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Kulmbach

Feuerwehrleute 16 Stunden im Einsatz

Erst am Dienstagvormittag rückten die letzten Kräfte ab: Das Feuer auf einem Bauernhof in Katschenreuth forderte die Retter.



Von vielen Stellen aus bekämpften die Feuerwehrleute den Großbrand auf dem Hof der Familie Eichner in Katschenreuth. Die Lage war zunächst bedrohlich: Das Feuer drohte in dem dicht bebauten Ortskern, auch auf weitere Gebäude überzugreifen. Glücklicherweise gelang es den 120 Wehrleuten, das zu verhindern. Foto: Melitta Burger
Von vielen Stellen aus bekämpften die Feuerwehrleute den Großbrand auf dem Hof der Familie Eichner in Katschenreuth. Die Lage war zunächst bedrohlich: Das Feuer drohte in dem dicht bebauten Ortskern, auch auf weitere Gebäude überzugreifen. Glücklicherweise gelang es den 120 Wehrleuten, das zu verhindern. Foto: Melitta Burger   Foto: Melitta Burger

Kulmbach/Katschenreuth - Es war ein langer Einsatz. Für etliche der rund 120 Feuerwehrleute aus dem ganzen Landkreis gab es nicht viel oder gar keinen Schlaf in der Nacht zum Dienstag. Die Bekämpfung des Brandes auf dem Hof der Familie Eichner in Katschenreuth verlangte den Retter einiges ab. Rund 16 Stunden dauerte es, bis auch die letzten Einsatzkräfte den Brandort verlassen konnten. Erst gegen 9 Uhr am Dienstagfrüh verließ die Feuerwehr endgültig den Hof in Katschenreuth.

Die Feuerwehrleute, die (wie bereits berichtet) gegen 16.45 Uhr alarmiert worden waren, fanden eine schwierige Situation vor. Eine große Menge Stroh war in Brand geraten, das Feuer hatte auch auf die direkt angrenzende Maschinenhalle übergegriffen. Das größte Problem: Die Flammen drohten auch weitere benachbarte Gebäude zu ergreifen. Das konnten die Feuerwehren glücklicherweise verhindern. Das Strohlager allerdings und auch große Teile der rund 15 mal sechs Meter großen Maschinenhalle wurden weitgehend zerstört. Dichter Rauch behinderte die Kräfte. An den Brandort gerufen wurden die Wehren aus Kulmbach, Katschenreuth, Melkendorf, Windischenhaig, Ober-Unterzettlitz, Proß, Peesten, Thurnau, Kasendorf und Stadtsteinach. Auch die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung war alarmiert worden.

Immensen Aufwand bereitete das Löschen des Strohs, berichtet Stadtbrandmeister Michael Weich, der dieses Mal an der Seite des Katschenreuther Feuerwehrkommandanten Werner Sattler arbeitete. Sattler hatte als örtlicher Kommandant die Einsatzleitung und erhielt aus Feuerwehrkreisen große Anerkennung für seine umsichtige Arbeit.

Das Technische Hilfswerk wurde gebraucht, als die akute Gefahr gebannt war. Mit einem Radlader luden die THW-Helfer das noch qualmende Stroh auf einen Lastwagen. Schaufel für Schaufel musste die Ladung erst bestmöglich abgelöscht werden, bevor sie, teils noch qualmend, auf ein Feld gegenüber der Staatsstraße in Richtung Windischenhaig gefahren wurde. Bauern unterstützen mit Traktoren und Kippern den Transport. Dort half ein weiterer Landwirt mit einem weiteren Radlader, die Fuhren zu verteilen, damit auch noch die letzten Glutnester gelöscht werden konnten. Immer wieder waren Flammen aufgelodert. Das Technische Hilfswerk leuchtete zudem während der Nachtstunden die Einsatzstelle aus. Bis 2 Uhr morgens hat es gedauert, bis die letzte Ladung auf dem Feld abgeladen war und die rund 20 Kräfte des THW wieder abrücken konnten.

Die Feuerwehren Windischenhaig und Zettlitz haben auf dem mitten im dicht bebauten Dorf gelegenen Hof die Löscharbeiten fortgeführt. Für sie war morgens um 4 Uhr der Einsatz zu Ende. Kräfte der Katschenreuther Wehr haben bis 9 Uhr morgens die Feuerwache übernommen. Sie konnten nach Hause fahren, als ein letzter Kontrollgang mit der Wärmebildkamera bestätigte, dass das Feuer endgültig verloschen war.

Auch die Stadtwerke Kulmbach, Polizeikräfte, Bürgermeister Ralf Hartnack und der geschäftsführende Beamte im Kulmbacher Rathaus, Uwe Angermann, standen als Ansprechpartner für die Retter an der Einsatzstelle bereit. Noch sind die Ermittlungen der Polizei zur Brandursache nicht abgeschlossen. Die Brandermittler der Kripo waren bereits am Montag und nochmals am Dienstag am Brandort. Es ist aber nach Aussagen der Kulmbacher Polizei wahrscheinlich, dass Funkenflug bei Flexarbeiten der Auslöser für das Feuer gewesen sein könnte.

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Melitta Burger
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Veröffentlicht am:
01. 10. 2019
17:04 Uhr

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Melitta Burger

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01. 10. 2019
17:04 Uhr



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