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Kulmbach

Fifty-Fifty-Taxi geht an den Start

Junge Leute haben es bald leichter, nachts sicher nach Hause zu kommen. Taxis fahren sie im Kreis Kulmbach nur zum halben Preis. Die andere Hälfte zahlt der Landkreis.



Sie werben gemeinsam für eine gute Aktion: Markus Schoberth vom Landratsamt hat die Taxi-App schon. Ebenso wie Ulrich Müller von der Taxiunion Kulmbach. Hinten (von links) der Kreisvorsitzende der JU-Kulmbach, Patrick Kölbel, stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann, Landrat Klaus Peter Söllner sowie die Fraktionsvertreter und Projektleiter. Foto: Gabriele Fölsche
Sie werben gemeinsam für eine gute Aktion: Markus Schoberth vom Landratsamt hat die Taxi-App schon. Ebenso wie Ulrich Müller von der Taxiunion Kulmbach. Hinten (von links) der Kreisvorsitzende der JU-Kulmbach, Patrick Kölbel, stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann, Landrat Klaus Peter Söllner sowie die Fraktionsvertreter und Projektleiter. Foto: Gabriele Fölsche  

Kulmbach - Im Landkreis Kulmbach startet am 16. November das Jugendschutzprojekt Fifty-Fifty-Taxi.16 bis 27-Jährige können sich dann freitags, samstags und an Feiertagen über eine Handy-App ein Taxi rufen und sich sicher nach Hause bringen lassen. Das Tolle daran: Die Hälfte der Taxi-Kosten bezahlt der Landkreis Kulmbach. Am Freitagvormittag stellten die Projektbetreuer im Landratsamt die Modalitäten vor und erklären, wie man an die Handy-App herankommt und wie sie funktioniert.

Die Zeiten

Die Fifty-Fifty-Taxis fahren ab 16. November an Wochenenden, sowie an Sonn- und Feiertagen jeweils zwischen 21 und fünf Uhr.

Nutzen dürfen es 16- bis 27-Jährige aus dem Landkreis für Fahrten im Landkreis Kulmbach.


Landrat Klaus Peter Söllner sagte, dass es sich bei dem Fifty-Fifty-Taxi - Sicher ankommen zum halben Preis - um ein bundesweites Pilotprojekt handelt: "Für den Landkreis Kulmbach ist das Neuland. Doch Dank der interkommunalen Kooperation mit den Kollegen aus Lichtenfels haben wir uns in diesem Bereich digital völlig neu und zukunftssicher aufgestellt", machte Söllner deutlich.

Der Landrat erklärte, dass aus der in Deutschland neuen und erstmals programmierten App, eine einfache und vollautomatische elektronische Mobilitätskette wird. "Von der Registrierung der Kunden, der Fahrtenbestellung, Fahrtendokumentation bis hin zur Abrechnung der Verwaltung mit den Taxiunternehmern ist alles möglich."

Bisher haben die beiden Verkehrsunternehmen Taxi Müller und die Taxiunion Verträge für die Umsetzung des Jugendschutzprojektes unterschrieben. "Der Landkreis ruft hiermit nochmals alle Unternehmen zur Teilnahme am Betrieb des Projektes auf, weil nur durch eine flächendeckende Versorgung im Landkreis der Betrieb bei steigender Inanspruchnahme gesichert werden kann. Die Taxifahrer bekommen die App fürs Handy für die Dauer des Betriebes kostenfrei als Bordrechner zur Verfügung gestellt", erklärte Söllner. Er sagte auch, dass nach der Einstellung des Discobusses, der nicht mehr den Weggehgewohnheiten der jungen Menschen entsprochen hatte, nach einer Alternative gesucht wurde. Söllner zeigte sich dankbar, dass die Entwicklung des Jugendschutzprojektes, das alkoholbedingte Unfälle verhindern soll, von der Regierung von Oberfranken mit 85 Prozent, also 75 000 Euro gefördert wurde.

Der Projektleiter des Landratsamtes, Michael Beck, erläuterte die Vorgehensweise: "Die App kann für Smartphones aus dem Appstore oder von Google Plus kostenfrei herunter geladen werden, um sich dann selbst mit der Pin des elektronischen Personalausweises zu registrieren. Iphone-Nutzer hingegen müssen zur Meldebehörde ihrer Gemeinde und sich für das Projekt einmalig freischalten lassen. Dies kostet normal eine Gebühr von sechs Euro. Die ersten 500 Jugendlichen bekommen die Leistung kostenfrei", erläuterte Beck das Verfahren.

Sobald die Registrierung erfolgt ist, werden alle Taxis in unmittelbarer Umgebung auf dem Handy angezeigt. Mit dem Berühren eines Taxistandortes auf dem Display erscheint die Rufnummer und das Telefonat kann abgesetzt werden. Zum Start der Fahrt muss der QR-Code oder die TAN vom Taxifahrer erfasst werden. Nach der Ankunft wird wiederum der QR-Code vom Taxifahrer erfasst. Am Ende zahlt der Passagier nur die Hälfte des herkömmlichen Fahrpreises. Die Abrechnung der restlichen Fahrtkosten erfolgt papierlos im Landratsamt.

Voraussetzung für die Inanspruchnahme des Dienstes ist, dass der Erst- oder Zweitwohnsitz im Landkreis Kulmbach liegt, ebenso wie Fahrtantritt und -ende. Zudem wurde ein Mindestfahrpreis ab sechs Euro (das entspricht eintausend Taximetern) festgelegt.

Ab der nächsten Woche ist die Registrierung bei allen Meldebehörden der Gemeinden und dem Landratsamt in Kulmbach möglich. Der Projektleiter aus Lichtenfels, Markus Simon, sprach von eine positiven Zwischenbilanz für die letzten vier Monate in der Korbstadt. Stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann, sagte, dass der Antrag von der Jungen Union mit Kreisvorsitzendem Patrick Kölbel an der Spitze, gestellt und von der CSU-Fraktion eingebracht wurde. "Jetzt wird ein Zeichen für die Zukunft gesetzt und der Standort attraktiviert", so Kunstmann. Patrick Kölbel freute sich über die Umsetzung: "Die jungen Menschen sind unsere Zielgruppe. Die Idee dahinter ist deren Sicherheit."

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Gabriele Fölsche
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Veröffentlicht am:
12. 11. 2018
00:00 Uhr

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Gabriele Fölsche

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12. 11. 2018
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