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Kulmbach

Blick hinter historische Schlossmauern

30 Jahre hat das Landesamt für Umwelt seinen Sitz in Schloss Steinenhausen. Am Tag des offenen Denkmals ist die ganze Bevölkerung eingeladen.



Schloss Steinenhausen hat eine bewegte Geschichte. Seit nunmehr 30 Jahren hat dort das Landesamt für Umwelt seinen Sitz. Am Sonntag öffnet das Schloss anlässlich des Tags des offenen Denkmals und des Jubiläums für die Bevölkerung seine Pforten. Foto: Archiv
Schloss Steinenhausen hat eine bewegte Geschichte. Seit nunmehr 30 Jahren hat dort das Landesamt für Umwelt seinen Sitz. Am Sonntag öffnet das Schloss anlässlich des Tags des offenen Denkmals und des Jubiläums für die Bevölkerung seine Pforten. Foto: Archiv  

Kulmbach - Mit einem besonderen Programm lädt das Landesamt für Umwelt am Sonntag nach Schloss Steinenhausen ein. Gefeiert wird an diesem Tag nicht nur der Tag des offenen Denkmals, sondern auch das 30-jährige Bestehen des Landesamts an der Dienststelle Kulmbach. Es war im Oktober 1988, als die Außenstelle Nordbayern des damaligen Bayerischen Landesamtes für Umweltschutz mit zunächst zwölf Mitarbeitern ihren Betrieb in Schloss Steinenhausen bei Kulmbach aufgenommen hat.

Heute ist die Dienststelle Kulmbach mit ihren 60 hochqualifizierten Arbeitskräften ein fester Bestandteil der bayerischen Umweltverwaltung innerhalb des mittlerweile neu gegründeten Bayerischen Landesamtes für Umwelt,teilt Behörde mit. Das Aufgabenspektrum der Fachleute in Schloss Steinenhausen ist vielfältig. Im Bereich des technischen Umweltschutzes werden die Themen Luftgütemessungen, Kreislaufwirtschaft, Biomonitoring und Strahlenschutz bei radioaktiven Stoffen bearbeitet. Vor allem das Strahlenschutzlabor mit der Messstelle für Radiotoxikologie hat das Schlagwort "High Tech in alten Mauern" geprägt. Und genau diese "alten historischen Mauern" will das Amt für Umwelt nun anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Dienststelle am Tag des offenen Denkmals vorstellen. "Wir öffnen unsere Tore im Rahmen des bundesweit stattfindenden Tages des offenen Denkmals, um allen Interessierten die Gelegenheit zu geben, unser historisches und denkmalgeschütztes Areal kennenzulernen", lädt Dienststellenleiter Klaus Buß die Bevölkerung ein, am Sonntag nach Steinenhausen zu kommen.

Das Schloss ist von 13 bis 17 Uhr für alle geöffnet. Mehrere Führungen mit interessanten Informationen werden angeboten. Es gibt Kaffee und Kuchen sowie Getränke. Der Historiker Dr. Klaus Rupprecht bietet um 13.15 Uhr und 15.15 Uhr Führungen durch das historische Schlossgebäude an. Der Biologe Gerd Heusinger lädt ein, ihn bei einer Führung mit Blick auf die gartenhistorischen Aspekte im Umfeld des Schlosses zu begleiten. Die Tour startet um 13.30 Uhr und um 15. 30 Uhr.

Die barocke Schlossanlage Steinenhausen bei Melkendorf ist ein imposantes Gebäude, das über Jahrhunderte im Besitz der Freiherren von Guttenberg gewesen ist. Das Schloss steht in unmittelbarer Nähe des Mainzusammenflusses. Im Jahr 1439 ging das Lehen des "Burgstalls Steinenhausen" von Markgraf Friedrich von Brandenburg-Kulmbach an Rüdiger Henlein und seine Brüder Ulrich und Jörg. Wann Schloss Steinenhausen errichtet wurde, weiß man nicht genau. Vermutlich 1481 hatte Bernhard von Guttenberg mit der Errichtung des " Steinenhauses" begonnen.

Im Jahr 1935 verkaufte die Familie von Guttenberg das Schloss an die Bayerische Bauernsiedlung. Von 1940 bis 1945 war dort ein Kindergärtnerinnenseminar untergebracht. Danach diente das Schloss ab dem Jahr 1945 den Kulmbacherinnen als Entbindungsstation und wurde später viele Jahre hinweg als Altenheim genutzt. 1987 ging das Schloss in staatlichen Besitz über. Ein Jahr später zog das Landesamt für Umwelt in das historische Gemäuer ein.

Autor

Melitta Burger
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Veröffentlicht am:
05. 09. 2018
17:38 Uhr

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Melitta Burger

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05. 09. 2018
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