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Kulmbach

Ein Vulkan als Mitmach-Erlebnis

Der geplante Naturlehrpfad am Patersberg könnte mit interaktiven Stationen ein Anziehungspunkt werden. Der Markt Mainleus sammelt neue Ideen.



Der Patersberg-Weg hoch zum Aussichtsturm "Schaudichum" ist bei Wanderern beliebt. Der Markt Mainleus denkt darüber nach, bei Veitlahm einen neuen Erlebnispfad zum Thema Vulkane zu schaffen. Foto: Stefan Linß
Der Patersberg-Weg hoch zum Aussichtsturm "Schaudichum" ist bei Wanderern beliebt. Der Markt Mainleus denkt darüber nach, bei Veitlahm einen neuen Erlebnispfad zum Thema Vulkane zu schaffen. Foto: Stefan Linß  

Mainleus - Der eineinhalb Kilometer lange Weg hoch zum Veitlahmer Patersberg und seinem Aussichtsturm "Schaudichum" ist für einen Naturlehrpfad bestens geeignet, sagt Erich Schiffelholz. Schon vor 15 Jahren hat der ABL-Fraktionssprecher die Idee verfolgt. Geplant waren bis zu 14 Schautafeln und Elemente wie Insektenhotels und Steinhaufen, um den beliebten Spazier- und Wanderweg zu bereichern. Nun nimmt das Projekt Fahrt auf. Der Erlebnispfad könnte als abgespeckte Version Wirklichkeit werden. Zentrales Thema ist dabei der Vulkan.

Die Gemeinde hat sich die Anregungen eines Experten geholt. Andreas Ringwald ist Geschäftsführer der Firma Erlebnispfad-Service im baden-württembergischen Rust. In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte er seine Ideen vor. "Es braucht ein Alleinstellungsmerkmal", sagte er. "Wir sollten weggehen von reiner Information und hin zu interaktiven Elementen." Fünf bis sechs Exponate seien ausreichend.

Die Idee aus dem Marktgemeinderat, das Thema Vulkan in den Mittelpunkt zu stellen, lasse sich gut verwirklichen, erklärte Ringwald.

Kinder, Senioren, Wanderer und Erholungssuchende sind die Zielgruppe. Der neue Erlebnispfad beschäftige sich mit dem Patersberg als ehemaligen Vulkan und seiner besonderen Geologie. Wer den Weg geht, soll Spaß daran haben, die Tafeln zu lesen.

Eine Hörstation bringe das akustische Element mit ein. Die Station funktioniere ohne Strom, sei witterungsbeständig und biete Platz für acht Audio-Dateien. An anderer Stelle sei ein Frage-Antwort-Spiel mit Klapptäfelchen möglich. Und an der Wegschleife unterhalb des Plateaus könnte eine Panoramatafel mit Fernrohr stehen, sagt der Erlebnispfad-Experte. Höhepunkt sei ein Rastplatz, der wie ein Grubenschacht gestaltet ist. Dort sei es möglich, dank einer optischen Illusion, die über eine Leinwand erzeugt wird, in den Vulkan hinein zu fahren. Das sei nach Kenntnis von Andreas Ringwald in Deutschland einmalig.

"Der Erlebnisfaktor wird den Lehrpfad zum Leben erwecken", sagte Bürgermeister Robert Bosch.

Ziel ist es, die Kinder und alle erwachsenen Besucher zurück in die Natur zu holen, erklärte Ringwald. Deshalb sei bewusst nicht geplant, QR-Codes auf den Tafeln anzugeben, über die per Smartphone Informationen im Internet abgerufen werden können. "Der Pfad kommt ganz ohne Reizüberflutung aus", sagte der Geschäftsführer.

Die Gemeinde habe die Möglichkeit, den Weg nach und nach um weitere Stationen zu erweitern. Was das Projekt kosten und wie es finanziert werden soll, dafür gibt es noch keine konkreten Vorschläge. Fest steht bislang nur, dass die Gemeinde den Lehrpfad ohne Förderung nicht umsetzen kann. Der Gemeinderat wird in den Ausschüssen die Ideen weiter verfolgen.

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Stefan Linß
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Veröffentlicht am:
03. 09. 2019
17:54 Uhr

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Stefan Linß

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03. 09. 2019
17:54 Uhr



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