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Kulmbach

Dem Anglerglück auf die Sprünge helfen

Beim Kulmbacher Bezirksfischereiverein haben Kinder sich erstmals im Auswerfen einer Angel geübt. Der Verein bietet inzwischen sogar Lehrgänge vor Ort an.



Der erfahrene Angler Richard Schmidtmeier erklärt Konstantin die Angelrolle, die eine Kurbel hat, mit der die Angelschnur eingeholt wird. Fotos: Chiara Riedel
Der erfahrene Angler Richard Schmidtmeier erklärt Konstantin die Angelrolle, die eine Kurbel hat, mit der die Angelschnur eingeholt wird. Fotos: Chiara Riedel   » zu den Bildern

Kulmbach - An der Holzwand des Vereinsheims im Naherholungsgebiet Oberauhof hängen dicke Fische - vom Hecht bis zum Zander. Es ist warm und riecht nach Holz, nicht etwa nach Fisch, denn die Fische sind Nachbildungen. In einer Ecke glänzen Pokale. Elf Kinder sind zum "Schnupperfischen" gekommen. Die Ferienaktion soll die Kinder fürs Angeln begeistern. Sie sitzen an Tischen, vor jedem einzelnen liegen Block und Stift bereit. Frank Podhorn, der Vorsitzende des Bezirksfischereivereins Kulmbach, zeigt ihnen die verschiedenen heimischen Fische. Es ist ganz ruhig, ein blondes Mädchen macht sich eifrig Notizen. Die anderen blicken gebannt auf die Bilder der Fische, die auf dem Beamer auftauchen: Aal, Äsche, Barbe, Barsch und Wels. "Wir geben im Jahr 33 000 Euro aus, um kleine Fische in unsere Gewässer einzusetzen", sagt Podhorn.

Der Bezirksfischerei Verein Kulmbach ist der drittgrößte Verein Oberfrankens. Er zählt 800 Mitglieder, 50 davon sind Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren. Die Jugendarbeit des Vereins zahlt sich aus, der Nachwuchs kommt nach und nach. Manchmal wollen Kinder, die die Angel noch gar nicht halten können, schon lernen, wie man Fische fängt.

Ab dem Alter von zehn Jahren können die Kinder in Begleitung eines Erwachsenen, der einen Angelschein hat, angeln. Eine Prüfung brauchen sie dazu nicht. Die Jungangler lassen sich lediglich bei der Gemeindeverwaltung den Jugendfischereischein ausstellen. Mit zwölf Jahren können sie dann die Prüfung zum Vollschein machen. Vorher müssen sie einen theoretischen und praktischen Lehrgang durchlaufen. Mit vierzehn Jahren dürfen sie dann schließlich alleine angeln. Der Vorbereitungslehrgang wird vom Bezirksfischereiverein angeboten und kann auf dem Vereinsgelände absolviert werden.

Um Theorie und Praxis ging es auch bei der Ferienpassaktion. Nach der kurzen Einweisung im Vereinsheim ging es an den Viereckssee. Auf dem Trockenen übten die Kinder in kleinen Gruppen die verschiedenen Arten des Angelauswerfens: Pendelauswurf, Überkopfauswerfen und seitliches Auswerfen. Einige der Jungs wollten die Angel gar nicht mehr aus der Hand geben. Beim Auswerfen der Angel in den See stellten sich einige als Naturtalente heraus. Als es dann zu regnen beginnt, beweisen die Kinder, dass sie keine sogenannten Schönwetterangler sind. Vielleicht bekommt der Bezirksfischereiverein ja schon bald Zuwachs.

Autor

Chiara Riedel
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Veröffentlicht am:
12. 09. 2018
18:30 Uhr

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Chiara Riedel

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12. 09. 2018
18:30 Uhr



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