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Kulmbach

Das neue JUZ nimmt Formen an

Die Räume sind nach der Renovierung kaum wiederzuerkennen. Rund 150 000 Euro hat es gekostet, aus der alten Bahnhofswirtschaft das neue Jugendzentrum zu machen.



Hell und freundlich ist das "Bockela" jetzt. Vom Stand der nahezu abgeschlossenen Renovierungsarbeiten für das neue Kulmbacher Jugendzentrum haben sich OB Henry Schramm sowie Matthias Schmidt, Uwe Angermann und Simon Ries von der Stadt Kulmbach überzeugt. Im April kann der Umzug beginnen.
Hell und freundlich ist das "Bockela" jetzt. Vom Stand der nahezu abgeschlossenen Renovierungsarbeiten für das neue Kulmbacher Jugendzentrum haben sich OB Henry Schramm sowie Matthias Schmidt, Uwe Angermann und Simon Ries von der Stadt Kulmbach überzeugt. Im April kann der Umzug beginnen.   » zu den Bildern

Kulmbach - Die allerletzten Feinarbeiten laufen noch. Aber es dauert nicht mehr lang, dann kann die Stadt Kulmbach die in Rekordzeit renovierten Räume der ehemaligen Bahnhofsgaststätte an die Betreiber des Jugendzentrums übergeben. Erst Ende September 2018 war beschlossen worden, dem "Bockela" den Vorzug zu geben. Schon im April, sagt Oberbürgermeister Henry Schramm, kann der Umzug aus der alten Spinnerei stattfinden. Weil die Renovierungsarbeiten in der alten Spinnerei den Verbleib des JUZ unmöglich gemacht hatte, musste ein neuer Standort gefunden werden. Das längst geschlossene "Bockela" im Bahnhof hat sich als idealer Standort erwiesen. Nach der Renovierung kommen die Räume mit einer Gesamtfläche von rund 400 Quadratmeter auf zwei Etagen jetzt hell und freundlich daher. Mehr als 110 000 Euro hat es bisher gekostet, das neue JUZ herzurichten. Rund 150 000 Euro werden insgesamt.

Es ist kaum mehr ein Stein auf dem anderen geblieben. Die gesamte Elektroinstallation wurde erneuert und an die Anforderungen des JUZ angepasst. Bäder mussten entfernt, die alten Möbel entsorgt werden. Neue Bodenbeläge wurden verlegt und die beiden WC-Anlagen komplett erneuert. Auch an der Heizung haben heimische Handwerksbetriebe gearbeitet. Allein für Maler-, Beschichtungsarbeiten, Putz und Trockenbau hat die Stadt nach Vorgaben und Absprachen mit dem Kreisjugendring fast 60 000 Euro ausgegeben. Wenn das JUZ in Kürze einzieht, werden die Räume gründlich gereinigt und mit völlig neuer Optik übergeben. Auch die Bahn als Eigentümer des Gebäudes hat in einen verbesserten Brandschutz investiert.

OB Henry Schramm hat zusammen mit Uwe Angermann, Simon Ries und Matthias Schmidt von der Kulmbacher Stadtverwaltung das künftige Jugendzentrum besucht, als gerade die allerletzten Arbeiten liefen. "Wenn ich das so sehe, freue ich mich sehr, wie schön das alles geworden ist." Beeindruckt zeigt sich der Kulmbacher OB von der Großzügigkeit der Räume. Das erkennt man jetzt, nachdem die alten Wirtshausmöbel entfernt und die Wände hell und freundlich gestrichen sind. "Hier ist bis hin zu den neuen Toilettenanlagen wirklich viel neu gestaltet worden." Für Henry Schramm steht das Fazit jetzt schon fest, auch wenn das neue JUZ noch nicht eingerichtet ist: "Letztendlich ist das eine sehr gute Alternative zur alten Spinnerei. Das JUZ ist weiterhin zentral in der Stadt gelegen und durch die unmittelbare Nähe zum Busbahnhof und dem Bahnhof leicht zu erreichen." Der OB ist zuversichtlich, dass das Jugendzentrum auch künftig gut angenommen werden wird. "Es vermittelt einen heimeligen Charakter. Mit 400 Quadratmetern über zwei Stockwerke ist es auch groß genug. Das sind Verhältnisse, die man sonst in Oberfranken suchen muss."

Wenn alles endgültig fertig ist, plant Schramm einen Tag der offenen Tür, bei dem sich die Kulmbacher selbst ein Bild von den neuen Räumen machen können. "Wir betreiben das Jugendzentrum in enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis Kulmbach. Ich gehe davon aus, dass Landrat Klaus Peter Söllner genau wie mir daran gelegen ist, dass wir das Projekt der Öffentlichkeit vorstellen. Ich denke, ein Tag der offenen Tür, an dem jeder, der Interesse hat, selbst sehen kann, was hier geschaffen wurde, ist genau das Richtige." Das JUZ mit neuen Räumen ist aber nur einer der Schritte, die Henry Schramm im Bereich der Jugendarbeit in Kulmbach verwirklichen will. Nach wie vor steht das Projekt der "aufsuchenden Jugendarbeit" auf der Agenda. Seit längerem schon ist im Gespräch, einen Sozialarbeiter zu beschäftigen, der dorthin geht, wo es in Kulmbach "Brennpunkte" gibt, der junge Leute anspricht. "Wir halten das für absolut erforderlich", betont der OB. "Wir müssen uns vor allem um die Jugendlichen kümmern, die große Probleme haben, sei es durch Drogen, Alkohol oder andere Einflüsse. Deshalb ist es notwendig, dass wir jemanden haben, der auf die Jugendlichen zugeht und sich um sie kümmert. Gerade diese Personengruppe kommt ja nicht ins Jugendzentrum und war so auch nicht erwünscht. Aber diese jungen Leute sind vorhanden. Das kann man nicht wegdiskutieren, und auch für sie müssen wir etwas tun." Simon Ries, Büroleiter des OB, ergänzt, dass der Stadtrat eine Verknüpfung zwischen JUZ und der aufsuchenden Jugendarbeit herzustellen. Der Kreisjugendring habe aber betont, dass eine solche Verknüpfung schwierig sei. Ries kündigt an: "Wir werden zeitnah dem Stadtrat einen Vorschlag vorlegen, wie man das am besten umsetzen kann." Ries kündigt an, das mit einem Träger aus dem Wohlfahrtsbereich umzusetzen, mit dem die Stadt bislang auch schon zusammenarbeitet.

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Melitta Burger
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Veröffentlicht am:
31. 03. 2019
17:12 Uhr

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31. 03. 2019
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