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Kulmbach

Die Schulturnhalle hat Altlasten

Bis zu 100 000 Euro mehr als geplant wird der Abriss der alten Sporthalle in Stadtsteinach kosten. Dennoch soll sie so schnell wie möglich dem Erdboden gleich gemacht werden.



Drücken und Schieben hilft nichts: Die alte Turnhalle auf dem Stadtsteinacher Schulgelände muss doch mit schwerem Gerät abgerissen werden. Nachdem im Gebäude schadstoffbelastete Materialien gefunden wurden, kann der Abbruch bis 100 000 Euro mehr als ursprünglich kalkuliert kosten.	Foto: Klaus Klaschka
Drücken und Schieben hilft nichts: Die alte Turnhalle auf dem Stadtsteinacher Schulgelände muss doch mit schwerem Gerät abgerissen werden. Nachdem im Gebäude schadstoffbelastete Materialien gefunden wurden, kann der Abbruch bis 100 000 Euro mehr als ursprünglich kalkuliert kosten. Foto: Klaus Klaschka  

Stadtsteinach - Ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) hatte der Stadtsteinacher Stadtrat vor einem guten Jahr in Auftrag gegeben. Das umfangreiche Ergebnis-Papier hatten die Analysten und Planer Alexander Eberl (DSK) und Wilfried Weisenberger (SK) in einer Sondersitzung eine Woche zuvor erläutert. Ein ISEK ist Voraussetzung für die Bezuschussung weiterer Projekte zur Weiterentwicklung der Stadt für die nächsten zwanzig Jahre und soll dem Stadtrat als Richtschnur dafür dienen. Das Konzept hat der Stadt in seiner Sitzung am Montagabend nun auch offiziell beschlossen. Um konkrete Projekte ging es im weiteren Verlauf der Zusammenkunft.

"Im allerschlimmsten Fall", sagte Geschäftsstellenleiter Florian Puff, werde der Abriss der alten Turnhalle auf dem Schulgelände bis 100 000 Euro mehr kosten als ursprünglich veranschlagt. Bei der bautechnischen Untersuchung des Gebäudes seien nun doch schadstoffbelastete Materialien im Gebäude gefunden worden, deren sachgerechte Beseitigung die möglichen Mehrkosten verursachen würde. Genaues werde sich aber im Zug der Abbrucharbeiten herausstellen. Bis zur maximal veranschlagten Summe erteilte der Stadtrat Bürgermeister Roland Wolfrum nun die Erlaubnis zur Vergabe des Abrisses. Die Ausschreibung läuft, die Halle soll so bald wie möglich einer Freifläche auf dem Schulhof mit einem Soccer-Court weichen.

Ein weiteres konkretes Projekt der Stadtentwicklung ist die Gestaltung des Platzes an der Wehrstraße, nachdem dort die baufälligen Anwesen Nummer 18 und 20 abgerissen sind. Im Prinzip soll dort eine Grünfläche mit Wasserlauf und Aufenthaltsmöglichkeiten entstehen. Die konkretisiertere Planung stellten die Planer Gitta und Henry Kestel dem Stadtrat vor: Der Mühlbach soll weitgehend unverändert bleiben. Zwischen den beiden Staustufen vor der alten Mühle wird das Bachbett allerdings verbreitert und etwas tiefer gegraben, so dass eine Bademöglichkeit entsteht - bis 30 Zentimeter tief, die für Kinderplanschbecken erlaubt sind.

Dahinter zentral wird ein kreisrunder Platz mit einem Brunnen in der Mitte entstehen, der sich an die Form von zwei Mühlsteinen anlehnt und an die vormalige Mühle auf dem Platz erinnern soll. Bänke sollen zum Verweilen einladen. Rechts von diesem Platz wird eine Fläche am Bachufer mit Sand zum Liegen gestaltet. Das dahinter ansteigende Gelände bleibt Wiese, die aber zum anschließenden Kirchen-Grundstück mit einem Holzzaun oder mit großen Steinen abgegrenzt wird. Die marode Mauer bereits auf Kirchenareal lässt die Diözese entfernen. Das sei mit Bamberg bereits abgeklärt, sagte Gitta Kestel.

Offen bleibt bisher, was auf der linken Seite des stadteigenen Geländes geschehen wird. Dort stehen Mauern aus unbekannter Zeit und unbekannter Konstruktion. Beim Abtragen von Erdreich ist nun der Zugang zu einem bis 20 Meter tiefen Keller zum Vorschein gekommen. Der Eingang ist laut Kestel baufällig, der Gang tiefer allerdings in erstaunlich gutem Zustand. Noch nicht geklärt werden konnte, ob die obere Mauer bis zum Talgrund reicht.

Im Mai hatte der Stadtrat die Neugestaltung des Vorplatzes der Kapelle auf dem städtischen Friedhof beschlossen. Den Auftrag hierfür bekam nun die Firma John in Hallstadt zum Angebotspreis 84 338,63 Euro. Als Baubeginn gibt die Firma März 2020 an. Ein weiteres Angebot mit Baubeginn bereits im September schlug der Stadtrat aus; es hätte 20 000 Euro mehr gekostet.

Nach Beschluss des Stadtrates soll der Radweg zwischen dem Ortsende Stadtsteinach und dem Ortsbeginn Unterzaubach beleuchtet werden. Zehn verkabelte Leuchten auf der 500 Meter langen Strecke würden 67 000 Euro kosten, trug Bürgermeister Wolfrum dem Stadtrat vor. Zehn Solarleuchten würden je nach Typ zwischen 27 846 und 35 105 Euro kosten. Diesen gab der Stadtrat den Vorzug, wobei die Verwaltung noch eruieren soll, ob auch wirklich zehn Leuchten für die 500 Meter notwendig sein werden.

Genehmigt hat der Stadtrat auch zwei private Wohnbauvorhaben an der Schillerstraße sowie den Neubau einer Lagerhalle und den Abbruch des bestehenden Gebäudes im Stadtteil Triebenreuth.

Autor
Klaus Kaschka

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Veröffentlicht am:
16. 07. 2019
17:44 Uhr

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Klaus Kaschka

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16. 07. 2019
17:44 Uhr



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