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Kulmbach

"Bennet" entwurzelt Bäume und kappt Telefonleitung

So schlimm wie in anderen Regionen wütete der Sturm im Kulmbacher Land nicht. Dennoch hatten Feuerwehren, die Polizei und auch die Straßenmeistereien jede Menge zu tun.



Eine Stunde lang war die Strecke zwischen der Wolfskehle und Tennach gesperrt. Ein umgestürzter Baum hatte die Fahrbahn blockiert, die Telefonleitung niedergerissen und die Leitplanke beschädigt. Foto: Feuerwehr
Eine Stunde lang war die Strecke zwischen der Wolfskehle und Tennach gesperrt. Ein umgestürzter Baum hatte die Fahrbahn blockiert, die Telefonleitung niedergerissen und die Leitplanke beschädigt. Foto: Feuerwehr  

Kulmbach - So schlimm wie in anderen Regionen hat das Sturmtief "Bennet" das Kulmbacher Land glücklicherweise nicht erwischt. Ein ziemlich stürmischer Rosenmontag hat aber dennoch auch im Landkreis Polizei, die Feuerwehren und die Straßenmeistereien und Bauhöfe beschäftigt. Umgestürzte Bäume blockierten Fahrbahnen. Bei Tennach kappte ein umgefallener Baum sogar eine Telefonleitung, wie die Feuerwehr berichtet, und riss sie auf einer Länge von rund 50 Metern nieder. Trotzdem kam die Region, verglichen mit anderen noch glimpflich davon.

"Bennet" hatte den ganzen Tag über schon für reichlich Wind im ganzen Gebiet des Landkreises gesorgt. Gegen 18 Uhr allerdings erreichte der Sturm im Kulmbacher Land seine Spitze. Die Stadt Kulmbach und angrenzende Gemeinden waren besonders betroffen.

Gegen 18.10 musste die Feuerwehr das erste Mal ausrücken. Im Hopfenweg war ein Baum, der auf einem Privatgrundstück stand, umgekippt. Die Fichte fiel auf eine Anliegerstraße und blockierte die Zufahrt zu Garagen, berichtet Stadtbrandmeister Michael Weich. Um 18.28 Uhr kam dann schon der nächste Alarm: Diesmal waren gleich drei große Bäume am Ortsausgang von Katschenreuth auf den Radweg gestürzt, der nach Krumme Fohre führt. Die Katschenreuther Feuerwehr machte die Fahrbahn wieder frei.

Der nächste Einsatz ließ nicht lang auf sich warten. Um 19.06 Uhr wurde die Feuerwehr in die Wolfskehle gerufen. Etwa 100 Meter hinter dem Kulmbacher Ortsschild war ein Baum mit drei Stämmen entwurzelt worden und fiel auf die Kreisstraße KU10, die in Richtung Tennach führt. Ein Teil des Stamms beschädigte die Leitplanke, ein anderer Teil riss die Telefonleitung nieder. Die Straße war vollständig blockiert. Ein Autofahrer erkannte die Situation zu spät und stieß mit seinem Wagen gegen den Baum. Glücklicherweise blieb es bei überschaubarem Sachschaden. Verletzt wurde durch den Unfall niemand, berichtet die Kulmbacher Polizei.

Rund eine Stunde, sagt Michael Weich, musste die Straße zwischen Kulmbach und Heinersreuth völlig gesperrt werden. Um zu verhindern, dass weitere Fahrzeuge an der schwer einsehbaren Stelle gegen den Baumstamm prallen, wurde auch die Heinersreuther Feuerwehr alarmiert, um oberhalb der blockierten Stelle die Straße zu sperren.

Bei Unterkodach, auf der Verbindungsstraße zwischen Melkendorf und Mangersreuth, musste schließlich noch ein weiterer umgestürzter Baum von der Feuerwehr entfernt werden.

Auch aus dem Bereich der Polizeiinspektion Stadtsteinach kommen Meldungen von Bäumen, die "Bennet" entwurzelt hat. Unter anderem war die Straße von Triebenreuth in Richtung Steinachklamm blockiert.

Kreisbrandmeister Yves Wächter, der für die Öffentlichkeitsarbeit der Kreisfeuerwehren zuständig ist, berichtet von drei weiteren Bäumen, die im Landkreisgebiet auf Straßen gestürzt waren und von Einsatzkräften der Feuerwehr beseitigt werden mussten, damit der Verkehr weiter fließen konnte.

Und auch zum Schmunzeln gab es etwas in Zusammenhang mit dem Sturmtief. Besorgte Bürger hatten der Polizei gemeldet, dass auf der Staatsstraße 2195 im Pressecker Bereich Bäume die Straße blockierten und dass auch zwischen Schwand und Unterkodach die Straße blockiert sei. Damit hatten die Anrufer zwar recht. Allerdings war für diese Straßenblockade nicht der Sturm verantwortlich gewesen. Beide Straßen waren wegen Waldarbeiten gesperrt. Das war auch entsprechend ausgeschildert. Offenbar hatten aber beide Anrufer die Schilder nicht gesehen. Die Feuerwehren konnten in diesen beiden Fällen zu Hause bleiben und die notwendigen Aufräumarbeiten den Waldarbeitern überlassen, die dort eingesetzt sind.

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Melitta Burger
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Veröffentlicht am:
05. 03. 2019
17:06 Uhr

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Melitta Burger

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05. 03. 2019
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