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Kulmbach

Die Arbeiterwohlfahrt sagt Danke

Kreisvorsitzende Inge Aures verweist beim Ehrenabend für treue Mitarbeiter auf die prekäre Situation in der Pflege. Sie richtet aber auch den Blick nach vorne.



Etliche Männer und Frauen hat die Arbeiterwohlfahrt für 45, 35 und 25 Jahre Mitarbeit geehrt. Unser Bild zeigt sie zusammen mit Kreisvorsitzender Inge Aures (vorne, Dritte von rechts) und den anderen Verantwortlichen der Arbeiterwohlfahrt.	Fotos: Werner Reißaus
Etliche Männer und Frauen hat die Arbeiterwohlfahrt für 45, 35 und 25 Jahre Mitarbeit geehrt. Unser Bild zeigt sie zusammen mit Kreisvorsitzender Inge Aures (vorne, Dritte von rechts) und den anderen Verantwortlichen der Arbeiterwohlfahrt. Fotos: Werner Reißaus   » zu den Bildern

Kulmbach - Einmal im Jahr - in der Regel in der Adventszeit - ehrt beziehungsweise verabschiedet der Kreisverband Kulmbach der Arbeiterwohlfahrt (AWO) langjährige Mitarbeiter. Dies geschah kürzlich in der Begegnungsstätte "Siedlerglück" des Heiner-Stenglein-Senioren- und Pflegeheims am Rasen. Die Laudationes für die Arbeitsjubilare und die neuen Ruheständler hielt wie immer AWO-Ehrenvorsitzender Oskar Schmidt. Die wieder gewählte AWO-Kreisvorsitzende Inge Aures verwies bei dieser Gelegenheit darauf, dass der AWO-Kreisverband nach dem Klinikum Kulmbach mit derzeit 801 Personen der zweitgrößte Arbeitgeber im sozialen Bereich im Landkreis sei.

Arbeitsjubilare

45 Jahre: Sonja Behringer-Ramming. 35 Jahre: Monika Hagen, Doris Schaller, Inge Dippold, Matthias Hoderlein, Maria Pittroff. 25 Jahre: Rita Stöcker, Stefan Zimmerer, Silvia Müller, Valentina Zitz, Sonja Thamm, Theresa Nitsch, Anja Vogel, Tanja Zehe, Sonja Kretschmer, Inge Engelbrecht, Sonja Moritz, Ingrid Wagner, Gudrun Hetz.


Aures begrüßte zu der Ehrung auch die Hauptgeschäftsführerin Birgit Vogel und die neue Personalchefin Sibylle Wulf. Sie lobte das gute Miteinander unter den Mitarbeitern und gab zugleich einen kurzen Überblick über die Arbeit der AWO im zurückliegenden Jahr. Die Begegnungsstätte "Siedlerglück" wurde nach den umfangreichen Umbau- und Sanierungsarbeiten bereits vor einem Jahr wieder bezogen. Derzeit werden dort 21 Stellplätze errichtet, die die prekäre Parksituation künftig entspannen werden. "Inzwischen ist das Haus auch fast voll, und wir würden es auch sehr gut voll bekommen, wenn wir die Pflegekräfte hätten, die wir brauchen", sagte Aures.

Das sei ein Problem, das nicht nur die Arbeiterwohlfahrt habe. Auch das Rote Kreuz, die Diakonie und die Caritas, also alle Träger von Altenheimen, hätten das Problem, dass sie Nachwuchskräfte oder Seiteneinsteiger brauchen, um letzten Endes die Pflege sicherzustellen. "Deshalb sind wir unseren Mitarbeitern sehr, sehr dankbar, denn die AWO ist nur das wert, was ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen leisten", betonte die Kreisvorsitzende. "Ohne die wertvolle Arbeit, die von ihnen allen geleistet wird, ob es jetzt in der Kindertagesstätte oder im Altenheim ist, jeder an seinem Platz bringt sich voll ein.

Wie Aures weiter ausführte, wird es immer schwieriger, Pflegekräfte zu finden. "Wir sind deshalb sehr dankbar, wenn uns auch hin und wieder Senioren und Seniorinnen unterstützen und in die Bresche springen, um uns letzten Endes helfen, die tägliche Arbeit zu leisten." Die Arbeiterwohlfahrt nehme aber nicht Pflegekräfte um jeden Preis. Es müsse eine gewisse Empathie für diesen sozialen Beruf da sein.

Der AWO-Kreisverband hat Aures zufolge im vorigen Jahr auch den Kindergarten der Stadt Kupferberg mit übernommen. Derzeit liefen die Gespräche mit der Tagespflege in Trebgast. AWO-Kreisvorsitzende Aures dazu: "Wir werden dort im nächsten Jahr die Tagespflege mit zwölf bis vierzehn Plätzen übernehmen." In Trebgast werde der alte Bahnhof auf Kosten der Gemeinde und mit Hilfe staatlicher Förderung saniert. Der Bahnhof werde an die AWO vermietet. Sie werde die Betriebsträgerschaft für die Tagespflege übernehmen. Es werde ja immer schwieriger für die Angehörigen, die arbeiten müssen, aber ihre Eltern oder Großeltern daheim behalten wollen. Deshalb sei die Tagespflege eine Möglichkeit, pflegende Angehörige zu entlasten. Gerade für die Altenheime ist es nach den Worten von Inge Aures wichtig, ein Angebot in der Tagespflege zu unterbreiten.

Die nächste Großbaustelle wird in der Johann-Brenk-Straße in Angriff genommen. Die AWO-Kreisvorsitzende: "Hier müssen wir in den nächsten Jahren sicher einiges investieren. Wir ermitteln derzeit den Umfang der notwendigen Arbeiten und haben auch einige Ideen, wie wir die Einrichtung und vor allem die Eingangssituation neu gestalten können." An der Johann-Brenk-Straße konnte die AWO jetzt auch ein Grundstück der Stadt erwerben, das für die weitere Entwicklung der dortigen Einrichtung von Vorteil ist.

Sehr dankbar erwähnte AWO-Kreisvorsitzende Inge Aures, dass es immer noch Bürgerinnen und Bürger gibt, die in ihrem Vermächtnis großzügig die Arbeiterwohlfahrt bedenken: "Wir haben da erst vor Kurzem ein großes Erbe angetreten, und dafür sind wir sehr dankbar."

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Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
07. 12. 2018
17:50 Uhr

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Werner Reißaus

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07. 12. 2018
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