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Einvernehmen zum Trassenbau

Viel Aufregung gab es über die geplante Trasse für den Anschluss des Solarparks Dörnhof am Umspannwerk in Marktleugast. Doch jetzt bahnt sich offenbar eine Lösung an.



Der Solarpark Dörnhof zwischen Wirsberg und Kupferberg ist noch immer nicht am Netz. Das könnte sich bald ändern. Für den Trassenverlauf zwischen Dörnhof und Marktleugast ist jetzt eine einvernehmliche Lösung gefunden worden, hieß es im Gemeinderat. Symbolfoto: Bernd Settnik/dpa
Der Solarpark Dörnhof zwischen Wirsberg und Kupferberg ist noch immer nicht am Netz. Das könnte sich bald ändern. Für den Trassenverlauf zwischen Dörnhof und Marktleugast ist jetzt eine einvernehmliche Lösung gefunden worden, hieß es im Gemeinderat. Symbolfoto: Bernd Settnik/dpa  

Marktleugast - Noch einmal war die Verlegung der Leitung zum Anschluss des Solarparks Dörnhof ans Stromnetz Thema im Gemeinderat. Verwaltungsleiter Michael Laaber stellte, nachdem es im Zusammenhang mit der Trasse erneut zu Verunsicherungen gekommen war, nochmals aus Sicht der Gemeinde die Fakten fest. Mit fast allen Anliegern seien inzwischen einvernehmliche Lösungen gefunden worden. Mit den letzten beiden Anliegern, die dem Bau negativ gegenüberstanden, seien Gespräche nahezu abgeschlossen. Beide haben laut Laaber nun auch ihr Einverständnis signalisiert, sofern ihre Forderungen erfüllt werden. "Somit steht der Leitungsverlegung, auch im Sinne der Anlieger, nichts mehr im Wege."

Michael Laaber informierte den Gemeinderat nochmals über den gesamten Verlauf. Ende vergangenen Jahres sei der Antrag auf die Erteilung einer Genehmigung zur Verlegung der Mittelspannungskabeltrasse zur Anbindung der PV-Anlage bei der Gemeinde eingegangen. Die Trasse, etwa 3,5 Kilometer lang, führe von der Anlage zum Umspannwerk in Marktleugast. Hauptsächlich verlaufe sie auf Gemeindegrund. Eine vorige Planung, die durch Marienweiher führen sollte, habe der Gemeinderat abgelehnt. Für die dann vorgelegte neue Trasse sei im März die Zustimmung erteilt worden. Der Einspeisepunkt sei vom Netzbetreiber festgelegt worden. Die Möglichkeit, diesen Antrag abzulehnen, habe für die Gemeinde nicht bestanden. Hohe Schadensersatzforderungen hätten in einem solchen Fall die Folge sein können.

Mit Daten des Vermessungsamts habe ein Ingenieurbüro die Trasse abgesteckt. "Dies hat dazu geführt, dass einige Anlieger feststellen mussten, dass sich der tatsächliche Weg von der Grundstücksgrenze verlegt hat. Dies ist aber nur bei wenigen Grundstückseigentümern der Fall." Die betroffenen Eigentümer hatten Bedenken, die sie mehrfach auch öffentlich geäußert hatten (die Frankenpost berichtete). Die Sorge, Wald- und landwirtschaftliche Wege könnten durch den Leitungsbau beschädigt werden, wies Laaber zurück. Es handle sich um ein rund 180 Meter langes Teilstück eines Wegs, der für die Leitung nicht aufgegraben werden müsse. "Vorgesehen ist, hier mit Bohrungen zu arbeiten, sodass der Weg nicht beschädigt wird." Um Bedenken der Anlieger auszuräumen, habe Bürgermeister Franz Uome bereits im Juni ein Gespräch mit den 32 Anliegern geführt, an dem auch das beauftragte Ingenieurbüro und die Baufirma teilgenommen haben. Bei einer Streckenbegehung sei festgelegt worden, an welchen Stellen in offener Bauweise oder alternativ mit Bohrungen gearbeitet werden sollte. Die Marktgemeinde werde die Bauarbeiten eng begleiten, damit niemandem ein Schaden entsteht oder Wege beschädigt werden.

Auch Sorgen, dass wegen des Leitungsbaus Wald gefällt werden müsste konnte Michael Laaber zerstreuen: "Es ist festzuhalten, dass kein einziger Baum einer Baumaßnahme weichen muss, und es wurde auch zugesichert, dass bei sensiblen Bereichen in entsprechender Tiefe gebohrt wird, sodass das Wurzelwerk nicht beschädigt werden kann."

Vorwürfe gegen die Gemeindeverwaltung wies Michael Laaber entschieden zurück: "Es bleibt festzuhalten, dass die Verwaltung ordnungsgemäß und richtig gehandelt hat. Lediglich das Ingenieurbüro hätte vor der Beauftragung der Vermessung die Anlieger beteiligen müssen." Dies sei so üblich, damit nicht nur die Trasse besprochen wird, sondern auch die Genehmigung der Grundstückseigentümer für notwendige Ablageflächen eingeholt werden kann. "Damit wären mögliche Konflikte gar nicht aufgetreten", betonte der Verwaltungsleiter.

Und auch neuen Gerüchten trat Michael Laaber entgegen: "Die Bauvoranfrage einer PV-Anlage in der alten Schmölz hat mit dem Solarpark Dörnhof nichts zu tun. Den Vorwurf, dass ein ‚abgekartetes Spiel‘ vorliegt, weist die Verwaltung auf das Äußerste zurück." Nach Eingang der Bauvoranfrage habe die Verwaltung die Firma gebeten, den geplanten Streckenverlauf für die Anschluss-Leitung mitzuteilen und die Nachbarkommunen sowie die Träger öffentlicher Belange um Stellungnahmen gebeten. Zwischenzeitlich habe die Firma mitgeteilt, dass sie die Bauvoranfrage zurückstelle. Sie weise explizit darauf hin, dass es entgegen der verbreiteten Gerüchte keinerlei Abstimmung mit dem Betreiber der Anlage Dörnhof gegeben habe und deren Trassierung nicht mit ihrer geplanten Anlage in Zusammenhang stehe.

Autor

Melitta Burger
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
26. 09. 2019
18:28 Uhr

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Melitta Burger

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26. 09. 2019
18:28 Uhr



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