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Kulmbach

Dank an einen großen Förderer

Im Kulmbacher Stadtpark erinnert ein Denkmal an Hans Planck. Der wohlhabende Junggeselle hatte die Stadt als seinen Haupterben eingesetzt.



Ein Ausschnitt aus dem Denkmal für Hans Planck.
Ein Ausschnitt aus dem Denkmal für Hans Planck.   » zu den Bildern

Kulmbach - Ein Mann, der seiner Heimatstadt Kulmbach auch nach seinem Tod diente, war Hans Planck, der von 1828 bis 1899 lebte. Die Geschichte der Familie Planck geht bis in das 17. Jahrhundert zurück. Erstmals erwähnt wurde sie um das Jahr 1650. Die Eltern von Hans Planck waren Andreas und Magdalena Planck. Im Rahmen seiner Ausbildung hielt sich Hans Planck lange in Wien auf, weil er sich über einfältige Gerüchte geärgert hatte, die über ihn in Kulmbach verbreitet wurden. Wann er nach Kulmbach zurück kam, ist nicht genau bekannt.

Der junge Hans Planck wurde Bäckermeister und später auch Brauereibesitzer. Im Jahre 1856 ist er auf jeden Fall schon Besitzer mehrerer Häuser und Besitzer von Brau- und Mulzhäusern, die sich im Bereich Spitalgasse, Sutte und Fischergasse befanden.

Planck blieb Junggeselle, und auch nach seinem Tod blieb er seiner Heimatstadt als großer Wohltäter verbunden. Er setzte die Stadt Kulmbach als Haupterben ein. Unter den trauernden Hinterbliebenen befanden sich seine Schwester und sein Neffe. Dieser focht das Testament an, musste aber vor Gericht eine Niederlage einstecken. Mit Hilfe seines Nachlasses in Höhe von 120 000 Mark konnte die Stadt Kulmbach an der Ecke Grabenstraße/Buchbindergasse das Planck’sche Volksbad bauen, das später als Luitpoldmuseum und Feuerwehrhalle genutzt wurde. Auch der Stadtpark wurde mit Hilfe seiner großzügigen Zuwendung durch den Stadtgärtner Wilhelm Kühn neu gestaltet. Bedacht wurden von Hans Planck auch der Tierschutz und die Feuerwehr.

Er verfügte, dass ein Teil seines Vermögens für seine Gruft und für ein Denkmal Verwendung finden sollte.

Dieses Jugendstil-Denkmal wurde 1913 im Stadtpark, in der Ecke Auf der Draht/Hardenbergstraße errichtet. Als Kosten wurden 1400 Mark erwähnt. Die früher vorhandene steinerne Sitzgruppe wurde durch grüne Holzbänke ersetzt. Der Gedenkstein trägt die Inschrift:

Zur Erinnerung an

Hans Planck sen.,

den Förderer dieser Anlagen.

Gest. 16. Juni 1899

Anmerkung: Hans Planck verstarb jedoch am Nachmittag des 26. Juni 1899 in dem Anwesen Fischergasse 321. Der 16. Juni 1899 war der Tag, an dem das Testament gefertigt wurde. Das Grabmal von Hans Planck im neuen Friedhof befindet sich wenige Meter rechts vom Haupteingang. Den Entwurf dazu fertigte der Nürnberger Oberbaurat von Cramer. Die Steinmetzarbeiten übernahmen der Kulmbacher Hans Herold und Philipp Kittler aus Nürnberg. Mit dem Anbringen des Bronzegusses der figürlichen Relieffüllung des Porträt-Medaillons von Hans Planck und der beiden Vasen mit Kränzen und Bändern erfolgte im Juni 1902 die Fertigstellung der Grabanlage. Eine Straße in der Nähe zum Caspar-Vischer-Gymnasium wurde nach Hans Planck benannt.

Autor

Erich, Marcus Olbrich
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Veröffentlicht am:
11. 06. 2019
17:28 Uhr

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Erich, Marcus Olbrich

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Veröffentlicht am:
11. 06. 2019
17:28 Uhr



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