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Kulmbach

Einladendes Ensemble

Der Bauausschuss des Landkreises hat in der Realschule getagt. Aus gutem Grund: Der neue Eingangsbereich ist fertig. Vor der Einweihung gab es noch andere Themen.



Der neu gestaltete Eingangsbereich der Carl-von-Linde Realschule ist gelungen. Foto: Werner Reißaus
Der neu gestaltete Eingangsbereich der Carl-von-Linde Realschule ist gelungen. Foto: Werner Reißaus  

Kulmbach - Der Neubau der Kreisstraße KU 31 von Kasendorf nach Zultenberg wird für den Landkreis Kulmbach keine einfache Straßenbaumaßnahme. Das machte Landrat Klaus Peter Söllner am Donnerstagnachmittag in der Sitzung des Bauausschusses in der Realschule deutlich. Die Kosten dafür werden auf rund 2,5 Millionen Euro geschätzt. Im nächsten Jahr will der Landkreis das Projekt verwirklichen, zumal er die erhöhte Förderung in Anspruch nehmen will. Wegen der notwendigen Hangsicherung muss das Bodengutachten noch abgewartet werden, bevor die Planung in Auftrag gegeben werden kann. Wie Thomas Hörl von der Tiefbauabteilung des Landratsamtes aufzeigte, ist die Straßenbaumaßnahme zwingend erforderlich. Die Straße wird künftig eine Breite von 5,50 Metern haben, jetzt liegt sie im Mittel beim 4,30 bis 4,60 Metern.

Was die Förderung angeht, rechnet Landrat Klaus Peter Söllner mit über 80 Prozent: "Ich sehe die Förderung als Chance, die Maßnahme umzusetzen, denn man weiß nicht, wie lange es noch solche Förderquoten geben wird." Zum zeitlichen Ablauf ließ Thomas Hörl die Mitglieder des Bauausschusses wissen, dass die Kostenberechnung im Januar/Februar nächsten Jahres erfolgen und auch mit der Regierung von Oberfranken abgestimmt werden kann. Anschließend wird der Planungsauftrag vom Bauausschuss vergeben. Der Beginn der Straßenbaumaßnahme ist für Mai/Juni 2020 geplant.

Zustimmung fand die Kreuzungsvereinbarung für den Knotenpunkt Kreisstraße KU 16 und der Gemeindeverbindungsstraße nach Buch am Sand. Die Gemeinde Neudrossenfeld beabsichtigt, die Gemeindeverbindungsstraße im nächsten Jahr auszubauen. Nach dem vorliegenden Entwurf liegt der Anteil des Landkreises Kulmbach an den Umbaukosten bei rund 80 000 Euro, die allerdings förderfähig sind, sodass am Ende eine Eigenbeteiligung des Landkreises von 20 000 Euro übrigbleibt.

Nach Abschluss der derzeit stattfindenden Elektroarbeiten an den Unterverteilungen im Landratsamt hat sich herausgestellt, dass auch die Niederspannungs-Hauptverteilung erneuert werden muss. Die Ausschreibung der erforderlichen Elektroarbeiten soll zeitnah erfolgen, damit eine Ausführung im Februar 2020 noch vor dem Einbau der neuen Netzersatzanlage erfolgen kann. Der Landrat wurde ermächtigt, den Auftrag an den wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben.

Tobias Geldner zeigte dem Bauausschuss den Bauunterhalt der kreiseigenen Liegenschaften auf, der im vergangenen Jahr bei 877 745 Euro lag. Die größten Kosten fielen beim Landratsamt mit 191 580 Euro, dem Beruflichen Schulzentrum mit 175 858 Euro, der Carl-von-Linde Realschule und Dreifach-Sporthalle mit 145 949 Euro, dem CV-Gymnasium mit 135 088 Euro und dem MGF-Gymnasium mit 134 214 Euro an. Für das laufende Haushaltsjahr ist ein Ansatz von 827 250 Euro eingeplant. Erklärtes Ziel ist es nach den Worten von Tobias Geldner, auch in Zukunft rechtzeitig in den Unterhalt der kreiseigenen Liegenschaften zu investieren.

Im Anschluss an die Sitzung erfolgte die offizielle Übergabe des neu gestalteten Haupteingangsbereiches an der Carl-von-Linde-Realschule. Landrat Söllner sprach von einer sehr gelungenen Maßnahme, die mit Kosten von rund 300 000 Euro wie geplant abschloss. Während beim Bau der Freianlagen im Jahr 1974 Beton das Maß aller Dinge war, wie der Landrat betonte, wurde jetzt die versiegelte Fläche von rund 1200 auf knapp 600 Quadratmeter reduziert und die Restfläche renaturiert. Die Realschule wird jetzt barrierefrei erschlossen, der Brunnen wird wieder aktiviert. Der neu geschaffene zentrale Platz um den Brunnen bildet den Mittelpunkt der neuen parkähnlichen Anlage. Söllner lobte Planung und Ausführung und erwähnte dabei besonders Andreas Kolb von der Hochbauabteilung, Kreisfachberater Friedhelm Haun und die ausführenden Firmen Reso Gala-Bau, Stadtsteinach, und Unkauf, Kauerndorf/Ködnitz.

Mit einem Lied hatten die Realschüler unter der Leitung von Michaela Axtner die Mitglieder des Bauausschusses begrüßt. Realschulkonrektor Markus Popp stellte fest: "Wir haben heute allen Grund zum Feiern, denn ich habe immer wieder von vielen Eltern gehört, wie trostlos dieser Bereich mit dem vielen Treppenstufen und der komplett versiegelten Fläche und den großen Betontrögen war. Wenn man jetzt sieht, wie dieser Bereich gestaltet worden ist, kann man sich nur freuen. Der Eingang war einfach nicht mehr zeitgemäß und eine Schule muss in allen Bereichen attraktiv für Schüler und Eltern sein und dazu gehört auch das äußere Erscheinungsbild." Der stellvertretende Schulleiter bezeichnete die Neugestaltung als eine deutliche Aufwertung des Schulgeländes und dankte den Mitgliedern des Bauausschusses mit Landrat Klaus Peter Söllner an der Spitze, dass dafür entsprechende Mittel des Landkreises in die Hand genommen wurden.

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Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
08. 11. 2019
17:54 Uhr

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Werner Reißaus

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08. 11. 2019
17:54 Uhr



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