Topthemen: Fall Peggy KnoblochFrankenpost-ChristkindNeue B15-AmpelHilfe für NachbarnStromtrasse durch die RegionGerch

Kulmbach

Ein Konzerterlebnis zum Mitmachen

Wenn Kinderohren Klänge und Rhythmen hören, dann gibt es oft kein Halten mehr. In Trebgast bringt die Band "Rekkenze Brass" Stimmung in das Klassenzimmer.



Zum "Ungarischen Tanz" schwenken die Schüler bunte Tücher. Die Musiker, von links Benjamin Sebald, Elisabeth Nußrainer, Rainer Streit, Dominik Thoma und Sebastian Krügel, genossen das Musizieren mit den Kindern. Foto: Dieter Hübner
Zum "Ungarischen Tanz" schwenken die Schüler bunte Tücher. Die Musiker, von links Benjamin Sebald, Elisabeth Nußrainer, Rainer Streit, Dominik Thoma und Sebastian Krügel, genossen das Musizieren mit den Kindern. Foto: Dieter Hübner  

Trebgast - Die erste Stunde ist an diesem Morgen für alle Schülerinnen und Schüler der Grundschule Trebgast etwas anders gewesen als sonst, denn einmal stand alles ganz im Zeichen der Musik: Schulleiterin Sabine Hofmann versprach den gespannt wartenden Schülern ein außergewöhnliches Erlebnis.

Ein Weg zur Musik

"3Klang" - das ist ein interaktives Konzerterlebnis, das Körper, Geist und Seele zum Einklang bringt. So beschreibt Rekkenze Brass das Projekt, mit dem es seit 1997 im Auftrag und im Rahmen der Jugendförderung durch den Bezirk in Schulen in ganz Oberfranken unterwegs ist. Ziel des Bezirkstags ist es, mit solchen Veranstaltungen die jungen Menschen zur eigenen musikalischen Betätigung anzuregen. Nach dem Wegfall häuslichen Singens und Musizierens wird es für Kinder immer wichtiger, dass neben dem passiven Konsum von Liedern auch das aktive Musizieren ein Teil ihrer Betätigung bleibt, um so Bildungsgrundlagen zu schaffen.


Nicht weniger aufgeregt zeigte sich Bezirkstagsvizepräsidentin Dagmar Keis-Lechner. Sie war in die Schule gekommen, um die Kinder zu begrüßen, die an diesem Vormittag gemeinsam mit der Band "Rekkenze Brass" unter dem Titel "3Klang" in die Welt der Musik abtauchen sollten. Keis-Lechner wies auf die lange Tradition solcher Veranstaltungen hin, mit denen möglichst viele Menschen erreicht und für die Musik begeistert werden sollen. Sie war überrascht, als sich auf ihre Frage, wer denn schon ein Instrument spielt, fast die Hälfte der Schüler meldete.

"Musik ist eine universelle Sprache, die man auf der ganzen Welt versteht, ohne ein einziges Wort zu sagen." So definierte Rainer Streit, was er und seine Band Rekkenze Brass professionell und sehr erfolgreich praktizieren. "Wir wollen die Schülerinnen und Schüler für die Musik begeistern, sie dazu motivieren, selbst einmal ein Instrument in die Hand zu nehmen und es auszuprobieren", erklärte Rainer Streit den Sinn des Auftritts, den er mit dem bekannten Blechbläserquintett an diesem Morgen in der Trebgaster Grundschule absolvierte.

Je früher, desto besser - man müsse ja nicht unbedingt mit einem Blasinstrument starten. Hauptsache sei, die Kinder haben die Möglichkeit, sich mit Musik in irgendeiner Form selbst einmal ausdrücken zu können, sagte Streit. "Wir wollen den Kindern bewusst machen, was Musik überhaupt ist, was man damit alles machen und ausdrücken kann."

Das Quintett zog die Kinder mit seiner Darbietung sogleich in Bann. Die Schüler staunten nicht schlecht, als jeder Musiker sein Instrument und die Besonderheiten daran vorstellte. Besonders beeindruckt waren sie davon, welchen direkt furchteinflößenden Krach das "Küken" der Gruppe, Elisabeth Nußrainer, mit ihrer Posaune erzeugte. Nur noch getoppt vom Monsterklang der Tuba. Begeistert waren die Erst- bis Viertklässler, als Rainer Streit mit einer grünen Trompete die "Froschpolka" spielte.

Und wie sich das anhört, wie viele verschiedene Stimmungen die Musiker aus Posaune, Trompete, Tuba und Waldhorn herauszauberten, wurde gleich beim "Ungarischen Tanz Nr. 5" von Johannes Brahms deutlich. Man fühlte sich wie bei einem fröhlichen Sommerfest, als die Schüler ihre kunterbunten Tücher in der Luft hin und her schwenkten, mal langsam, dann schneller, je nach Tempo und Lautstärke, immer im Rhythmus der Musik.

Bei dem folgenden Potpourri mit Jugendliedern war Konzentration gefragt: Aufgabe war es, möglichst viele Melodien zu erkennen. Bei "Pippi Langstrumpf" und "Ein Männlein steht im Walde" war das relativ einfach. Aber beim "Rosaroten Panther" und dem "Fluch der Karibik" war das schon etwas kniffliger. Jedoch hatten alle merklich Spaß und halfen kräftig mit, als es darum ging, die Instrumente des Quintetts in der Reihenfolge vom tiefsten bis zum hellsten Klang aufzustellen. Acht Tapfere durften danach auf kleinen Trompeten versuchen, einen Ton zu erzeugen.

Mit Hilfe eines improvisierten "Duwiduwidu" klappte das nach einigen Minuten als Begleitung zum C-Jam-Blues von Duke Ellington bereits ganz gut.

Autor

Dieter Hübner
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
06. 12. 2018
18:16 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Blasinstrumente Duke Ellington Johannes Brahms Musikgruppen und Bands Pippi Langstrumpf Posaune Schüler Streitereien Trompete Tuba
Trebgast
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Auf den Hinweistafeln ist der Routenverlauf des neuen "Theaterweges" gekennzeichnet.

15.05.2017

Trebgast ist um eine Attraktion reicher

Wo Pippi Langstrumpf auf Martin Luther trifft: Der neue Theaterweg soll den alten Ort und die Naturbühne näher zusammenrücken lassen. » mehr

Auf stabile Betonsockel wurden von den Bauhofmitarbeitern mit Hilfe eines Bobcats die jeweils 400 Kilogramm schweren Sandstein-Stelen gehievt und befestigt. Darauf werden anschließend die Ton-Skulpturen mit den Theater-Motiven angebracht.	Fotos: Dieter Hübner

05.05.2017

Unter Geleitschutz zur Naturbühne

Symbole aus der Welt des Theaters weisen künftig den Weg von Trebgast zum Wehlitzer Berg. Der geistige Vater dieses Theaterweges ist Hans Moos. » mehr

Beim grandiosen Finale sangen und spielten alle Aktiven vor dem Altarraum der Trebgaster Johanneskirche.	Fotos: Dieter Hübner

10.12.2018

Musik verbindet - und gefällt

Ein Benefizprojekt macht Schule. 40 Aktive singen und musizieren für die Nepalhilfe. Nicht nur beim Konzert in Trebgast laufen sie zur Hochform auf. » mehr

Der Imker Manfred Reitmeier aus Trebgast. So sehen die fertigen Platten aus, die er im Frühjahr in die Bienenstöcke einsetzt. Fotos: Christina Holzinger

06.12.2018

Wohlschmeckend und gesund

Heute ist Tag des Honigs. Es ist der Gedenktag für den heiligen Ambrosius, den Schutzpatron der Imker und Bienen. » mehr

Kaum ist die Naturbühne gesäubert, beginnen schon die Vorbereitungen für die nächste Saisom. Foto: Dieter Hübner

27.11.2018

Schauspieler bereiten die nächste Saison vor

Der Vorverkauf für das Programm 2019 an der Naturbühne ist angelaufen. Auch die Ensembles stehen bereits fest. » mehr

Geo-Rangerin Isabelle Stickling (Dritte von rechts) mit den Exkursionsteilnehmern im Trebgasttal zwischen Harsdorf und Trebgast.	Foto: Dieter Hübner/Archiv

26.11.2018

Bettgeschichten aus dem Trebgasttal

Es ist alles im Fluss: Bäche und Ströme in der Region haben sich im Lauf der Zeit immer neue Wege suchen müssen. Welche, das weiß Geopark-Rangerin Isabelle Stickling. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

130 Krippen in der Hofer Lorenzkirche Hof

130 Krippen in der Hofer Lorenzkirche | 17.12.2018 Hof
» 8 Bilder ansehen

Susi in Love

Susi in Love | 16.12.2018 Weißenstadt
» 25 Bilder ansehen

Selber Wölfe - EHC Waldkraiburg 7:0

Selber Wölfe - EHC Waldkraiburg 7:0 | 16.12.2018 Selb
» 46 Bilder ansehen

Autor

Dieter Hübner

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
06. 12. 2018
18:16 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".