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Kulmbach

Bernhard Nehring ist tot

Die Kulmbacher Feuerwehr verliert ihren Vorsitzenden und Notfallseelsorger. Er wurde nur 60 Jahre alt. Auch von Ehrenvorsitzendem Erwin Rehm muss die Wehr Abschied nehmen.



Bernhard Nehring starb im Alter von nur 60 Jahren. Foto: Feuerwehr
Bernhard Nehring starb im Alter von nur 60 Jahren. Foto: Feuerwehr  

Kulmbach - Er hat sein ganzes Leben seinen Mitmenschen gewidmet. Beruflich als Diakon der Rummelsberger Bruderschaft in Fassoldshof, in seiner Freizeit als Feuerwehrmann und Notfallseelsorger in Kulmbach und überall, wo er gebraucht wurde. Am 29. November starb Bernhard Nehring plötzlich und unerwartet im Alter von nur 60 Jahren. Die Kulmbacher Feuerwehr trauert um ihren Vorsitzenden, viele andere Menschen in Stadt und Landkreis Kulmbach um einen Mann, der immer ein freundliches Wort hatte und da war, wenn nach Unfällen oder Bränden Not und Verzweiflung herrschten.

Als "Feuerwehrmann durch und durch" beschreibt OB Henry Schramm Bernhard Nehring. "Er hat die Menschen geliebt, das Schicksal anderer war ihm wichtig. Mit seiner ruhigen, bescheidenen Art, mit Kompetenz und Menschlichkeit hat er vielen Menschen in sehr schwierigen Situationen geholfen. Er hat sich in den Dienst der Allgemeinheit gestellt, Verantwortung übernommen und war eine Persönlichkeit, wie man sie selten findet. Er wird eine große Lücke hinterlassen. Unsere Gedanken gelten seinen Angehörigen und seinen Kameraden."

Bernhard Nehring, sagt Kreisbrandmeister Stefan Härtlein, habe nie den Konflikt gesucht, sondern immer die Vermittlung. "Er war immer für andere da. Er ist viel zu früh von uns gegangen. Sein Tod ist ein herber Verlust für uns alle." Besonders Nehrings Einsatz für Betroffene schwerer Unglücksfälle und im schlimmsten Fall für deren Hinterbliebene würdigte der Kreisbrandrat als vorbildlich. Bernhard Nehring sei nicht nur für die Feuerwehren dagewesen, sondern auch für das THW, das BRK und die Polizei, wenn er gebraucht wurde.

Bernhard Nehring begann im Jahr 1978 seine Ausbildung zum Diakon und trat in die Rummelsberger Bruderschaft ein. Noch in Rummelsberg schloss er sich der Feuerwehr an. Als er 1988 der Liebe wegen nach Kulmbach kam, und als Diakon in Fassoldshof arbeitete, trat er umgehend als Löschmeister der Stadtfeuerwehr bei. Von 1992 bis 2007 war er Ausbilder für Atemschutzträger in Stadt und Landkreis Kulmbach.

1996 war Bernhard Nehring Mitbegründer der Feuerwehrnotfallseelsorge im Landkreis Kulmbach. Ihr blieb er bis zu seinem Tod eng verbunden. Die Einrichtung der Notfallseelsorge galt damals als Pilotprojekt für ganz Bayern. Bis zu seinem plötzlichen Tod war Bernhard Nehring in der Notfallseelsorge und als Fachbereichsleiter im Kreisfeuerwehrverband des Landkreises Kulmbach aktiv. Er rückte zu den schlimmsten Unfallstellen aus, spendete den unmittelbar Betroffenen ebenso Trost wie den Einsatzkräften, die angesichts der schrecklichen Bilder, die sie ansehen müssen, ebenfalls oft Beistand brauchen.

In den Jahren 2000 bis 2018 war Bernhard Nehring zweiter Vorsitzender des Feuerwehrvereins Kulmbach. Aus dem aktiven Feuerwehrdienst musste er 2008 aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden. Als Benno Pieger im vergangenen Jahr nach vielen Jahren das Spitzenamt in der Kulmbacher Feuerwehr aufgab, übernahm Bernhard Nehring den Vorsitz. Darüber hinaus war er auch als Schöffe am Kulmbacher Amtsgericht aktiv. Nehring hinterlässt seine Frau Doris und zwei Söhne.

Doch nicht nur um ihren Vorsitzenden trauert die Kulmbacher Feuerwehr. Ehrenvorsitzender Erwin Rehm ist am 14. November im Alter von 83 Jahren gestorben. Bis zu seinem 60. Lebensjahr war der langjähriger Kulmbacher Bauhofverwalter aktiver Feuerwehrmann, zwölf Jahre lang, von 1982 bis 1994, war er an der Spitze der Wehr gestanden und wurde schließlich im Jahr 1994 zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Die Beisetzung Bernhard Nehrings findet am morgigen Freitag um 14 Uhr am Mangersreuther Friedhof statt. Zu selben Zeit wird Erwin Rehm in Kulmbach beigesetzt.

Autor

Melitta Burger
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
04. 12. 2019
12:04 Uhr

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Melitta Burger

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Veröffentlicht am:
04. 12. 2019
12:04 Uhr



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