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Kulmbach

Fachkräftemangel allerorten

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Kulmbach ist auf einem Rekordtief. Die Arbeitsagentur unterstützt die Betriebe bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern.



Grafik: HCS
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Kulmbach - Trotz leichten saisonbedingten Anstiegs gab es im Dezember so wenig Menschen ohne Beschäftigung wie selten zuvor. 8862 Arbeitslose waren im Agenturbezirk Bayreuth-Hof zu verzeichnen, zu dem auch der Landkreis Kulmbach gehört. Das waren 640 weniger als vor einem Jahr. Gegenüber dem Vormonat stieg die Zahl um 397, zumeist wegen witterungsbedingten Endes der Saisonarbeit. Fast alle Arbeitnehmer, die aufgrund des Winters arbeitslos wurden, kehren im Frühjahr in ihren bisherige Betriebe zurück, wie die Arbeitsagentur in ihrem Bericht für den Monat Dezember vermeldet.

Arbeitgeberservice

Der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof berät umfassend und individuell zu betrieblichen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten:

Ansprechpartnerin für Kulmbach ist Sarah Schlechtweg, Telefon 0921/887232.

Der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur hilft außerdem bei der Besetzung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, berät zu Fragen von Möglichkeiten der Arbeitsplatzgestaltung, Arbeitsbedingungen und Arbeitszeit und informiert zu finanziellen Unterstützungsangeboten der Arbeitsförderung.


Die Arbeitslosenquote im gesamten Agenturbezirk Bayreuth-Hof betrug 3,5 Prozent, 0,3 Prozentpunkte weniger als der Vorjahreswert. Auch die Unterbeschäftigung lag weiter unter dem Niveau des Vorjahresmonats. 13 730 Personen standen im Dezember 2018 nicht in einem regulären Beschäftigungsverhältnis, 911 Personen weniger als vor einem Jahr. Neben Arbeitslosen werden in die Betrachtung der Unterbeschäftigung zum Beispiel auch Teilnehmer an einer beruflichen Qualifizierung oder kurzfristig Arbeitsunfähige einbezogen.

Volle Auftragsbücher, ausgelastete oder oft gar überlastete Mitarbeiter. Viele Betriebe in der Region benötigen dringend qualifiziertes Personal. "Ad hoc kann die große Nachfrage aus dem Pool der aktuell Arbeitslosgemeldeten längst nicht mehr gedeckt werden", erklärt Sebastian Peine, Chef der Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof. Eine vielversprechende und nahe liegende Alternative sei es, die eigene Belegschaft noch intensiver in die Überlegungen einzubeziehen. Häufig finden sich in den eigenen Reihen bewährte, erfahrene und engagierte Hilfskräfte.

Bereits jetzt unterstützen die Arbeitsagenturen hierbei die Unternehmen mit dem Programm "Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen" (WeGebAU). Dabei geht es um Weiterbildungen, die im Rahmen des bestehenden Arbeitsverhältnisses unter Fortzahlung des Arbeitsentgeltes durchgeführt werden. Künftig können noch mehr Beschäftigte von einer solchen Förderung profitieren. Der Bundesrat beschloss vor Kurzem ab Januar 2019 die Stärkung der Chancen für Qualifizierung. Das neue Gesetz ("Qualifizierungschancengesetz") hat das Ziel, die Weiterbildungsförderung für beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unabhängig von Ausbildung, Lebensalter und Betriebsgröße zu ermöglichen, was eine Erweiterung der bisherigen Förderung bedeutet.

Der Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur hilft außerdem bei der Besetzung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, berät zu Fragen von Möglichkeiten der Arbeitsplatzgestaltung, Arbeitsbedingungen und Arbeitszeit und informiert zu finanziellen Unterstützungsangeboten der Arbeitsförderung.

Auch im Landkreis Kulmbach stieg die Zahl der Arbeitslosen im Dezember um 69 auf 1341 leicht an. Gegenüber dem Vorjahresmonat waren somit 74 weniger Kulmbacher von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote belief sich im Dezember auf 3,2 Prozent und lag somit 0,1 Prozentpunkte über dem Wert des Vormonats und 0,2 Prozentpunkte unter dem Wert von Dezember 2017.

Die Bewegungen auf dem lokalen Arbeitsmarkt zeigten sich saisonal geprägt. Meldungen waren hauptsächlich aus dem Bauhaupt- und Baunebengewerbe, dem Garten- und Landschafts- und Straßenbau zu verzeichnen. Aber auch Berufskraftfahrer und Lagerhelfer waren betroffen. Die meisten Arbeitnehmer haben die Zusicherung ihrer bisherigen Arbeitgeber, im Frühjahr 2019 wieder eingestellt zu werden. Weiterhin meldeten sich einige junge Leute, weil sie die Probezeit in der FOS oder BOS nicht bestanden haben oder eine betriebliche Berufsausbildung abgebrochen haben.

Im gewerblichen Bereich war ein deutlicher Stellenrückgang zu verzeichnen, da die Außenarbeiten witterungsbedingt eingestellt werden mussten. Gesucht waren Fach- und Hilfskräfte hauptsächlich in der Gebäudereinigung. Weiterhin besteht Nachfrage an Maschinen- und Anlagenführern, handwerklichen Fachkräften für den Innenausbau und Kfz-Mechatronikern. Kleinbetriebe suchen nach kaufmännischen "Allroundern", der soziale Sektor benötigt dringend Sozialpädagogen und Erzieher. Im medizinischen Bereich sind (Zahn-)Medizinische Fachangestellte und Physiotherapeuten nachgefragt.

Insgesamt wurden dem Arbeitgeber-Service im Dezember 149 Stellen gemeldet, 31 weniger als im November und 24 weniger als im Dezember des Vorjahres.


zitat

Ad hoc kann die große Nachfrage aus dem Pool der aktuell

Arbeitslosgemeldeten längst nicht mehr gedeckt werden.


Sebastian Peine, Chef der Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof


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Veröffentlicht am:
04. 01. 2019
16:58 Uhr

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04. 01. 2019
16:58 Uhr



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