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Kulmbach

Ein Symposion, das es in sich hat

Harmonisch und dennoch spannend: 16 Künstler arbeiten in der Großen Hofstube mit Hochdruck an neuen Werken.



Auch Angelika Kandler-Seegy ist beim Symposion auf der Plassenburg künstlerisch tätig. Foto: Rainer Unger
Auch Angelika Kandler-Seegy ist beim Symposion auf der Plassenburg künstlerisch tätig. Foto: Rainer Unger  

Kulmbach - Bereits zum neunten Mal veranstaltet der Bund Fränkischer Künstler heuer sein Künstlersymposion auf der Plassenburg. Seit dem 28. September arbeiten 15 Frauen und ein Mann täglich von früh bis abends in der Großen Hofstube an ihren neuen Werken. Am morgigen Samstag stellen die Teilnehmer ab 11.15 Uhr bei der Vernissage in der Großen Hofstube ihre Arbeiten vor.

Vernissage

Am morgigen Samstag um 11.15 Uhr ist die Vernissage in der Großen Hofstube, bei der die während des Symposions entstandenen Arbeiten zu sehen sind.


Angelika Kandler-Seegy, Ehrenpräsidentin des Bundes Fränkischer Künstler und Kuratorin des Symposions, freut sich über das bisher stets harmonische, aber dennoch spannende Zusammenwirken. Obwohl es von außen gesehen jedes Jahr das Gleiche zu sein scheint, spielt sich innerhalb des Symposions immer etwas Neues ab.

"Interessant ist es zu sehen, wie sich die Teilnehmer über die Jahre hinweg entwickeln. Trotz der ganzen Gender-Strömung wagen wir Frauen es, uns als Teilnehmer zu bezeichnen", meint die Ehrenpräsidentin mit einem Augenzwinkern. Gerade Helga Hopfe aus Danndorf sei stets für Überraschungen gut, erzählt Kandler-Seegy. So wechselte Helga Hopfe ihren Stil vom Gegenstandslosen in die Landschaftsmalerei, in die sie sich geradezu verliebt hat.

Umgekehrt verhält es sich bei Karin Dietel aus Gefrees, die zunächst Landschaften gemalt hat und die sich aktuell für die abstrakte Kunst entschieden habe. Für sie als Kuratorin sei es sehr bereichernd, die Entwicklungswege der einzelnen Künstler zu verfolgen, erläutert Angelika Kandler-Seegy. Klasse findet sie auch, dass die Kulmbacherin Rose Meerwein, die vor allem Collagen fertigt und die seit vielen Jahren in Berlin lebt, trotz ihres Alters von 86 Jahren auch heuer extra wieder in ihre Heimatstadt gekommen ist, um sich an dem Künstlersymposion zu beteiligen.

Schade findet es Angelika Kandler-Seegy, dass so wenig Besucher die Chance genutzt haben, den Künstlern bei der Arbeit über die Schulter sehen zu können. Zum einen hatte dies zwar den Vorteil, dass sich die Teilnehmer des Symposions besser um ihre Arbeit kümmern konnten und weniger gestört wurden. Zum anderen hätte sie sich dennoch eine größere Resonanz gewünscht. "Die Besucher, die gekommen sind, waren aber sehr interessiert, vor allem auch daran, wie die fertigen Kunstwerke aussehen werden", ergänzt Marion Kotyba aus Kulmbach, die Angelika Kandler-Seegy im Kuratorium unterstützt. Deswegen hoffen beide Frauen auf einen guten Besuch bei der Vernissage am Samstagvormittag.

Ungemein spannend findet es die Ehrenpräsidentin auch, zu sehen, was bei den Teilnehmern am Ende des Symposions für Kunstwerke entstanden sind. "Die Politiker machen sich schon lange vor dem ersten Pinselstrich Gedanken, was sie bei der Vernissage sagen werden, ohne dass sie wissen, was hier entsteht. Für mich ist es immer ein Abenteuer zu sehen, was dabei herauskommt", führt sie aus. Obwohl die Teilnehmer ja nicht sonderlich viel Zeit für das Schaffen ihrer Werke haben, fühlen sie sich nicht unter Druck gesetzt, betont sie. Besonders aufregend ist für Angelika Kandler-Seegy immer der erste Tag, wenn die Künstler zusammenkommen, besonders dann, wenn neue dabei sind, wie dieses Jahr Brigitte Böhler aus Mistelbach, Dr. Doris Bocka aus Bindlach und Steffi Rodigas aus Ahorn. An Letzterer beeindruckt Angelika Kandler-Seegy, dass sie in ihren Arbeiten die Verschmutzung der Meere und der Welt allgemein anklagt. "Es stellt für mich jedes Jahr fast ein kleines Wunder dar, wenn ich im Laufe der Tage sehe, welches Potenzial in den einzelnen Künstlern steckt", hebt die Kuratorin hervor.

"Ich habe heuer zum ersten Mal bei der Jahresausstellung auf der Plassenburg ausgestellt. Im Katalog bin ich auf das Künstlersymposion aufmerksam geworden und wollte unbedingt dabei sein. Leider war der Anmeldetermin schon vorbei, als ich es gelesen habe. Umso mehr freut es mich, dass ich doch noch mitmachen konnte", erzählt Steffi Rodigas. Sie ist begeistert von den Erfahrungen, die sie beim Symposion machen konnte.

Autor

Rainer Unger
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Veröffentlicht am:
04. 10. 2018
17:38 Uhr

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04. 10. 2018
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