungssystem installiert werden. Das System ermögliche es, bei Bedarf flexibel zu reagieren. Das teilten Vertreter der Autobahndirektion Nordbayern am Dienstag bei einem Ortstermin auf der Autobahnbaustelle Bundestagsabgeordneter Emmi Zeulner und dem Himmelkroner Bürgermeister Gerhard Schneider mit.

 

Videodaten: Die Autobahndirektion hat per Video ermittelt, zu welchen Zeiten und an welchen Tagen wie viel Verkehr durch die Baustelle fließt. Das Fahrzeugaufkommen lässt, wie der Leiter der Dienststelle Bayreuth, Thomas Pfeiffer, sagt, die Öffnung an diesen Tagen zu. Am Wochenanfang sei dies nicht möglich, wenn man erneut lange Staus vermeiden will. Die Regelung wird so lange bleiben, bis das 20 Millionen Euro teure Brückensanierungsprojekt voraussichtlich im November dieses Jahres abgeschlossen ist.

 

Anspruchsvoll: Die Sanierung der Lanzendorfer Talbrücke sei von der Außenwirkung eine der anspruchsvollsten Baustellen, die die Autobahndirektion derzeit in Oberfranken abzuwickeln habe, sagte Thomas Pfeiffer. "Im hochbelastesten Autobahnabschnitt zu bauen ist nicht ganz ohne Nebenwirkungen." Jede Entscheidung, die die Verkehrsteilnehmer belaste, werde hinterfragt. Aber ganz ohne Auswirkungen auf den laufenden Verkehr und auch auf die Wirtschaftsstandorte, die maßgeblich von der Autobahn profitieren, gehe ein solches Projekt nicht ab. Entscheidungen müssten faktenbasiert getroffen werden. Pfeiffer erinnerte daran, dass es vor einigen Wochen noch größte Probleme gegeben hat, den Verkehr trotz der Baustelle abwickeln zu können. Kilometerlange Staus waren an der Tagesordnung. Dann sei "gegengelenkt" worden. Eine dieser Maßnahmen, die für Himmelkron zweifellos schmerzlich ist, war die Schließung der Anschlussstelle Himmelkron in Fahrtrichtung Nürnberg. Dort fahren besonders viele Lkw auf die A 9. Das Einfädeln in den fließenden Verkehr im Baustellenbereich habe zu Problemen geführt. "Mit der Sperrung der Anschlussstelle haben wir die Verkehrssituation auf der A 9 deutlich verbessern können, auch wenn wir uns das mit einigen Nachteilen in Richtung Berlin erkauft haben." Donnerstags und freitags müsse man mit Staus leben, die sich aber noch in Grenzen hielten.

Genaue Aufzeichnungen hat die Autobahndirektion gemacht. Pfeiffer legte den Politikern die Zahlen vor. Jeder Tag auf der A9 sei anders. Es gebe absolute Verkehrsspitzen. Eine davon sei am Sonntagabend, aber auch montags und dienstags sei die Kapazität auf der A9 in Richtung Süden extrem ausgelastet. Über die schmalen Baustellenverkehrsstreifen könne man maximal 1700 Fahrzeuge pro Stunde leiten. Durch die nun verbreiterten Fahrspuren seien 2600 Fahrzeuge möglich. Durch die Erhebungen seien Kapazitätsgrenzen und Freiräume ermittelt worden. Die Daten helfen auch für die Zukunft. "Das wird nicht die letzte Baustelle auf der A 9 gewesen sein."

 

Leistungsstärke: Die Autobahndirektion, sagte Emmi Zeulner, habe in diesem Projekt ihre Leistungsstärke gezeigt und sei auf das Bedürfnis der Verkehrsteilnehmer in der Region eingegangen. Der Druck sei groß gewesen. Auch an ihr Büro hätten sich zahlreiche Menschen gewendet. Dass nun die Auswertung der Daten erfolgt sei und die Möglichkeit geschaffen wurde, zumindest für einen Teil der Woche die Einfahrt zu öffnen, begrüßt Emmi Zeulner. Es sei nicht selbstverständlich, im laufenden Verfahren Änderungen zu ermöglichen. Eigentlich sei die Sperrung durchgehend geplant gewesen. Die Breite der Fahrstreifen in der Baustelle sei ebenfalls eine Herausforderung gewesen. Es habe eine Regelung mit einem Fahrstreifen mehr gegeben, die aber auch mehr Unsicherheit bei den Verkehrsteilnehmern verursacht habe. "Die Leute trafen auf eine ‚Lkw-Wand’. Auch da wurde im Verfahren reagiert."

 

Erleichterung: Bürgermeister Gerhard Schneider brachte seine Erleichterung zum Ausdruck, dass nun auch dank der Unterstützung durch Emmi Zeulner der Kompromiss gefunden wurde. Die Gemeinde Himmelkron und besonders die im Ort angesiedelten Wirtschaftsbetriebe haben die nun schon wochenlange Sperrung der Einfahrt schwer getroffen. Der Umbau von fünf auf vier Fahrspuren sei sicher nicht einfach gewesen. "Aber es hat was gebracht." Die Himmelkroner wollten laut Gerhard Schneider Verbesserungen, vor allem im Lärmschutz. Die entstehen jetzt. Das gehe allerdings nicht ohne Beeinträchtigungen. Doch jetzt sei Land in Sicht, "auch wenn das am Anfang schon an unseren Nerven geschrubbt hat." Jetzt liege die Hoffnung auf das ende der Baustelle im November. "Dann können wir drei Kreuze machen."

 

Baufortschritt: Die Arbeiten an der Brücke gehen auf Hochtouren weiter. An einer Seite wird bereits die neue verbesserte Lärmschutzwand installiert, und auch die Übergangskonstruktionen, die den Anliegern lästige "klick-Geräusche" beschert hatten, sind bereits ersetzt. Die neuen Verbindungsteile sind nicht mehr in Lattenform, sondern als Rauten angelegt, erklären die Autobahnexperten. Das erzeugt weniger Lärm, wenn Fahrzeugreifen auftreffen.

Bis voraussichtlich Juli wird noch in Fahrtrichtung Süden gebaut, dann wird die Baustelle auf den anderen Fahrstreifen umziehen. Bei der zeitweisen Öffnung der Einfahrt Himmelkron wird es aber bleiben.

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Melitta Burger
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Veröffentlicht am:
28. 05. 2019
17:50 Uhr

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Melitta Burger

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28. 05. 2019
17:50 Uhr



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