Lade Login-Box.
Topthemen: 30 Jahre GrenzöffnungBlitzerwarnerVER Selb

Kulmbach

Einzug ist für Januar geplant

Der Neubau am Klinikum schreitet voran. Schon bald werden neue 130 Patientenzimmer bezugsfertig sein. Davon hat sich jetzt der Bauausschuss des Zweckverbands überzeugt.



Über den Fortschritt der Bauarbeiten am Klinikum Kulmbach informierte sich der Bauausschuss des Zweckverbands bei einer Baustellenbesichtigung. Von links: Dr. Reinhard Baar, Landrat Klaus Peter Söllner, Oberbürgermeister Henry Schramm, der Stadtsteinacher Bürgermeister Roland Wolfrum, Ludwig von Lerchenfeld und Geschäftsführerin Brigitte Angermann.
Über den Fortschritt der Bauarbeiten am Klinikum Kulmbach informierte sich der Bauausschuss des Zweckverbands bei einer Baustellenbesichtigung. Von links: Dr. Reinhard Baar, Landrat Klaus Peter Söllner, Oberbürgermeister Henry Schramm, der Stadtsteinacher Bürgermeister Roland Wolfrum, Ludwig von Lerchenfeld und Geschäftsführerin Brigitte Angermann.   » zu den Bildern

Kulmbach - Landrat Klaus Peter Söllner spricht von einem "Quantensprung" und davon, dass sich für das Haus eine ganz neue Dimension eröffnet. Oberbürgermeister Henry Schramm ist ebenso davon überzeugt, dass der Erweiterungsbau am Klinikum Kulmbach Garant für eine gute Zukunft sein wird. An allen Ecken des Neubaus Süd sind derzeit Handwerker aktiv, um das gewaltige Bauwerk, in dem neue Patientenzimmer ebenso untergebracht sind wie das Labor, Büros und Konferenzräume, zeitgerecht zum Jahresende fertigzustellen. Wie weit fortgeschritten die Arbeiten sind, davon machte sich der Bauausschuss des Zweckverbands Klinikum Kulmbach bei einer Führung durch die Baustelle jetzt ein Bild. Insgesamt werden derzeit rund 150 Millionen Euro in die Erweiterung und Sanierung des Klinikums Kulmbach investiert.

"Wie bei allen Baustellen wird es zum Schluss natürlich eng, und es wird bis zur letzten Minute gearbeitet werden müssen", berichtet Geschäftsführerin Brigitte Angermann. Der Zeitplan allerdings bleibe davon unberührt: "Wir gehen nach wie vor davon aus, dass wir die neuen Pflegestationen im Januar 2020 in Betrieb nehmen können", erklärt Brigitte Angermann. "Der Umzug der Verwaltung, die ebenfalls vorübergehend in den Neubau Süd ziehen wird, ist im Februar geplant." Nicht nur von außen sehe man, dass es zügig vorangeht mit dem Bauwerk. Auch innen habe sich viel getan. Erstes und zweites Obergeschoss seien im Prinzip schon fast fertig. "In den darüber liegenden Stockwerken wird noch fleißig gewerkelt."

Unmittelbar im Anschluss an den Einzug im Neubau Süd, berichtet Geschäftsführerin Angermann, gehe es mit den Arbeiten für den nächsten Bauabschnitt weiter. Dann entsteht der Neubau West. Im März soll das Interimsgebäude, das jetzt auf dem Klinikumsvorplatz steht und Patientenzimmer beherbergt, abgebaut werden. "Deswegen ist es auch so dringend notwendig, dass der Umzug im Januar klappt, weil wir mit dem Interimsgebäude Handlungszwänge haben und im Laufe des Februar die 90 Betten, die dort untergebracht sind, verlieren werden." Das Interimsgebäude hatte das Klinikum mit der Zusicherung des Rückkaufs erworben.

Für den zweiten Bauabschnitt seien bereits vorbereitende Maßnahmen ausgeschrieben, informiert Angermann. Unter anderem müsse die Stützmauer zum Wasserbehälter zurückgebaut werden. Wenn es möglich ist, sollen diese Arbeiten noch in diesem Jahr begonnen werden.

Die Gerüste an der Fassade des Neubaus Süd sind bereits weitgehend abgebaut. Der Blick auf die großen Fenster und die Natursteinverblendungen an den Außenwänden ist frei. Doch auch innen wird mit Hochdruck gearbeitet. Fußböden werden verlegt, Möbel in den Patientenzimmern eingebaut. Die Ausstattung des Neubaus ist ebenso modern wie hochwertig. Heizkörper wird man in den Patientenzimmern nicht mehr finden. Die Temperaturen werden über Heiz-Kühl-Decken geregelt, die das ganz Jahr über ein angenehmes Klima schaffen. Die Schränke in den neuen Zimmern befinden sich jeweils in unmittelbarer Nähe des jeweiligen Betts. Alle Zimmer sind auf maximal zwei Betten ausgelegt. Bei der Innenausstattung wird viel mit Holzoptik gearbeitet. Statt einer Fensterbank kann man sich in den Nischen der weit bis zum Boden reichenden Fenstern auf einer Sitzbank niederlassen. Die großen Fenster machen auch jederzeit einen Blick vom Bett aus ins Freie möglich. Im Neubau, der nun im kommenden Januar in Betrieb gehen soll, wird es rund 130 Patientenzimmer geben. Rund 216 Betten werden dort Platz finden.

Schon von außen, sagt Oberbürgermeister Henry Schramm, könne jeder sehen, wie beeindruckend dieser Neubau sei. "Er vermittelt den Menschen ein gutes Gefühl der Sicherheit", ist der stellvertretende Vorsitzende des Zweckverbands Klinikums Kulmbach überzeugt. Richtig beeindruckend sei allerdings ein Gang durch die inzwischen weitgehend fertiggestellten Räume. "Die Innenausstattung ist auf einem Niveau, mit dem sich auch Patienten in schwierigsten gesundheitlichen Situationen gut aufgehoben fühlen können. Helle, freundliche Räume wurden geschaffen. Fußböden und die Einbauten in Holzoptik vermitteln eine sehr angenehme Atmosphäre", zeigt sich Schramm nach der Besichtigung beeindruckt.

Neueste Technik komme in den Patientenzimmern wie auch in allen anderen Räumen zum Einsatz. Davon profitierten alle. Es seien aber auch die sogenannten "Softskills", die Wirkung zeigen: "Viele Zimmer bieten aus den großen Fenstern einen tollen Blick auf Kulmbach. Den kann man auch von den vorgelagerten Sitzbänken aus genießen. So etwas kann durchaus zur Genesung beitragen. Die Psyche eines Menschen ist nicht zu unterschätzen. Die äußeren Rahmenbedingungen tragen sehr wohl dazu bei, dass Menschen ein gutes Gefühl bekommen und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken können."

Rund 150 Millionen Euro wird der Erweiterungsbau des Klinikums Kulmbach kosten. Rund 100 Millionen Euro fließen laut Henry Schramm aus der Kasse des Freistaats Bayern nach Kulmbach. Dabei ist der 3. Bauabschnitt noch nicht berücksichtigt. "Im Topf des Freistaats sind für Krankenhaus-Baumaßnahmen etwa 550 Millionen Euro jährlich vorgesehen. Wenn 100 Millionen Euro davon für die Kulmbacher Pläne freigegeben werden, dann ist das angesichts der Größe Bayerns und seiner vielfältigen Krankenhauslandschaft eine Botschaft." Henry Schramm dankt in dem Zusammenhang auch Staatsministerin Melanie Huml, die nicht nur bei diesem Projekt an der Seite der Kulmbacher stehe. "Ohne sie wäre dieser Bau nicht möglich gewesen."

Schramm erinnert an zahlreiche Besprechungsrunden in München, bei denen Überzeugungsarbeit erfolgreich geleistet worden sei, dass mit diesem Bau das Kulmbacher Klinikum für viele Jahre zukunftsfähig gestaltet werde. "Auch in München sind der hohe medizinische Standard und die Leistungsfähigkeit unseres Klinikums bekannt. Unser Haus ist bei den Menschen der Region beliebt und genießt hohes Vertrauen."

Vom Neubau profitiere auch die Belegschaft. Gerade in einer Zeit, in der Pflege- und medizinisches Personal immer knapper wird, sei es wichtig, ein Krankenhaus so zu gestalten, dass kurze Wege Zeit sparen. "Dies alles und mehr werden wir mit diesem Umbau erreichen", sagt Schramm. Er lädt jetzt schon die ganze Bevölkerung zum Tag der offenen Tür ein, der Anfang kommenden Jahres stattfinden wird, wenn der erste Teil des Neubaus fertiggestellt ist.

Autor

Melitta Burger
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
14. 11. 2019
17:50 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bau Emotion und Gefühl Firmenmitarbeiter Henry Schramm Klinikum Kulmbach Krankenhäuser und Kliniken Landräte Medizinisches Personal Melanie Huml Mitarbeiter und Personal Patienten Patientenzimmer Schränke
Kulmbach
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Hunderte Mitarbeiter des Klinikums Kulmbach haben die Möglichkeit genutzt, sich an ihrem Arbeitsplatz kostenlos gegen Influenza impfen zu lassen. Mit dieser Aktion will auch das Kulmbacher Gesundheitsamt bei der Bevölkerung für die Impfung werben. Landrat Klaus Peter Söllner ließ sich von Amtsärztin Dr. Camelia Fiedler unter den aufmerksamen Blicken von (von links) Hygienefachkraft Michael Ernst, dem Chef der Hygienekommission am Klinikum, Dr. Thomas Banse und Geschäftsführerin Brigitte Angermann impfen. Foto: Klinikum Kulmbach

06.11.2019

Winterzeit ist Grippezeit

Am Klinikum Kulmbach haben sich Hunderte Beschäftigte gegen Influenza impfen lassen. Das Gesundheitsamt nutzt die Aktion, um für den Schutz gegen die Grippe zu werben. » mehr

Der Neubau am Klinikum Kulmbach kommt voran und liegt im Plan. Bis Ende des Jahres soll der aktuelle Abschnitt fertig sein. Der Zweckverband hat nun die Bauarbeiten für die nächsten Erweiterungen vergeben. Foto: Stefan Linß

05.08.2019

Klinikum legt kräftig zu

Der nächste Bauabschnitt für das Kulmbacher Krankenhausgebäude kann kommen. Die Zahl der Mitarbeiter und Patienten soll weiter steigen. » mehr

Das bürgerliche Lager in Kulmbach will Henry Schramm zum dritten Mal in Folge an die Spitze der Stadt bringen. Nach der einstimmigen gemeinsamen Nominierung freuen sich (von links) auf den Wahlkampf: Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner, Landrat Klaus Peter Söllner, Wolfram Brehm, Jörg Kunstmann, Andrea und Henry Schramm, Kulmbachs Ehrenbürger Hans Albert Ruckdeschel, Dr. Ralf Hartnack und Thomas Nagel. Fotos: Melitta Burger

05.11.2019

Standing Ovations für Henry Schramm

Einstimmig haben sich CSU, WGK und FDP für ein erneutes Wahlbündnis und einen gemeinsamen Oberbürgermeisterkandidaten ausgesprochen. Der Amtsinhaber erhielt viel Lob für seine Arbeit. » mehr

Rund 1,5 Millionen Euro hat der Da Vinci gekostet. Mit dem Gerät arbeitet derzeit nur die Urologie am Klinikum in Kulmbach. Bald werden aber auch die Gynäkologen das teure Gerät einsetzen. Die Ausbildung hat bereits begonnen. Fotos: privat

10.10.2019

Dr. Roboter greift mit ein

Das Klinikum Kulmbach hat für rund 1,5 Millionen Euro das OP-System "Da Vinci" angeschafft. Die US-Technologie soll mehr können als eine menschliche Hand. » mehr

Beim neunten Bauabschnitt am Klinikum Kulmbach läuft alles nach Plan Foto: Werner Reißaus

14.05.2019

Kosten bleiben im Rahmen

Derzeit steigt der Betrag für den Ausbau des Klinikums Kulmbach nur um knapp drei Prozent. Es gibt aber einige Nachträge. » mehr

14 junge Menschen, 10 Frauen und vier Männer, haben an der Berufsfachschule des Klinikums Kulmbach ihre Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger bestanden. Das Foto zeigt sie zusammen mit ihren Lehrkräften und Geschäftsführerin Brigitte Angermann (links), Oberbürgermeister Henry Schramm (Zweiter von links) sowie Oberin Mary-Ann Bauer (rechts) und Landrat Klaus Peter Söllner (Zweiter von rechts).

13.09.2019

Nachwuchs für die Pflege in den Kliniken

14 junge Menschen haben an der Berufsfachschule des Klinikums Kulmbach ihr Examen absolviert. Drei Staatspreise wurden für hervorragende Leistungen vergeben. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Holiday%20on%20Ice-1507.jpg Hof

Holiday on Ice in Hof - Donnerstag | 06.12.2019 Hof
» 21 Bilder ansehen

Q11 MGF pres. Froh und Hacke! Schwingen 06.12.2019

Froh und hacke in Schwingen: Q11 MGF | 07.12.2019 Schwingen
» 65 Bilder ansehen

Selber Wölfe - EV Lindau

Selber Wölfe - EV Lindau | 06.12.2019 Selb
» 31 Bilder ansehen

Autor

Melitta Burger

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
14. 11. 2019
17:50 Uhr



^