Topthemen: Fall Peggy KnoblochHofer Kaufhof wird HotelGerchRegionale Videos: Kellerwetter, Tiny House

Kulmbach

Brücke zwischen den Kulturen

Vier Initiativen sind am Montag mit dem Oberfränkischen Integrationspreis geehrt worden. Aus Kulmbach ist die Geschwister-Gummi-Stiftung dabei.



Die Vertreter der Geschwister-Gummi-Stiftung und die Frauen des Projekts "Frauen für Frauen" freuen sich über den Integrationspreis der Regierung von Oberfranken. Unser Bild zeigt sie mit (von links) Landtagsabgeordnetem Rainer Ludwig, Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, dem Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner sowie Innen- und Integrationsstaatssekretär Gerhard Eck (Zweiter von rechts).
Die Vertreter der Geschwister-Gummi-Stiftung und die Frauen des Projekts "Frauen für Frauen" freuen sich über den Integrationspreis der Regierung von Oberfranken. Unser Bild zeigt sie mit (von links) Landtagsabgeordnetem Rainer Ludwig, Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, dem Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner sowie Innen- und Integrationsstaatssekretär Gerhard Eck (Zweiter von rechts).  

Bayreuth - Gemeinsam mit Bayerns Innen- und Integrationsstaatssekretär Gerhard Eck hat die Regierungspräsidentin von Oberfranken, Heidrun Piwernetz, die Integrationspreise 2018 der Regierung von Oberfran-ken verliehen. Das Preisgeld in Höhe von insgesamt 5000 Euro wird vom bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration für die Anerkennung von bürgerschaftlichem Engagement im Bereich Integration zur Verfügung gestellt.

Aus Kulmbach wurde die Geschwister-Gummi-Stiftung für das Projekt "Frauen für Frauen - Brücke zwischen den Kulturen - Ankommen im deutschen Alltag" ausgezeichnet. Dieses Projekt beruht, wie gestern bereits berichtet, auf der Idee, Migrantinnen und Migranten, die bereits in Deutschland auf eine gelungene Integrationsbiografie zurückblicken können und sowohl gesellschaftliche als auch wertorientierte Maßstäbe Deutschlands (Schulwesen, Haltung zur Bildung, Zusammenleben) repräsentieren und vermitteln können, in den Integrationsprozess für andere Migrantinnen und Migranten mit einzubinden. Der Familientreff der Geschwister-Gummi-Stiftung ist Mittelpunkt eines Netzwerkes von Unterstützern und Helferkreisen und Anlaufstelle für Neuzugewanderte.

"Die Integration von Migrantinnen und Migranten ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nur gemeinsam gelingen kann. Dazu trägt vor allem der herausragende Einsatz der haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bei. Die ausgezeichneten Initiativen sind Vorbilder für umfassendes gesellschaftliches Engagement in Oberfranken, das wir mit dem Integrationspreis würdigen und fördern wollen", erklärte Regierungspräsidentin Piwernetz anlässlich der Verleihung.

Weiterer Preisträger ist der Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Coburg für das Projekt "Treffpunkt Bertelsdorfer Höhe - 20 Jahre - 30 Nationen". Im Oktober 1998 wurde der "Treffpunkt" als gemeinwesenorientiertes Projekt zur Integration von Spätaussiedlern im Coburger Stadtteil Bertelsdorfer Höhe gegründet. Im Laufe der Jahre hat er sich zu einer Anlaufstelle für Einheimische und Migranten aus insgesamt 30 Ländern entwickelt. Dessen Mitarbeiter sind Ansprechpartner bei Konfliktsituationen mit der Nachbarschaft. Sie unterstützen Eltern und alleinstehende Mütter bei Erziehungsproblemen sowie deren Kinder bei schulischen Schwierigkeiten und beim beruflichen Einstieg. Ziel des Projektes ist es, die einzelnen Bewohnergruppen im Stadtteil "Bertelsdorfer Höhe" zusammenzubringen und den "Treffpunkt" als eine Stadtteileinrichtung für alle weiter zu etablieren.

Ausgezeichnet wurden auch die Arbeitsgemeinschaften der Volkshochschulen im Landkreis Hof für das Projekt "Flüchtlinge für Flüchtlinge". In dem Projekt werden Flüchtlinge für Flüchtlinge aktiv. Indem bereits erfolgreich integrierte Geflüchtete gezielt mit Neuankömmlingen zusammengebracht werden, werden diese zu Helfern, Vorbildern, Kulturvermittlern und Multiplikatoren. Als "Integrationsvorbilder" begleiten sie neu angekommene Flüchtlinge, geben ihre Er-fahrungen weiter und bieten Unterstützung. Hemmschwellen werden abgebaut und der Kontakt zur einheimischen Bevölkerung, zu Behörden und Vereinen erleichtert. Koordiniert wird das Projekt von einem anerkannten Asylbewerber aus Syrien, der von einem Team Ehrenamtlicher unterstützt wird.

Vierter Preisträger ist die Bürgerstiftung für Jugend und Familie im Landkreis Lichtenfels für das Projekt "Länderübergreifende Begegnungen - Menschen, Kultur, Kulinarisches & Alltagshilfen". Das Projekt setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen. Im "Café der Begegnungen" trafen sich im Zeitraum von September 2015 bis Juli 2017 Einheimische und Migrantinnen und Mig-ranten, um sich auszutauschen. Ziel war es, bestehende Vorurteile abzubauen und ein Zeichen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu setzen. Das Nachfolgeformat "Kultur erleben" ist seit September 2017 am Start. Neben den nach wie vor lebendigen persönlichen Begegnungen werden vielfältige Aktivitäten angeboten, so zum Beispiel Tanz- und Musikveranstaltungen sowie Kochkurse. Praktische Alltagshilfen wie der Erwerb des "Mietführerscheins", eine Veranstaltung zum Thema "Verkehrssicherheit in Deutschland" oder Beratungsangebote sind ebenfalls Bestandteil des Projektes.

Die Regierung von Oberfranken lobt jährlich einen Integrationspreis für gelungene Integrationsarbeit aus. Mit dem Preis werden Initiativen ausgezeichnet, die sich erfolgreich dafür einsetzen, dass Zuwanderer in der Region Fuß fassen und mit der für sie fremden Kultur vertraut gemacht werden. Ziel ist es, die Integration dauerhaft bleibeberechtigter Personen zu fördern.

Autor

Redaktion
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
27. 11. 2018
17:38 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Aussiedler und Spätaussiedler Brücken Caritas Erziehungsprobleme Flüchtlinge Gerhard Eck Geschwister-Gummi-Stiftung Integration Kulturen Migranten Ortsteil Preisträger Wertorientierung
Bayreuth
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Sie helfen zugewanderten Frauen, im deutschen Alltag anzukommen. Unser Bild zeigt (von links) Mozna Kubriet, Elsbeth Oberhammer, Ikram Abed und Dr. Fatima Mansour-Drak.	Foto: Gabriele Föölsche

26.11.2018

Der Treff der ehrgeizigen Frauen

Die Geschwister-Gummi-Stiftung ist Träger des Integrationspreises der Regierung von Oberfranken. Gestern wurde in Bayreuth das Projekt "Frauen für Frauen" ausgezeichnet. » mehr

Sie hoffen, dass das neue Projekt "Forum für Bildung und Integration" auf reges Interesse bei den Kulmbacher Migranten stößt, (von links) Souzan Nicholson und Peter Müller von der Kommunalen Koordination der Bildungsangebote für Neuzugewanderte, Elsbeth Oberhammer, Leiterin des Familientreffs der Geschwister-Gummistiftung, und Ikram Abed von der Gruppe "Ehrgeizige Frauen" im Familientreff. Foto: Thomas Hampl

06.02.2019

Raus aus dem Schulmeister-Modus

Am 18. Februar startet in Kulmbach ein neues Projekt für Migranten. Es soll Zuwanderern helfen, sich in ihrer neuen Heimat besser zurechtzufinden. » mehr

Vom Kochkurs bis zur interreligiösen Andacht reicht das Programm der Interkulturellen Woche in Kulmbach. Das Programm stellte (vorne) Elsbeth Oberhammer gemeinsam mit (hinten von links) Pfarrerin Sigrun Wagner, Hedi Ströhlein, Arne Popperl und Manfred Ströhlein vor.	Foto: Gabriele Fölsche

10.09.2018

Multikulti zum Mitmachen

Kunst, Kino und Kulinarisches: Unter dem Slogan "Vielfalt verbindet" geht vom 21. September bis zum 13. Oktober die Interkulturelle Woche in Kulmbach über die Bühne. » mehr

Die Vorsitzende des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Bayreuth/ Kulmbach Oberbürgermeisterin der Stadt Bayreuth Brigitte Merk-Erbe, sowie die beiden Landräte Hermann Hübner (Bayreuth) und Klaus-Peter Söllner (Kulmbach), die drei Verbandsräte Manfred Huppmann (Wachleiter Rettungsdienst Malterhilfsdienst Waischenfeld), Stephan Unglaub (BGM Bischofsgrün), Frank Wilzok (3. BGM Kulmbach), Harald Burkhardt (Geschäftsführer Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Bayreuth/ Kulmbach) und Markus Ruckdeschel (Leiter Integrierte Leitstelle Bayreuth/Kulmbach) drückten am 07.12.2017 desn "roten Knopf" für die Inbetriebnahme des MoWAS-Systems und der Warn-App NINA im Leistellenbereich Bayreuth/Kulmbach.

08.12.2017

Katastrophenwarnung künftig via App

Die Rettungsleitstelle Bayreuth/Kulmbach hat ein neues Warnsystem und eine Warn-App namens "Nina" in Betrieb genommen. Die Verantwortlichen sprechen von einem Meilenstein der Alarmierung. » mehr

Bereichsleiter Henri Schulz von der Arbeitsagentur Bayreuth/Hof (links) geht in den Ruhestand. Sein Nachfolger ist Thomas Oetter. Foto: Udo Bartsch

11.07.2018

Stabwechsel bei der Arbeitsagentur

Bereichsleiter Henry Schulz nimmt Abschied. Er galt als "Brückenbauer". Sein Nachfolger ist Thomas Oetter. » mehr

Günther Pöhlmann (in schwarz) und seine Kollegen verhaften einen jungen Mann, der in einem unterschlagenen Auto auf der A9 Richtung Berlin unterwegs war.

15.06.2018

Verbrecherjagd mit 240 Sachen

Das Revier der Fahndungskontrollgruppe der Verkehrspolizei Bayreuth ist die A9 und die A70. Hier jagen die Beamten Waffenschieber, Drogendealer und illegale Einwanderer. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

"Let it beat" in der Hofer Freiheitshalle

"Let it beat" in der Hofer Freiheitshalle | 16.02.2019 Hof
» 41 Bilder ansehen

Black Base - Mens Night

Black Base - Mens Night | 16.02.2019 Hof
» 60 Bilder ansehen

Selber Wölfe-Eisbären Regensburg 3:2

Selber Wölfe -.Eisbären Regensburg 3:2 | 17.02.2019 Selb
» 48 Bilder ansehen

Autor

Redaktion

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
27. 11. 2018
17:38 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".