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Kulmbach

Es bleibt bei maximal einem Hektar

Der Stadtsteinacher Stadtrat hält an seinem Beschluss fest: Für Photvoltaikanlagen in der freien Flur wird es weiterhin eine Flächenbegrenzung geben.



Grundsätzlich sind Photovoltaikanlagen aus der Sicht des Stadtsteinacher Stadtrates auf Dächern am besten aufgehoben. Freiflächenanlagen lässt er zwar weiterhin auch zu, doch es bleibt bei einer Bgrenzung auf einen Hektar.	Foto: dpa
Grundsätzlich sind Photovoltaikanlagen aus der Sicht des Stadtsteinacher Stadtrates auf Dächern am besten aufgehoben. Freiflächenanlagen lässt er zwar weiterhin auch zu, doch es bleibt bei einer Bgrenzung auf einen Hektar. Foto: dpa  

Stadtsteinach - Vor gut zehn Jahren hat der Stadtrat beschlossen, das Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen ("Solarparks") im Stadtgebiet nicht größer als einen Hektar sein, und dass Anlagenbetreiber und Grundstückseigentümer identisch sein sollen. Nach erneuten Anfragen auf Bau von größeren Solarparks hat der Stadtrat diesen Beschluss in den Jahren 2013 und 2016 noch einmal bestätigt.

Auf Antrag von SPD-Stadtrat Knud Espig beschäftigte sich der Stadtrat am Montagabend nun noch einmal mit diesem Thema; in der Juli-Sitzung hatte Espig von einer Bauabsicht berichtet, die im Anschluss an die neue Anlage auf Untersteinacher Gebiet auf Stadtsteinacher Land weitergeführt werden sollte. Der Stadtrat blieb auch nach erneuter Diskussion bei seinem bisherigen Beschluss.

Laut Nachfrage von Bürgermeister Roland Wolfrum beim Bayernwerk werden in der Stadt derzeit 15 Millionen Kilowattstunden Strom verbraucht. Davon werden fünf Millionen, also ein Drittel, auf Stadtsteinacher Gebiet vor allem durch Solarpaneele und im ganz geringen Umfang über Biomasse, Wasser und Wind erzeugt. Die Zeiten hätten sich geändert, man sei sensibler in Bezug auf Energiegewinnung geworden. Deshalb regte Espig an, den bestehenden Ein-Hektar-Beschluss aufzuheben, "aber ohne dass alles mit Solar zugebaut wird". Zudem könnten Paneele auf hohen Ständern (Aufständeranlagen) einen weiteren Vorteil bieten, wenn sie Trockenlagen beschatten. Dem stimmte Klaus Witzgall (CSU) zu, denn zwischenzeitlich sei der Atomausstieg beschlossen und man habe mehr Erfahrung mit PH-Anlagen.

Für Harald Hempfling (CSU) wie auch für Winfried Hempfling (SPD) gab es dennoch keinen Grund für eine Änderung des Grundsatzbeschlusses; ebenso für Andi Sesselmann (FW), denn seiner Meinung nach soll Strom dort produziert werden, wo er gebraucht wird, und das sei wohl viel weiter im Süden des Landes. Für Wolfgang Martin (BLS) hat sich die Sensibilität in Bezug auf Energieerzeugung in den letzten zehn Jahren nicht geändert, "die war auch schon damals da". Im Grunde geht es für ihn um Eigenverbrauch, sprich: um eine dezentrale Energieproduktion und -versorgung. Und die sei nach wie vor auf Dächern am besten aufgehoben. "Und es gibt noch sehr viele Dächer, die man bestücken kann; dazu muss man nicht in die Landschaft."

Klaus Witzgall suchte nach der Diskussion einen Kompromiss in der Formel: Die Ein-Hektar-Lösung bleibt, aber mit einer Öffnungsklausel für größerflächige Vorhaben, wenn an 50 Prozent der Anlage Bürger beteiligt sind. Bei der schlussendlichen Abstimmung war lediglich Knud Espig für eine Aufhebung der Beschränkungsbeschlüsse. Solarparks auf Stadtsteinacher Gebiet bleiben weiterhin auf maximal einen Hektar Fläche beschränkt.

Für Solarlampen zur Beleuchtung des Geh- und Radwegs zwischen Stadtende und Ortsanfang Unterzaubach hat sich der Stadtrat nun im Grundsatz entschieden. Favorisiert wird ein Modell der Firma ATB zu je 2880 Euro. Die Verwaltung wird sich im Auftrag des Stadtrats nun mit dem Hersteller in Verbindung setzen, um die genauen Standort-Bedingungen und auch um den Preis bei insgesamt fünf bis sechs Lampen zu verhandeln.

40 548 Euro gibt die Stadt für die Neueindeckung des Labor- und Verwaltungsgebäudes aus dem Haushalt der Stadtwerke aus. Den Zuschlag bekam die Firma Spindler in Stadtsteinach. Für die Einrichtung des Jugendraums im Anbau hinter dem Rathaus vergab der Stadtrat Zimmereiarbeiten an die Firma Wirth in Grafengehaig über 4392 Euro und für Schreinerarbeiten an die Firma Gebrüder Witzgall in Stadtsteinach für 9772 Euro. Sanitäranlagen im Anbau, die auch als öffentliche Toilette genutzt werden kann, baut die Firma Knoll, Stadtsteinach, für 18 614 Euro.

Zwischenzeitlich mit Vorabgenehmigung des Stadtrats vergeben hat Bürgermeister Wolfrum den Abbruch der alten Turnhalle der Schule an die Firma Ebersbach in Oelsnitz zum Preis von 267 767 Euro. Nach der groben Einschätzung der Firma, so Verwaltungsleiter Florian Puff, wird man für die Entkernung im Innern des Gebäudes etwa vier Wochen brauchen. Der Abriss des Hauses selbst dürfte in einer guten Woche zu machen sein.

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Klaus Kaschka

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Veröffentlicht am:
10. 09. 2019
18:10 Uhr

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Klaus Kaschka

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10. 09. 2019
18:10 Uhr



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