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Kulmbach

Einbrecher scheitern an Metalltür

Der Edeka-Markt in Neuenmarkt ist Tatort eines Einbruchs. Zum zweiten Mal haben Unbekannte im Kreis Kulmbach Verteilerkästen lahmgelegt und Telefonleitungen unterbrochen. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe.



Neuenmarkt - Der Fall weist klare Parallelen zu einem spektakulären Einbruch vor einigen Wochen in Thurnau auf. Die Polizei hegt den Verdacht, dass es sich um die selbe Tätergruppe handeln könnte. Möglicherweise ist im Landkreis eine Einbrecherbande mit einem ganz besonders trickreichen System aktiv, das nicht nur Auswirkungen auf die Opfer eines Einbruchs hat, sondern auf aller Bewohner ganzer Straßenzüge.

Der jüngste Fall spielt in Neuenmarkt. Dort hatten Einbrecher am vergangenen Wochenende versucht, in den Edeka-Markt in der Wirsberger Straße einzudringen, scheiterten letztlich aber an einer massiven Metalltür, die sie nicht öffnen konnten. Erst am Montagmorgen fiel auf, dass Verteilerkästen der Telekom in der Wirsberger Straße manipuliert worden waren.

Auch in Neuenmarkt mussten etliche Haushalte und Firmen auf Telefon und Internet erst einmal verzichten. Die selbe Vorgehensweise, wie sie zuvor bereits in Thurnau im dortigen Edeka-Markt für viel Aufsehen gesorgt hat. Damals waren die Beschädigungen an den Verteilern so groß gewesen, dass die Reparatur Tage gedauert hatte. So weitreichend war es im jüngsten Fall nicht. Die Polizei bittet jetzt dringend die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung dieser Taten.

Täter kamen nachts

Tatzeit ist, wie die Polizei mitteilt, vermutlich die Nacht zum Montag. Tatort ist das Gewerbegebiet an der Wirsberger Straße in Neuenmarkt, nicht weit entfernt von der B 303. Wieder waren es als Erste die Telefonkunden, die durch ihre Störungsmeldungen auf die Taten aufmerksam machten. Die verständigte Polizei fand schnell die beschädigten Schaltkästen und suchte dann, erinnert an die Tat in Thurnau, die angrenzenden Geschäfte ab. Am Edeka-Markt wurden die Beamten fündig: Mit brachialer Gewalt hatten die Einbrecher dort versucht, eine Metalltür aufzuhebeln, schafften es aber nicht, in den Supermarkt einzudringen. Dessen Besitzer kann wohl über die entstandenen rund 3000 Euro Sachschaden noch glücklich sein. In Thurnau hatten es die Täter geschafft, in den Markt zu gelangen und haben nicht nur eine größere Menge Bargeld erbeutet, sondern mit Feuerlöschern auch noch die Geschäftsräume verwüstet. So weit ist es in Neuenmarkt glücklicherweise nicht gekommen.

"Parallelen sind natürlich nicht von der Hand zu weisen", sagt ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Bayreuth gegenüber der Frankenpost und betont, von der gesamten Vorgehensweise spreche einiges dafür, dass es sich um den selben Täterkreis handeln könnte. Die in Neuenmarkt gesicherten Spuren würden derzeit mit denen aus Thurnau und auch noch aus anderen Fällen abgeglichen. Erst dann werde man ganz genau wissen, ob man es mit einer Tatserie und den selben Tätern zu tun habe.

Zeugen gesucht

Die Polizei bittet nun die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung des versuchten Einbruchs in Neuenmarkt:

Wer hat in der Nacht zum Montag im Bereich der Wirsberger Straße in Neuenmarkt auffällige Personen beobachtet?

Wem sind in diesem Zusammenhang verdächtige Fahrzeuge aufgefallen?

Wer kann sonst sachdienliche Hinweise zu dem versuchten Einbruch geben?

Die Kripo Bayreuth ist unter der Telefonnummer 0921/5060 erreichbar.

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Von Melitta Burger
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
23. 05. 2012
00:00 Uhr

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23. 05. 2012
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