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Kulmbach

Bewegtes Einsatzjahr für Helfer des THW

Der Kulmbacher Ortsbeauftragte Christian Reinlein warnt vor den Folgen des Klimawandels. Er stellt auch den Katastrophenschutz vor neue Herausforderungen.



Ehrung für 50 Jahre Dienst im THW: Im Bild (von links) Regionalstellenleiter Rüdiger Maetzig, Ortsbeauftragter Christian Reinlein, Ronald Baumüller, Siegfried Escher, Zugführer Andreas Hock und stellvertretende Ortsbeauftragte Jennifer Baumüller.	Fotos: Lukas Theuer
Ehrung für 50 Jahre Dienst im THW: Im Bild (von links) Regionalstellenleiter Rüdiger Maetzig, Ortsbeauftragter Christian Reinlein, Ronald Baumüller, Siegfried Escher, Zugführer Andreas Hock und stellvertretende Ortsbeauftragte Jennifer Baumüller. Fotos: Lukas Theuer   » zu den Bildern

Kulmbach - Mit dem Helferzeichen in Gold mit Kranz würdigte das Kulmbacher THW das Engagement von Oliver Höhn und Florian Schneider. Siegfried Escher und Ronald Baumüller, zwei Urgesteine und Stützen des Ortsverbandes, wurden für 50 Jahre im Dienst der Humanität geehrt. Bei der Jahresabschlussfeier kamen allerdings noch andere Themen zur Sprache.

Der Ortsbeauftragte Christian Reinlein äußerte sich in seinem Jahresbericht auch zum Klimawandel und den Folgen für die Bürger. "Die noch zu erwartende Klimaveränderung mit ihren deutlichen Signalen stellt die Bevölkerung, aber auch den Katastrophenschutz vor große Aufgaben." Auch wenn es noch keine abschließende Prognose gebe, so sei künftig mit lokal begrenzten Starkniederschlägen, hohen Temperaturen im Sommer, anhaltender Trockenheit, Stürmen und unterschiedlich starken Schneefällen zu rechnen. Reinlein: "Diese Veränderungen werden die Bürger, die Feuerwehren, die Landratsämter, die Politik und das THW weiter beschäftigen". Aber nicht nur das Klima ändere sich. Auch die politischen Rahmenbedingungen befänden sich im Wandel. Das angespannte politische Weltklima fordere Organisationen wie das THW, die Bundeswehr und für den Zivilschutz zuständige Stellen, sich wieder mit Themen zu befassen, die nahezu in Vergessenheit geraten sind.

"Was haben alle Krisen gemeinsam?", fragte Reinlein. Man könne sich teilweise darauf vorbereiten und Organisationen anpassen. "Wie letztes Jahr bereits angekündigt, befinden wir uns mitten in einem Umstrukturierungsprozess", so der Ortsbeauftragte. Das THW richte sich neu aus. Das THW-Rahmenkonzept sei dabei das Maß aller Dinge und Teil des Konzepts der zivilen Verteidigung des Bundesinnenministers, berichtete Reinlein. Der Fokus verschiebe sich von der klassischen Bergungsgruppe wieder mehr auf spezielle Fähigkeiten. Die Notversorgung von kritischen Infrastrukturen, Aufbau eines Feldlagers oder Bevorratung und Logistik seien nur einige Beispiele. Die neue Fachgruppe (N) Notversorgung und Notinstandsetzung sei einer der Bausteine, der jeden Ortsverband betreffe, so Reinlein weiter. Der Technische Zug um Zugführer Andreas Hock ist vor allem durch die beschriebenen Umstrukturierungen betroffen. Neben der neuen Fachgruppe (N) geht die vorhandene zweite Bergungsgruppe in die Fachgruppe schwere Bergung über.

Mit 73 einsatzbefähigten Helferinnen und Helfern wurden 4620 Einsatzstunden bei rund 130 Einsätzen geleistet. "Auch das Schneechaos im Januar in Südbayern forderte das THW. An diesem Einsatz waren 23 Helfer aus unserem Ortsverband beteiligt. Sie leisteten 1612 Einsatzstunden, um den Schneemassen Herr zu werden" berichtete Reinlein. Bei den Autobahnbereitschaften im Auftrag der Polizei waren es 836 Einsatzstunden. Des Weiteren waren die ehrenamtlichen Kulmbacher THW’ler beim Waldbrand in Römersreuth, den Bränden in Katschenreuth und Menchau, aber auch beim Erdrutsch in Kauernburg gefordert. Neben den Einsätzen wurden auch Veranstaltungen wie die jährliche Motorradsternfahrt, das Kulmbacher Gregori Schulfest, die Pflanzaktion 1000 Bäume und die Blaulichtwoche des Landratsamtes unterstützt. Mehrere Schulklassen und Kindergärten haben im vergangenen Jahr das Kulmbacher THW besucht.

"Die Jugendarbeit besitzt weiterhin hohe Priorität. Die Minigruppe um Diana Wende hat sich auf eine Stärke von rund 35 Kindern im Alter von sechs bis neun Jahren eingependelt und Kinder aus der Minigruppe treten wie geplant in die Jugendgruppe über. "Dies zeigt, dass es die richtige Entscheidung war, die Nachwuchsarbeit bereits bei den sechsjährigen zu beginnen, um die künftig Helfer aus den eigenen Reihen zu bekommen", führte Reinlein aus. Die Jugendgruppe um Jacqueline Baumüller und Lukas Theuer zeige weiterhin große Stabilität. Rund 25 Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren leisten dort ihren Dienst.

Die Ehrung verdienter Helfer nahm der Regionalstellenleiter Rüdiger Maetzig in Vertretung des THW-Präsidenten Albrecht Brömme vor. Landrat Klaus-Peter Söllner, Oberbürgermeister Henry Schramm, Peter Hübner von der Polizei und Kreisbrandrat Stefan Härtlein dankten für Einsatzbereitschaft und Unterstützung.

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Veröffentlicht am:
03. 12. 2019
18:06 Uhr

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Veröffentlicht am:
03. 12. 2019
18:06 Uhr



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