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Kulmbach

Der neueste Hit der "Arche Noah"

Vom Riesen und einem Wunder: Die Theatergruppe des Kinderhauses in Marktleugast spielt sich mit einem Oscar- Wilde-Stück in die Herzen der Zuschauer.



Das Publikum klatscht im Rhythmus, als das Spiel mit dem beliebten Flummi-Tanz endet. Fotos: Margret Schoberth
Das Publikum klatscht im Rhythmus, als das Spiel mit dem beliebten Flummi-Tanz endet. Fotos: Margret Schoberth   » zu den Bildern

Marktleugast - Im vergangenen Jahr hat die "Arche Noah" für ihr Umwelttheater von Staatsministerin Kerstin Schreyer "Drei Raben" und den Titel "Ökokids" erhalten - eine hohe pädagogische Auszeichnung. Das neue Stück "Als die Sonne nicht mehr kam" der Theatergruppe ist wiederum umweltbewusst und witzig. Es folgt der Erzählung "Der selbstsüchtige Riese" von Oscar Wilde, bearbeitet von Bernd Klaus Jerowke.

Darin geht um einen hartherzigen Riesen, der Kinder in seinem Gartenparadies nicht ertragen kann. Als er sie vertreibt, bricht ein Winter herein, der schier kein Ende nehmen will. Eines Tages hört der Riese das Weinen eines Kindes im verschneiten Park. Es ist blind und ganz allein. Der Riese hat Mitleid und hilft dem Kind, das jedoch auf einmal verschwunden ist, nur seine Stimme klingt nach: "Ich gehe dorthin, wo man mich braucht."

Wer dieses geheimnisvolle Wesen ist, bleibt offen: Ein Engel? Oder, in psychologischer Deutung, das innere Kind des Riesen? Alles ändert sich, weil er auf die Stimme seines Herzens hört. Von nun an sind Kinder im Park willkommen. Ein neuer Frühling zieht ein.

Das Stück ist kindgerecht aufgebaut. Eine Erzählerin, die Viertklässlerin Stella, liest gekonnt vor, was geschieht, und die Kinder zeigen das auf der Bühne. Herrlich frei sind sie dabei, mal spielen sie Naturgeister mit farbenfrohen selbstgebastelten Requisiten, mal erstürmen sie mit riesigen Schulranzen die Bühne, singen, tanzen und sprechen mit dem Riesen, bis der endlich aus seinem Egoismus auftaut. Mit einfachsten Mitteln erzeugen die Kinder das Heulen des Windes und Toben eines Gewitters. Einen weißen Schleier, den sie über die Bühne ziehen, begräbt den Garten unter Schnee und Eis. Obwohl der Riese viel Text lernen musste, wollten ihn gleich zwei der Vorschulkinder spielen, und beide kamen zum Zug: Julien und Franz wechselten sich bei den drei gut besuchten Aufführungen ab.

Der Umweltpädagogin Kerstin Sosniok gelingt meditatives und gleichermaßen fröhliches "Theater der Sinne". Düfte von natürlichen Ölen durchwehen den Raum und die jungen Schauspieler bieten ihrem Publikum frische Früchte an. Klänge aus Vivaldis "Vier Jahreszeiten" und Lieder, die die Kinder singen, zaubern Atmosphäre. Ein fetziger Tanz am Ende löst die Spannung der Kinder und die Zuschauer spenden reichlich Applaus.

Autor

Margret Schoberth
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Veröffentlicht am:
17. 05. 2019
17:36 Uhr

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Margret Schoberth

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Veröffentlicht am:
17. 05. 2019
17:36 Uhr



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