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Kulmbach

Ein Mann mit Ecken und Kanten

Alfred Zeilner aus Neudrossenfeld hat sich im Sport wie auch in der Kommunalpolitik und in der Handwerkskammer einen guten Ruf erworben. Jetzt ist er 80 Jahre alt.



Alfred Zeilner aus Neudrossenfeld ist 80 Jahre alt . Das Bild zeigt den Jubilar (mit Geschenk) mit seiner Familie und seinen Geburtstagsgästen. Foto: Werner Reißaus
Alfred Zeilner aus Neudrossenfeld ist 80 Jahre alt . Das Bild zeigt den Jubilar (mit Geschenk) mit seiner Familie und seinen Geburtstagsgästen. Foto: Werner Reißaus  

Neudrossenfeld - Der Fußball hat sein Leben geprägt und ihn zugleich jung gehalten. Dieser Tage feierte der langjährige Leiter der Außenstelle Kulmbach der Handwerkskammer Bayreuth, Alfred Zeilner, seinen 80. Geburtstag und mit ihm viele Freunde und Weggefährten vom TSV Neudrossenfeld. Er hatte den Verein über 30 Jahre als Vorsitzender sehr erfolgreich führte, denn in dieser Zeit hat sich auf dem "Weinberg" einiges getan. Gerald Weinrich, der jetzt an der Spitze des TSV steht, brachte es in seinen Glückwünschen auf den Punkt: "Unser Ehrenvorsitzender Alfred Zeilner hat den Grundstein gelegt, auf den wir aufbauen konnten, gar keine Frage. Er war in seiner aktiven Zeit sehr streitbar und hatte nicht nur Freunde. Aber Anerkennung bekam Alfred Zeilner von allen Seiten, weil er doch mit seiner unnachgiebigen Art vieles geschaffen hat, das sonst auf dem TSV-Gelände nicht passiert wäre."

Auf Alfred Zeilner passt ohne Zweifel der Ausdruck "Multifunktionär", denn was den Fußball angeht, war er auf vielen Ebenen tätig. Wenn er heute rückblickend feststellt, dass er nicht selten rund um die Uhr für seinen geliebten Fußballsport, ob als Schiedsrichterobmann oder Vereinsfunktionär unterwegs war, dann ist das nicht übertrieben. Und neben dem bekannten Sportfunktionär gab es aber noch den Kommunalpolitiker, der 18 Jahre lang als Freier Wähler dem Gemeinderat Neudrossenfeld angehörte. Seine Stimme auch in diesem Gremium Gewicht hatte. In seinem Wirken für die Gemeinschaft erlebte Alfred Zeilner schöne, aber auch schwierige Zeiten.

Der Jubilar hatte von klein auf ein bewegtes Leben, denn geboren ist er in Oberschlesien, genauer gesagt in Beuthen. Als Fünfjähriger musste er zusammen mit seiner Mutter und seinen beiden Brüdern Peter und Günther die Heimat verlassen. Erste Anlaufstation war Pechgraben, bei Verwandten des Vaters. 1951 erfolgte der Umzug nach Neudrossenfeld, und nach seiner Eheschließungbaute sich Alfred Zeilner ein Wohnhaus im Oberen Lerchenfeld. Alfred Zeilner erlernte den Beruf des Kaufmanns bei der Firma Bock in Unterwaiz, wechselte danach in die Finanzabteilung des Unternehmens Ireks in Kulmbach, und 1973 erfolgte die Anstellung bei der Handwerkskammer, der er bis zu seinem Ruhestand in verantwortlicher Stellung die Treue hielt.

Der Name Alfred Zeilner ist eng mit der Schiedsrichtergruppe Bayreuth verbunden. Der Ehrenobmann begann mit 19 Jahren als Schiedsrichter und leitete in der Folge 40 Jahre lang aktiv Fußballspiele bis hin zur damals höchsten bayerischen Amateurliga. 1979 durfte Alfred Zeilner das Freundschaftsspiel des FC Bayern München mit Sepp Maier im Tor und den Nationalspielern Breitner, Rummenigge, Augenthaler, Schwarzenbeck und Hoeneß gegen den FC Bamberg pfeifen.

Noch mit 56 Jahren war Alfred Zeilner in der Bayernliga als Linienrichter im Einsatz. 20 Jahre vertrat er die Schiedsrichtergruppe im Verband und im Bezirk. 1979 wählte man den Lehrwart zum Obmann, und dieses Amt bekleidete Zeilner 33 Jahre bis zum Jahr 2011.

Alfred Zeilner war im Sport und in der Kommunalpolitik ein Mann mit Ecken und Kanten, der immer Klartext redete und seine Meinung konsequent vertrat. Seine Stimme hat auch heute noch Gewicht, nämlich als Stadionsprecher seines geliebten TSV Neudrossenfeld.

Für seine Verdienste um den Sport im Allgemeinen und den Fußball im Besonderen erhielt Alfred Zeilner hohe Auszeichnungen wie das Bundesverdienstkreuz, das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten und die goldene Bürgermedaille der Gemeinde Neudrossenfeld, die an seinem Ehrentag durch Bürgermeister Harald Hübner Glückwünsche übermittelte. Zu den Gratulanten gehörten auch Landrat Klaus Peter Söllner, die Schiedsrichtergruppe Bayreuth, die Freien Wähler von Neudrossenfeld und Vereinsvertreter .

Autor

Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
21. 08. 2019
17:24 Uhr

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Autor

Werner Reißaus

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Veröffentlicht am:
21. 08. 2019
17:24 Uhr



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