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Kulmbach

Die Post ist wieder da

Nach mehr als einer Woche ist am Montag am Goldenen Feld wieder Post zugestellt worden. Alle Zustellbezirke sind wieder besetzt, teilt die Post mit.



Weil zu viele Mitarbeiter krank waren, hat es im Goldenen Feld in Kulmbach einen tagelangen Zustellstau bei der Deutschen Post gegeben. Jetzt, sagt ein Sprecher, werde der Stau aufgearbeitet. Foto: Gabriele Fölsche
Weil zu viele Mitarbeiter krank waren, hat es im Goldenen Feld in Kulmbach einen tagelangen Zustellstau bei der Deutschen Post gegeben. Jetzt, sagt ein Sprecher, werde der Stau aufgearbeitet. Foto: Gabriele Fölsche  

Kulmbach - Die Erleichterung, den Postboten zu sehen, war groß am Goldenen Feld. Nachdem (wie am Samstag ausführlich berichtet) mehr als eine Woche bei Unternehmen in dem Kulmbacher Gewerbegebiet keine Post mehr zugestellt worden war, kam am Montagmittag aus der Verkehrsakademie die frohe Botschaft einer Mitarbeiterin: "Wir haben einen ganzen Berg Post bekommen. Jetzt haben wir mit den gesammelten Werken gut zu tun."

Mit der Zusage der Deutschen Post, die Verkehrsakademie werde vielleicht sogar noch am Freitagnachmittag oder am Samstag die aufgelaufene Post bekommen, hat es zwar nicht mehr geklappt. Und auch am Montag standen die Zeichen zunächst nicht gut, als die übliche Zeit für den Besuch des Postboten verstrichen und erneut keine einzige Sendung gekommen war.

Mit der ersten Zustellung seit mehr als einer Woche sollen sich die Bedingungen nun wieder normalisieren, sagt der für Oberfranken zuständige Sprecher der Deutschen Post, Erwin Nier. Bereits am Freitag hatte er Probleme bei der Zustellung eingeräumt. Außerordentlich viele Mitarbeiter im Zustelldienst der Deutschen Post in Kulmbach seien erkrankt gewesen. Nier bestätigte, dass sich dadurch Rückstände ergeben hätten. Der Zustellbereich, in dem das Gewerbegebiet am Goldenen Feld liegt, sei dadurch besonders stark betroffen gewesen.

Am Montag sei nun gerade dieser Bezirk personell verstärkt worden, um die aufgelaufenen Rückstände abzubauen. Zwei Mitarbeiter statt einer seien im Einsatz gewesen. Der Sprecher der Post räumt ein: "Immer noch ist nicht alles im Reinen, obwohl seit Montag wieder alle Bezirke besetzt sind." Die aufgestauten Sendungen werden laut Erwin Nier nun ausgeliefert. "Bis Dienstag müsste alles aufgearbeitet sein."

Spitz auf Knopf bleibe die Situation dennoch. Es sei nicht leicht, bei der niedrigen Arbeitslosenquote in der Kulmbacher Region Aushilfen zu finden, obwohl die Post Tariflöhne zahle. Und so mancher gebe auch wieder auf, weil Postzustellung viel mehr sei als ein lockerer Job. "Postzustellung ist eine sehr anspruchsvolle und verantwortungsvolle Tätigkeit, die ihre Frau oder ihren Mann fordert. Und es ist auch keine Tätigkeit, die im Warmen und Trockenen stattfindet, sondern draußen und bei jedem Wetter. " Erwin Nier nennt Zahlen: Vor zehn Jahren habe die Deutsche Post/DHL täglich 2,2 Millionen Pakete zugestellt. Jetzt seien es mehr als fünf Millionen. "Und demnächst ist wieder Weihnachten." Im vergangenen Jahr sei an Spitzentagen in der Weihnachtssaison die Marke von zehn Millionen Sendungen täglich geknackt worden. Jetzt sei bereits die Zeit, in der die Zahl der Sendungen wieder kontinuierlich steigt.

Bis zu 10 000 Aushilfen werden laut Erwin Nier deutschlandweit während der Weihnachtssaison als Aushilfen bei der Post eingestellt. Gegen krankheitsbedingte Ausfälle wie das jetzt in Kulmbach der Fall gewesen sei, könne man aber nichts machen. Nach maximal zehn Stunden müssen die Mitarbeiter ihre Tätigkeit unterbrechen, damit es keine Kollisionen mit den Arbeitszeitvorschriften gibt. So sei es im Fall Kulmbach in den vergangenen Tagen zu den Engpässen gekommen. Das sei auch für die Verantwortlichen in den Verteilzentren nicht einfach. "Wir wissen ja, die Leute warten auf ihre Sendungen. Das ist eine ungute Situation. Alle arbeiten mit Hochdruck daran, dass es wieder besser wird."

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Melitta Burger
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Veröffentlicht am:
07. 10. 2019
17:40 Uhr

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Melitta Burger

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Veröffentlicht am:
07. 10. 2019
17:40 Uhr



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