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Kulmbach

Flüsse "anzapfen" verboten

Folge der Trockenheit: Ab sofort dürfen aus Gewässern keine größeren Mengen Wasser mehr entnommen werden.



Kulmbach - Aufgrund der anhaltenden Trockenheit sind die Wasserstände in den Flüssen und Bächen dramatisch gesunken. Gleichzeitig nutzen gerade wegen der Trockenheit Bürger nahe Gewässer, um mit dem Wasser ihre Gärten zu gießen. Deshalb weist das Landratsamt Kulmbach darauf hin, dass es nicht gestattet ist, größere Mengen Wasser aus diesen Quellen zu entnehmen. "Einen Eimer Wasser zu schöpfen ist kein Problem", sagt die Leiterin des Staatlichen Gesundheitsamts in Kulmbach, Dr. Camelia Fiedler. "Eine Entnahme mittels einer Leitung mit oder ohne Pumpe ist im Rahmen des Gemeingebrauchs lediglich aus Flüssen mit größerer Wasserführung und auch dort nur in geringen Mengen für das Tränken von Vieh und den häuslichen Bedarf der Landwirtschaft möglich." Auch das Bewässern von Feldern aus Bächen und Flüssen sei nicht gestattet. Verboten ist es, Gewässer aufzustauen. Solche Einbauten müssen beseitigt werden.

"Bei anhaltender Trockenheit und niedrigen Wasserständen, wie derzeit, haben bereits geringfügige Wasserentnahmen nachteilige Auswirkungen auf die Gewässerökologie, vor allem in kleineren Gewässern", macht die Amtsärztin deutlich. Es könne sehr schnell die Grenze überschritten werden, bei der für die Lebewesen im oder am Gewässer nicht mehr genug Wasser übrigbleibt und erhebliche Beeinträchtigungen für die Tier- und Pflanzenwelt auftreten.

Das Landratsamt bittet die Bevölkerung um größte Zurückhaltung bei der Wasserentnahme während dieser Trockenperiode und auch noch danach. Bei Niedrigwasser sei die Entnahme einzustellen. Das werde künftig auch kontrolliert. Verstöße gegen wasserrechtliche Vorschriften können als Ordnungswidrigkeiten mit empfindlichen Bußgeldern geahndet werden. Darüber hinaus kann das Landratsamt zum Schutz des Wasserhaushalts kostenpflichtige Anordnungen erlassen und Zwangsgelder erheben. Die Behörde appelliert an alle Bürger: "Im Interesse des Natur- und Wasserhaushalts bitten wir um größtmögliche Zurückhaltung."

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Veröffentlicht am:
28. 07. 2019
18:02 Uhr

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28. 07. 2019
18:02 Uhr



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