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Kulmbach

Das Ehepaar des Baus in Oberfranken

38 Jahre lang haben Heinz und Hannelore Vogel ihre Unternehmen geführt. Jetzt übergaben sie ihre Firma an Tochter Heike und Christian Gack.



Gleich mehrere Gründe zum Feiern gab es bei der Firma Vogel Bau am Freitag. Unser Bild zeigt (von links) Kulmbachs zweiten Bürgermeister Dr. Ralf Hartnack, Heike Vogel, Christian Gack, Harald Pensel, Patrick Schoninger, Benjamin Schoninger, Wolfgang Fichtner, Kreishandwerksmeister Günther Stenglein, Gerhard Weith, Holger Lenz, den Präsidenten der Handwerkskammer für Oberfranken, Thomas Zimmer, den Geschäftsführer der Bauinnung Kulmbach, Reinhard Bauer, Hannelore Vogel, Landrat Klaus Peter Söllner, Heinz Vogel und stellvertretenden Landrat Jörg Kunstmann. Foto: Rainer Unger
Gleich mehrere Gründe zum Feiern gab es bei der Firma Vogel Bau am Freitag. Unser Bild zeigt (von links) Kulmbachs zweiten Bürgermeister Dr. Ralf Hartnack, Heike Vogel, Christian Gack, Harald Pensel, Patrick Schoninger, Benjamin Schoninger, Wolfgang Fichtner, Kreishandwerksmeister Günther Stenglein, Gerhard Weith, Holger Lenz, den Präsidenten der Handwerkskammer für Oberfranken, Thomas Zimmer, den Geschäftsführer der Bauinnung Kulmbach, Reinhard Bauer, Hannelore Vogel, Landrat Klaus Peter Söllner, Heinz Vogel und stellvertretenden Landrat Jörg Kunstmann. Foto: Rainer Unger  

Kulmbach - Gleich mehrere Gründe zum Feiern hat es am Freitagabend bei einer Veranstaltung des Unternehmens Vogel Bau im Saal des Mönchshof-Bräuhauses. Seit 70 Jahren gibt es den Betrieb. Heinz Vogel, der die Firma seit 1980 zusammen mit seiner Ehefrau Hannelore geführt hatte, übergab die Geschäftsleitung an Tochter Heike Vogel und an Christian Gack. Zugleich wurde er an diesem Abend in den Ruhestand verabschiedet. Zudem stand die Ehrung sechs langjähriger Mitarbeiter auf dem Programm.

Der Präsident der Handwerkskammer für Oberfranken, Thomas Zimmer, erinnerte daran, dass Hans Vogel 1948 als frisch gebackener Meister des Maurerhandwerks den Betrieb in Unterzettlitz gegründet hatte. Nach seiner Maurerlehre und dem Studium zum Diplom-Ingenieur übernahm Sohn Heinz mit Ehefrau Hannelore die Firma 1980. Als Bauunternehmer habe man es nicht immer leicht. Eine wichtige Komponente des Erfolgs des Unternehmens ist es aber, dass Heinz Vogel stets mit der Zeit ging, immer bewiesen habe, dass er kreativ und innovativ ist und dass er Herausforderungen annahm. Dabei vergaß er Werte wie Beständigkeit und Tradition nicht. Ideal sei es, dass er die Firma nun an Tochter Heike und an Christian Gack übergeben kann. Dies zeige, dass er alles richtig gemacht habe. Ein 70-jähriges Bestehen zu feiern, sei etwas ganz Besonderes, gerade wenn man betrachte, dass die Hälfte aller Unternehmen nach zehn Jahren aufhöre.

Schon vor 20 Jahren habe Heinz Vogel Zimmer erkannt, dass Menschen, die bauen oder sanieren, dabei möglichst wenig Stress haben wollen. Er habe daher die Gesellschaft Hand-in-Hand-Werker gegründet, in der acht Betriebe vom Maler bis zum Dachdecker zusammengeschlossen sind, die alle Arbeiten gemeinsam ausführen. Ehefrau Hannelore habe stets das richtige Gespür gehabt, was die Kundenwünsche und auch die kaufmännischen Belange betrifft. Damit das Handwerk attraktiv bleibt, sei es ganz wichtig, einen Grundstein für junge Leute zu legen und dies wurde bei Vogel Bau stets befolgt: 84 Auszubildende habe der Betrieb seit seiner Gründung eingestellt. Zimmer hob hervor, dass sich Heinz Vogel stets ehrenamtlich engagierte, so fungierte er unter anderem als Obermeister der Bauinnung und als Kreishandwerksmeister.

Kreishandwerksmeister Günther Stenglein bezeichnete Heinz und Hannelore Vogel als "das Ehepaar des Baus des oberfränkischen Handwerks". Heike Vogel als Betriebswirtin des Handwerks und Christian Gack mit seinem abgeschlossenen Ingenieur-Studium brächten die besten Voraussetzungen mit, um den Betrieb mit seinen 22 Mitarbeitern mit Schwung in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

Zusammen mit Thomas Zimmer, dem Obermeister der Bauinnung Kulmbach, Johannes Popp, und deren Geschäftsführer Reinhard Bauer überreichte Günther Stenglein die Urkunde für das 70-jährige Bestehen.
Kulmbachs zweiter Bürgermeister Dr. Ralf Hartnack sagte, ausschlaggebend für den Erfolg des Unternehmens in einer nicht einfachen Branche waren neben dem Engagement und der Arbeit von Heinz und Hannelore Vogel eine Vielzahl gut ausgebildeter und fleißiger Mitarbeiter. Wenn der "Kapitän" nun in den Ruhestand gehe, könne er stolz auf das Geleistete sein. Er überlasse ein gut bestelltes Haus und bestens gewappnete und engagierte Nachfolger. Über 30 Jahre war die Firma für die Stadt und die Stadtwerke tätig. Heinz Vogel habe in Kulmbach Geschichte geschrieben. Auch Hartnack verwies auf die Bedeutung, stets junge Leute auszubilden. Dass die Mitarbeiter dem Unternehmen so lange die Treue halten, zeige den Zusammenhalt und den guten Teamgeist im Betrieb.

Landrat Klaus Peter Söllner betonte, die Firma Vogel Bau genieße einen hervorragenden Ruf in der gesamten Region und stehe für herausragende Qualität und für Handwerkskunst im besten Sinne des Wortes. Der Erfolg sei Heinz Vogel aber nicht in den Schoß gefallen, er habe dafür stets hart gearbeitet. Er habe Flexibilität an den Tag gelegt, stets nach neuen Wegen gesucht und sei dabei immer zukunftsorientiert gewesen. In seine ehrenamtliche Tätigkeit habe er seine umfangreiche Sachkenntnis eingebracht.

Heike Vogel lobte die multifunktionalen Mitarbeiter, die mehr als nur einen Fachbereich beherrschen. Zusammen mit Christian Gack und den Funktionären zeichnete sie Patrick Schoninger, Benjamin Schoninger und Harald Pensel für zehnjährige Zugehörigkeit zum Betrieb aus, Holger Lenz für 20-jährige und Gerhard Weith für 30-jährige. Als eine der Säulen der Firma, die sie mit trägt und geprägt habe, bezeichnete sie Wolfgang Fichtner. Er erhielt eine Urkunde für 40-jährige Tätigkeit bei der Firma Vogel.

Seitens der Belegschaft überreichte Kurt Lanzendörfer, einst erster Lehrling von Heinz und Hannelore Vogel, an das Ehepaar einen Gutschein für einen Wochenend-Urlaub.

Heinz Vogel dankte abschließend seinem Team, auf das er sich jederzeit verlassen konnte und das an jedem Projekt mit voller Kraft gearbeitet habe. Er freute sich, dass die Firma als Familienunternehmen weitergeführt werde. "Eine bessere Lösung hätten wir nicht finden können", meinte er, an seine Nachfolger gewandt.

Eine bessere Lösung hätten wir nicht finden können.


zitat

Heinz Vogel


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Rainer Unger
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Veröffentlicht am:
23. 12. 2018
16:46 Uhr

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Rainer Unger

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Veröffentlicht am:
23. 12. 2018
16:46 Uhr



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