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Kulmbach

Die jüngste Kommandantin im Landkreis

Die 22-jährige Linda Müller führt die Wehr des Ködnitzer Ortsteils Heinersreuth. Ihre Ausbildung hat sie in Kulmbach genossen.



Einstimmig wurde Linda Müller zur Kommandantin der Freiwilligen Feuerwehr Heinersreuth gewählt. Unser Bild zeigt (von links) Kreisbrandmeister Wolfgang Kunert, zweiten Bürgermeister Hermann Popp, Linda Müller und Kreisbrandinspektor Fritz Weinlein. Foto: Werner Reißaus
Einstimmig wurde Linda Müller zur Kommandantin der Freiwilligen Feuerwehr Heinersreuth gewählt. Unser Bild zeigt (von links) Kreisbrandmeister Wolfgang Kunert, zweiten Bürgermeister Hermann Popp, Linda Müller und Kreisbrandinspektor Fritz Weinlein. Foto: Werner Reißaus  

Heinersreuth/Ködnitz - Die Freiwillige Feuerwehr Heinersreuth hat eine Nachfolgerin für Kommandant Peter Hübner gefunden, der bei der Wahl des Führungsteams nicht wieder antrat. Es ist die erst 22-jährige Linda Müller. Das Interesse für die Feuerwehr wurde bei der gelernten Bankkauffrau schon mit zwölf Jahren geweckt, als sie sich der Jugendwehr Kulmbach anschloss.

"Beim Girls’ Day habe ich bei der Kulmbacher Wehr einfach einmal in die Aufgaben einer Feuerwehr reingeschnuppert. Das hat mir so gut gefallen, dass ich beschloss, zur Feuerwehr zu gehen", erzählt sie. Mit ihren gerade mal 22 Jahren ist Linda Müller nun die derzeit jüngste Kommandantin einer Feuerwehr im gesamten Landkreis Kulmbach.

Das Problem vor zehn Jahren war, dass es in der gesamten Gemeinde Ködnitz noch keine Jugendfeuerwehr gab. Also fragte Linda Müller und bei Kommandant Peter Hübner und dem damaligen Kreisbrandmeister Fritz Weinlein an, ob sie sich als junges Mädchen der Jugendwehr in Kulmbach anschließen darf. "Da war ich dann bis zu meinem 18. Lebensjahr in der Jugendgruppe. Mir hat die Arbeit in der Gruppe richtig Spaß gemacht. Die Ausbildung ist bei der Feuerwehr Kulmbach auf einem sehr hohen Niveau. Markus Babo war am Anfang mein Jugendwart und später mein Gruppenführer in der Erwachsenengruppe. Auf ihn kann mich immer verlassen."

Auch mit 18 Jahren blieb Linda Müller ihrer Ausbildungswehr treu: "Ich hatte damals nicht gecheckt, dass ich auch in die Heinersreuther Feuerwehr gehen könnte, obwohl ich dort wohne." Das änderte sich aber dann vor drei Jahren, als Peter Hübner seinen Rückzug ankündigte und die Heinersreuther Wehr begann, einen Nachfolger zu suchen.

Als Bürgermeister Stephan Heckel-Michel sie fragte, ob sie das Amt nicht übernehmen würde, war sie erst wie vor den Kopf gestoßen. "Ich erbat mir eine Woche Bedenkzeit. Ich habe zu Hause mit meinen Eltern in aller Ruhe darüber gesprochen und auch in Kulmbach nachgefragt. Ich habe Kreisbrandinspektor Fritz Weinlein angerufen und mit ihm darüber gesprochen. Mir wurde von allen zugesichert, dass ich die Unterstützung, die ich brauche, auch bekommen werde."

Also entschloss sich Linda Müller, als Leiterin der Feuerwehr zur Verfügung zu stehen. "Entscheidend ist für mich, eine Feuerwehr vor Ort zu haben, die sich auskennt. Ich bin ja hier in Heinersreuth aufgewachsen und ich bleibe auch gern da. Ich war dann auch bereit, das Amt zu übernehmen, weil mir einfach auch die Feuerwehr Spaß macht. Die ganzen Jahre, wo ich jetzt dabei war, hatte ich keinen Augenblick, wo ich gesagt habe, das gefällt mir nicht."

Die Entscheidung von Linda Müller ist ein Glücksfall für die kleine Heinersreuther Feuerwehr. Allerdings konnte sie erst mit Vollendung des 22. Lebensjahres in das verantwortungsvolle Amt einer Kommandantin gewählt werden. Die Wahl erfolgte nun vor Kurzem bei einer Versammlung der aktiven Mannschaft der Feuerwehr Heinersreuth. Geübt hatte Linda Müller mit den Aktiven aber schon länger. Eine große Hilfe war ihr dabei der bisherige Kommandant Peter Hübner, dessen Stellvertreter Wolfgang Müller und ihr Vater Bernd Müller als Gruppenführer.

Im Frühjahr nächsten Jahres stehen dann die Lehrgänge an. Hier wird Linda Müller von ihrem Arbeitgeber, der VR-Bank Oberfranken-Mitte unterstützt, wo sie derzeit als Kundenbetreuerin tätig ist.

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Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
06. 12. 2018
18:00 Uhr

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06. 12. 2018
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