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Kulmbach

Der "dickste" Haushalt aller Zeiten

Der Gemeinderat von Ludwigschorgast hat den Etat für das Jahr 2019 verabschiedet. Größtes Projekt ist der Anbau an die Kindertagesstätte.



Bereits in der nächsten Woche soll die Ausschreibung für den Anbau (links im Bild) an die Kindertagesstätte in Ludwigschorgast beginnen. Der Anbau ist das teuerste Projekt der Gemeinde in diesem Jahr.	Grafik: Architekturbüro Kestel/Kulmbach
Bereits in der nächsten Woche soll die Ausschreibung für den Anbau (links im Bild) an die Kindertagesstätte in Ludwigschorgast beginnen. Der Anbau ist das teuerste Projekt der Gemeinde in diesem Jahr. Grafik: Architekturbüro Kestel/Kulmbach  

Ludwigschorgast - Der Gemeinderat Ludwigschorgast hat am Dienstag den größten Haushalt bislang überhaupt verabschiedet. Der Verwaltungshaushalt umfasst in Ein- und Ausgaben 1,6 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt 2,2 Millionen Euro. Davon sind alleine 1,2 Millionen Euro für den Anbau an die Kindertagesstätte eingeplant, wie Kämmerer Harald Kleiber mitteilte.

In Sachen Kindertages stätte hatte Gitta Kestel vom gleichnamigen Architekturbüro in Kulmbach zu Beginn der Sitzung den aktuellen Planungsstand für den vorgesehenen Erweiterungsbau der Kindertagesstätte St. Elisabeth vorgestellt. Der Plan enthält einige Detailänderungen wie die Stellung des Gebäudes sowie die Neugestaltung der Spielmöglichkeiten und der Grünanlage. Die voraussichtlichen Kosten sind mit 1,44 Millionen Euro angesetzt. Das Ratsgremium zeigte sich mit Plänen zufrieden, und Gitta Kestel sagte: "Die Leitplanung ist fertig. Wir werden nächste Woche mit der Ausschreibung beginnen."

"Wir haben alles eingeplant, was kommen könnte", sagte Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani hinsichtlich des Haushalts, der ebenso wie die Finanzplanung bis zum Jahr 2022 einstimmig beschlossen wurde.

VG-Kämmerer Harald Kleiber erläuterte den Haushalt im Detail. Die Haupteinnahmen des Verwaltungsetats 2019 sind die Grundsteuern mit 80 000 Euro, die Gewerbesteuer mit 100 000 Euro, die Einkommensteuerbeteiligung mit 555 000 Euro, der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer mit 13 500 Euro, die Schlüsselzuweisungen mit 393 000 Euro, die Einkommensteuer-Ersatzleistungen (37 700 Euro), Verwaltungs- und Benutzungsgebühren (141 000 Euro), die Konzessionsabgabe (23 000 Euro), Mieten und Pachten (49 900 Euro) sowie Zuschüsse und Zuweisungen (145 200 Euro).

Bei den Ausgaben schlagen zu Buche: Personalkosten (161 500 Euro, sachliche Verwaltungs- und Betriebskosten (155 500 Euro), Schulverbandsumlagen (76 100 Euro), die Umlage an den Abwasserzweckverband (82 000 Euro), Zuweisungen (237 000 Euro), Zinsausgaben (15 600 Euro), die Gewerbesteuerumlage (22 000 Euro), die Kreisumlage (386 400 Euro), die VG-Umlage (181 000 Euro) und die Zuführung zum Vermögenshaushalt (239 000 Euro). Die Schulden des Marktes werden sich zum Jahresende auf 1,15 Millionen Euro belaufen, die Rücklagen betragen 19 600 Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung bei 971 Einwohnern beträgt 743 Euro.

Die größten Einnahmen im Vermögenshaushalt sind Zuschüsse wie je 45 000 Euro für den Breitbandausbau der Schule und KIP-S Schule, 350 000 Euro für die Kindertagesstätte, 100 000 Euro aus der NordbayernOffensive, 126 500 Euro Investitionspauschale, 510 500 Euro Schuldenaufnahme, 727 200 Euro Rücklagenentnahme (Sollüberschuss 2018) und Zuführung vom Verwaltungshaushalt 239 000 Euro.

An Ausgaben schlagen zu Buche: 50 000 Euro Breitbandausbau Schule, 55000 Euro KIP-S Schule, 1,2 Millionen Euro Kindertagesstätte, 200 000 Euro Projekt Am Endelsbach, 40 000 Euro Erneuerung/Umbau Abwasseranlage, 15 500 Euro Kanalkataster, 20 000 Euro Kanalbefahrung, 20 000 Euro Wasserrechtliche Genehmigung, 145 000 Euro Umbau Kreuzung B 303 und Kanalsanierung "Am Bahnhof", 15 000 Euro Salzstreuer, 100 000 Euro Grundstücke/bauliche Anlagen, 150 000 Euro Grunderwerb/Planung Baugebiet, 10 000 Euro VG-Investitionsumlage und 77 000 Euro Tilgungen.

Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani sprach von deutlichen Steigerungen bei der Gewerbesteuer und der Einkommensteuerbeteiligung. Sie bedankte sich bei Kämmerer Harald Kleiber für die Ausarbeitung des Haushaltes 2019. Der Bescheid für die KIP-S-Förderung ist da, und das Projekt am Endelsbach werde sich über zwei Haushaltsjahre hinziehen, sagte Leither-Bisani. "Wir haben uns die Entscheidungen nicht leicht gemacht, doch wir müssen in den Ort viel zum Wohl der Einwohner investieren. Wenn nicht jetzt, wann dann?" betonte CSU-Gemeinderätin Daniela Wagner.

"Der Verwaltungsetat ist nahezu identisch mit dem Vorjahr. Im Vermögenshaushalt ist die Kindertagesstätte der dickste Brocken. Dazu kommen die Neuausweisung eines Baugebietes und die Verbesserung der Infrastruktur. Alles sind zukunftsweisende Entscheidungen, und die Vereine kriegen weiterhin ihre Unterstützungen", sagte SPD-Fraktionssprecher Tobias Braunersreuther. Und sein Kollege Klaus-Peter Kugler fügte hinzu: "Es gilt, jetzt in die Zukunft zu investieren."

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Klaus-Peter Wulf

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Veröffentlicht am:
29. 03. 2019
16:16 Uhr

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Klaus-Peter Wulf

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29. 03. 2019
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