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Kulmbach

Die Narren entreißen Henry Schramm die Macht

Viel Gegenwehr gab es diesmal nicht beim Rathaussturm. Die Übermacht war zu groß. Der OB übergab fast ohne Kampf den Schlüssel zum Rathaus.



OB Henry Schramm ist entmachtet: Nach dem erfolgreichen Sturm auf das Rathaus regieren jetzt die Narren.
OB Henry Schramm ist entmachtet: Nach dem erfolgreichen Sturm auf das Rathaus regieren jetzt die Narren.  

Kulmbach - Pünktlich um 11.11 Uhr läutete die 1. Kulmbacher Showtanzgarde am Samstag am Rathaus die fünfte Jahreszeit ein. Das Bild am Rathaus war für die Faschingsjecken alles andere als gewohnt, denn Oberbürgermeister Henry Schramm stand in diesem Jahr ganz allein vor der Rathaustür und übergab den Schlüssel für das Rathaus ohne Gegenwehr und ohne zu Zögern freiwillig an das Kinderprinzenpaar Jan-Philipp I. und Marielle I. Ansonsten war aber alles wie gewohnt: Der Markgrafenspielmannszug mit Frank Ramming in der Stabführung begleitete die Mitglieder der 1. Kulmbacher Showtanzgarde mit flotter Marschmusik vom Holzmarkt zum Rathaus und spielte später auch im Winterdorf. Zuvor hatten sich die Akteure mit einem "Warm up" auf den Sturm auf das Rathaus im Winterdorf vorbereitet. So zeigte das 9-jährige Tanzmariechen Sabrina ihr Können und mit dabei waren noch die "Little Danzer" mit einem Showtanz und die Mini-Dancer mit einem Gardetanz.

Zweiter Vorsitzender Matthias Förster stellte am Rathaus fest, dass man die Gunst der Stunde nutzte und in diesem Jahr einige Minuten eher zum Rathaus kam, damit der Oberbürgermeister kurzfristig keine Chance hatte, seine "Vasallen", also die Stadträte, um Hilfe zu rufen. OB Henry Schramm konterte aber geschickt: "Das hat all die Jahre nichts genützt!" Er hatte vielmehr eine ganz andere Idee mit Blick auf die Aktion mit den 1000 Bäumen für Kulmbach: "Heuer verteidigen wir das Rathaus, die Idee kam mir bald, wir pflanzen davor einfach einen riesigen Wald. Mit 1000 Bäumen hab‘ ich euch aufgelauert, doch leider hat es zulange gedauert, bis sie groß sind und sich in den Wolken wiegen, seid ihr einfach drüber gestiegen. Das hat alles nichts gebracht, ihr habt euch nur ins Fäustla gelacht und seit zu mir hochgekommen und habt das Rathaus eingenommen."

Das Zepter gab der OB gern aus der Hand: "Schaut, die Prinzessin, sie lacht ganz charmant." Der Oberbürgermeister forderte die Narrenschar dazu auf: "Macht euch doch nur im Rathaus breit, solang mach ich mir daheim eine schöne Zeit. Und trink mit meiner Frau ein Gläschen Sekt, mal schauen, wie lang euch die Rathausarbeit schmeckt." Mit einem dreifachen "Kulmbach Helau, Showtanzgarde Helau, Kulmbach Helau" ging es dann gemeinsam ins Winterdorf, wo Hofmarschall Jonas das neue Prinzenpaar vorstellte: "Hallo liebe Leute, Groß und Klein, ich darf in dieser Session leider kein Prinz mehr sein. Tja, was soll ich sagen, nach alter Tradition in unserem Verein, soll es heuer wieder ein neuer Prinz sein. Deshalb habe ich jetzt ein neues Prinzenpaar an meiner Seite, auf das ich euch nun vorbereite. Prinz Jan-Philipp I. und Prinzessin Marielle I. werden euch begleiten durch die närrische Zeit und sind für jeden Unsinn und Spaß bereit."

Hofmarschall Jonas übergab dann ganz formell sein Prinzenamt an Jan-Philipp I: "Den Spaß vor allem vorn an. Das Prinzenpaar läutet nun die fünfte Jahreszeit ein, mit Tänzen, Schlachtrufen und Freude vom ganzen Verein." Prinzessin Marielle I. und Prinz Jan-Philipp I. hießen das Narrenvolk gemeinsam willkommen: "Wir beide führen nun gemeinsam das Regiment in der Faschingszeit und sind zu jedem Spaß und Unsinn bereit. Wir wünschen euch für die närrische Zeit, viel Freude und Fröhlichkeit."

Die zwölfjährige Prinzessin Mireille I., die am CVG zur Schule geht, ist die zweite Session dabei. Sie verrät, was ihr am Fasching gefällt: "Der Spaß und die Freude am Tanzen." Für Prinz und MGF-Schüler Jan-Philipp ist der Fasching völliges Neuland: "Ich bin durch meine Schwester Jana, die in der Garde tanzt, dazugekommen. Sie musste mich für das Prinzenamt schon überreden."

Autor

Werner Reißaus
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
18. 11. 2019
17:56 Uhr

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Autor

Werner Reißaus

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Veröffentlicht am:
18. 11. 2019
17:56 Uhr



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