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Kulmbach

Chamäleon in Flaschen

Ihre kreative Ader haben die Schülerinnen und Schüler der Schule für Lebensmitteltechnik bewiesen. Einer der Hingucker: Ein Kuchen, der aussieht wie ein Hotdog.



Isabell Michl schmecken die Sweet Dogs
Isabell Michl schmecken die Sweet Dogs   » zu den Bildern

Kulmbach - Die Fachkräfte für Lebensmitteltechnik sind kreative Gourmets. Im letzten Jahr ihrer Ausbildung bekamen sie die Aufgabe, in kleinen Teams neue Produkte zu entwickeln. Jetzt präsentierten die Schüler die Speisen und Getränke ihren Eltern, Lehrern und Mitschülern in der Aula der Fachschule für Lebensmitteltechnik in der E.-C.-Baumannstraße.

Meaty’s, Chamäleon oder Mach Blau, gab es in der Schule als "Versuchela." Die jungen Männer und Frauen haben ein Jahr an den Produkten gearbeitet, die nach lebensmittelrechtlichen Vorgaben hergestellt und verpackt werden mussten. Das Team um Tomme Bräuer, Nico Grosser und Colin Walters kann heute Meaty’s präsentieren. Ein Fertigprodukt für die Mikrowelle. "Das sind herzhafte Kloßtaler mit Hackfleisch und einer Pilzsoße", erklärt Tomme Bräuer. Der 19-Jährige sagt, dass seine Gruppe eigentlich daran dachte, ein Würstchen mit dem Kloßteig zu umhüllen: "Doch die Bindung gelang uns nicht." So switchte die Gruppe um und nach längerem Tüfteln wurde 70 Prozent Kloßteig mit 30 Prozent Hack gemischt und mit Trockenhitze vorgegart.

Mit einem Backaufstrich wartet die Backgruppe auf. "Spread’n Bake", nennen sie ihre beiden Mixturen Turkish Edition Speef sowie Chees Love Edition Veggiecheese. "Wir haben eine Variante mit Fleisch und eine vegetarische entwickelt", sagt Dennis Lopez. Und verrät: "Das Haltbarmachen nach den Lebensmittelrecht ist eine Herausforderung." Der junge Mann freut sich heute über die gute Resonanz bei den Verkostern. "Wir haben ein Produkt entwickelt, das gelungen ist", sagt Lopez nicht ohne Stolz. Was ihm gut gefallen hat an der einjährigen Entwicklung von der Idee zum Lebensmittel, war der Teamgeist. "Wir sind durch dick und dünn gegangen."

Gegenüber hat die Gruppe aufgebaut, die "What The Farb" kreiert hat. Auf der Flasche ist zu lesen, dass der Verkoster sein "Blaues Wunder" erleben wird. Und tatsächlich: Nach Aufschrauben des Deckels färbt sich das Erfrischungsgetränk von blau in pink. Das Geheimnis hinter dem Chamäleon in Flaschen ist Ascorbinsäure, die den PH-Wert verändert, sagt Marcell Piontkowski, der das Getränk mitentwickelt hat. Als Grundstoff habe man Anchan Blautee, Wasser, anstatt Zucker kalorienarmen Xucker und natürliche Aromen verwendet. Geschmacksrichtungen sind Granatapfel-Limette und Cola.

"Sweat Dogs" werden einen Tisch weiter angeboten. Was aussieht wie ein Wienerwürstchen in einem Stück Semmel entpuppt sich als Kuchen. "Wir haben ein Milchbrötchen als Grundlage. Das Würstchen ist aus Schokoladenkuchenteig und ummantelt mit Lebensmittelfarbe in Würstchenrosa", erklärt Isabell Michl. Mit seiner Idee wollte das Team eine Marktlücke finden. Dann garniert Isabell Michl eine der Naschereien mit Erdbeer- und Mangosoße, was Ketchup und Senf mimt. Oben drauf noch Kiwigranulat und Haselnusskrokant, die Gurke und Röstzwiebeln darstellen. Dann beißt die junge Frau herzhaft in die Leckerei. Stolz ist die zwölf Mann starke Gruppe auf ihre süße Idee in herzhafter Form.

"Mach blau", ist der provokative Produktnahme eines Alkoholhaltigen Bier-Mixgetränk, in dem Bockbier und Blaubeersaft stecken. Die Mischung ist süffig und verführerisch. Die 4,6 Prozent Alkohol merkt man durch die Süße kaum. Während ihrer der Präsentation erhielten die angehenden Lebensmitteltechniker viel Lob für ihre Kreationen.

Autor

Gabriele Fölsche
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
14. 04. 2019
17:00 Uhr

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Gabriele Fölsche

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Veröffentlicht am:
14. 04. 2019
17:00 Uhr



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