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Kulmbach

Ein wichtiger Nahversorger

Vor 40 Jahren wurde aus der "Bärenklause" in Wirsberg die Kurapotheke. So erfüllte sich ein lang gehegter Wunsch der Bürger.



Seit 40 Jahren ist Karl-Martin Fendt (Mitte) mit seiner Kurapotheke am Wirsberger Marktplatz. Unser Bild zeigt ihn mit seiner Ehefrau Margrit (links neben ihm) und seinen Mitarbeitern sowie den Hauseigentümern Marlies und Reinhold Täffner (rechts neben ihm) und weiteren Gratulanten. Zweiter von rechts Bürgermeister Hermann Anselstetter. Foto: Werner Reißaus
Seit 40 Jahren ist Karl-Martin Fendt (Mitte) mit seiner Kurapotheke am Wirsberger Marktplatz. Unser Bild zeigt ihn mit seiner Ehefrau Margrit (links neben ihm) und seinen Mitarbeitern sowie den Hauseigentümern Marlies und Reinhold Täffner (rechts neben ihm) und weiteren Gratulanten. Zweiter von rechts Bürgermeister Hermann Anselstetter. Foto: Werner Reißaus  

Wirsberg - 40 Jahre Kurapotheke Wirsberg ist für Bürgermeister Hermann Anselstetter ein stolzes Jubiläum. Bei der kleinen Feier erinnerte er an die Anfänge, als er gerade einmal ein Jahr als Bürgermeister im Amt war, als eines Tages Marlies Täffner zu ihm ins Rathaus kam und ihm sagte, dass sich in ihrem Anwesen, der früheren Gaststätte "Bärenklause", eine Apotheke niederlassen wolle. "Das hat mich sehr gefreut, weil es ein langjähriger Wunsch der Wirsberger, aber auch der Urlaubsgäste war. Die Niederlassung war wie ein Geschenk des Himmels."

Bürgermeister Hermann Anselstetter machte in seinen Glückwünschen deutlich, dass die Kurapotheke eine Perle in der Infrastruktur von Wirsberg geworden sei: "Ich habe die Bärenklause noch gut gekannt, denn wir sind auch oft mit dem Gemeinderat eingekehrt. Aus einem Traditionsgasthaus ist eine schmucke Apotheke geworden.

Ich möchte unserem Apotheker Karl-Martin Fendt für sein Engagement und dem Ehepaar Täffner für die Bereitschaft danken, das Gebäude umzubauen. Das war für mich die schönste Überraschung, die Wirsberg in den damaligen Zeiten erlebt hat." Die Arzneimittelversorgung vor Ort bezeichnete Bürgermeister Hermann Anselstetter als einen großen Segen. "Ich richte an dieser Stelle auch einen Appell an unsere Bevölkerung. Immer dann, wenn eine Einrichtung nicht mehr da ist, kommt das große Geschrei. Jeder sollte sich bewusst sein, dass es eine Kostbarkeit ist, eine Arzeimittelberatung vor Ort zu haben. Der Rat eines Apothekers vor Ort ist echt Gold wert ist."

Anselstetter würdigte aber auch das Engagement von Karl-Martin Fendt, erstmals in Wirsberg gemeinsam mit weiteren Partnern einen Adventsmarkt aufzubauen, der bis heute Bestand hat.

Fast zwei Jahrhunderte lang wurde in dem Anwesen am Markt ausschließlich das Metzgerhandwerk ausgeübt. Erst als der Landwirt und Viehhändler Georg Schneider 1880 den Besitz erwarb, wurde nicht nur der Landkramhandel weiter betrieben, sondern das Geschäft auch auf Brotverkauf und Viehhandel erweitert.

Dazu wurde erstmals eine Bierwirtschaft eröffnet. Über zwei Generationen hinweg wurde die einfache Bierwirtschaft zu einem gern besuchten und beliebten Speiselokal ausgebaut.

Unter der Bezeichnung "Bärenklause" ging das Lokal in die Ortsgeschichte von Wirsberg ein. Viele lustige Geschichten ranken sich um das einst sehr beliebte und gern besuchte Dorfwirtshaus. Die Wirsberger Bürger trauerten diesem Kleinod altfränkischer Gastlichkeit nach. Erst als bekannt wurde, dass dort eine Kurapotheke eingerichtet wird, die dringend notwendig war, war wieder Ruhe im Marktflecken.

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Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
18. 09. 2019
16:56 Uhr

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Werner Reißaus

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Veröffentlicht am:
18. 09. 2019
16:56 Uhr



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