Topthemen: Hof-GalerieWaldschratDie Bilder vom WochenendeFall Peggy KnoblochSelber Wölfe

Kulmbach

Französische Komödie ist en vogue

Zum fünften Mal präsentiert das Schlosstheater Thurnau ein Stück aus dem Nachbarland. "Alles was Sie wollen" besticht durch Wortwitz und zahlreiche Wendungen.



Die Schreibblockade von Lucie (Barbara Trottmann) bringt sie in Kontakt zu ihrem Nachbarn Thomas (Wolfgang Krebs). Fotos: Rainer Unger
Die Schreibblockade von Lucie (Barbara Trottmann) bringt sie in Kontakt zu ihrem Nachbarn Thomas (Wolfgang Krebs). Fotos: Rainer Unger  

Thurnau - Wolfgang Krebs freut sich auf die Premiere von "Alles was Sie wollen" am Samstag, 19. Januar. In der Inszenierung von Petra Wintersteller wird er zusammen mit Barbara Trottmann auf der Bühne stehen. "Ich lese ja im Vorfeld einer neuen Aufführung immer viel, und meistens weiß ich schon nach den ersten drei Seiten: das ist ein gutes Stück oder nicht. Wenn es mir nach zehn Seiten noch nicht gefällt, dann lege ich das Manuskript weg", sagt Krebs. "Alles was Sie wollen" hat ihm von Beginn an gefallen.

Termine

Aufführungen gibt es jeweils am 19. Januar, 2. und 23. Februar, 23. März, um 20 Uhr sowie am 27. Januar, 17. Februar und 10. März, um 17 Uhr. Karten gibt es unter Telefon 09203/ 9738680 und unter info@schlosstheater-thurnau.de


Damit setzt er im Schlosstheater eine Reihe fort, in der er bereits im fünften Jahr nacheinander eine französische Komödie spielt. "Die haben immer neue Überraschungen für den Zuschauer und verschiedene Wendungen, man weiß nie, wo es lang geht, und es bleibt spannend bis zum Schluss. Zudem zeichnen sie sich durch ihren wunderbaren Wortwitz aus", sagt der Theaterleiter.

Er hat in Thurnau die Erfahrung gemacht, dass sie hier beim Publikum sehr gut ankommen, insbesondere die beiden Autoren Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière, von denen im Schlosstheater schon "Der Vorname" und "Abschiedsdinner" mit großem Erfolg liefen. "Sie haben den Leuten so gut gefallen, dass ich mir gedacht habe, da kannst du auch noch ein drittes Stück von ihnen bringen", gibt er preis.

In der Komödie geht es um die sehr erfolgreiche Theaterautorin Lucie, die plötzlich eine Schreibblockade befällt. Das Pech in ihrem Privatleben lieferte ihr bisher reichlich Stoff für ihre Stücke und stellte somit in gewisser Weise sogar einen Segen dar, doch seit sie glücklich verheiratet ist, ist die Kreativität und die Inspiration dahin. Durch eine defekte Badewanne lernt sie ihren Nachbarn Thomas kennen, dem sie von ihrer Schreibblockade erzählt. Der versucht, sie durch verschiedene Tricks und Kniffe wieder zum Schreiben zu bringen. So schlägt er ihr vor, ihren Mann zu belügen und dadurch ihren Einfalls- und Erfindungsreichtum zu beleben. "Bald verschwimmen Realität und Fiktion. Thomas verliebt sich in Lucie und sie auch in ihn, was sie natürlich nicht zeigen will", verrät Krebs. Ihm gefällt, dass sich die Handlung des Stücks ständig dreht und unvorhersehbar ist. Das zeichnet die französischen Komödien aus, dass sie fast wie ein Krimi aufgebaut sind. Der besondere Reiz für ihn liegt noch darin, dass es im Stück ums Theater und um eine Dramatikerin geht.

Wichtig war für Wolfgang Krebs, diesmal nicht selbst Regie zu führen, und so übernahm Petra Wintersteller diese Aufgabe. Sie kann nicht nur eine jahrelange Erfahrung als Schauspielerin und Regisseurin vorweisen, sie schreibt auch eigene Stücke. "Ihre Komödie ‚Unbeschreiblich weiblich‘ läuft bei den sechsten Schlossfestspielen ab dem 28. Juli", sagt er. "Es freut mich sehr, dass ich hier Regie führen darf", sagt Petra Wintersteller. Wolfgang Krebs habe für sie ein besonderes Geschick, dem Thurnauer Publikum wunderbar unterhaltsame Stücke anzubieten. Mit der Arbeit des Schauspieler-Duos ist sie höchst zufrieden. "Sie liegen super auf der Rolle drauf, sagt man bei uns im Theaterjargon. Das heißt: Sie machen das ganz ausgezeichnet", sagt Wintersteller.

Ein Lob hat Wolfgang Krebs abschließend noch für die neue Spielstätte im Alten Rathaus übrig, in der bisher das Stück "Paarungen" lief. Das Torwärterhaus, in dem das Schlosstheater sechs Jahre zu Gast war, war ja von Beginn an nur als Provisorium gedacht. Nach der Renovierung des Alten Rathauses hat ihm Bürgermeister Martin Bernreuther den Veranstaltungssaal im ersten Stock zur Verfügung gestellt. "Hier können wir proben und unsere Requisiten drin lassen, im Torwärterhaus mussten wir ja alles rein und wieder raus räumen. Das war schon etwas nervig. Zudem ist es praktischer, dass hier alles auf einer Ebene ist, beispielsweise die Bar für die Pause", hebt er hervor.

Und es gibt weitere Vorteile: Es gehen mehr Zuschauer rein und die sitzen zudem luftiger, findet er. Und bei denen kam die neue Spielstätte bisher fast ausnahmslos hervorragend an. "Und außerdem stellt das Schlosstheater hier eine Belebung für das Ortszentrum dar", stellt Wolfgang Krebs fest.


zitat

Sie liegen super auf der Rolle drauf, sagt man bei uns im

Theaterjargon. Das heißt: Sie

machen das ganz ausgezeichnet.


Petra Wintersteller, Regisseurin


Autor

Rainer Unger
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
09. 01. 2019
18:14 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Dramatikerinnen und Dramatiker Komödie Regisseure Schlosstheater Thurnau Theater-Autoren Theaterintendanten Wolfgang Krebs
Thurnau
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Eine übergelaufene Badewanne bringt Lucie (Barbara Trottmann) mit ihrem Nachbarn Thomas (Wolfgang Krebs) zusammen. Foto: Rainer Unger

22.01.2019

Liaison mit Hindernissen

Mit "Alles was Sie wollen" präsentiert das Schlosstheater Thurnau ein weiteres französisches Stück. Das Premierenpublikum ist begeistert von der pfiffigen Inszenierung. » mehr

Den Fußball-Besessenen und Wendeverlierer Kalle spielt Wolfgang Krebs in seinem neuen Stück im Schlosstheater. Fotos: Rainer Unger

04.04.2018

Aus dem Leben eines Fußball-Fanatikers

"Leben bis Männer" von Thomas Brussig ist eine absurde Komödie voller Satire und Komik. Premiere im Schlosstheater Thurnau ist am 14. April. » mehr

Die Fronten sind geklärt: Stefanie Mendoni, Stephan Menzel-Gehrke, Petra Wintersteller und Wolfgang Krebs (von links). Fotos: Horst Wunner

14.10.2018

Gelungene Premiere im alten Rathaus

Furioser Auftakt in neuer Umgebung: Einem geladenen Premierenpublikum präsentiert das Thurnauer Schlosstheater eine skurrile französische Komödie von Eric Assous. » mehr

Exzellent in Sprachkunst und Mimik: Wolfgang Krebs. Foto: Horst Wunner

15.04.2018

Fußball trifft Politik

In der Satire "Leben bis Männer" des Schlosstheaters wirft ein Mann sich selbst den Ball zu. Immer und immer wieder. Wolfgang Krebs bietet eine einmalige One-Man-Show. » mehr

Mit Musik und Texten von Erich Kästner unterhielten (von links) Martin Köhlerschmidt, Tanja Schaller, Birgit Hächl und Wolfgang Krebs die Premierenbesucher von "Interview mit dem Weihnachtsmann" aufs Beste. Foto: Rainer Unger

07.12.2017

Weihnachten - nicht ganz harmonisch

"Morgen Kinder, wird's nichts geben": Das Schlosstheater Thurnau präsentiert Weihnachtsgeschichten- und -gedichte von Erich Kästner. » mehr

Alles bereit für die Premiere: So sieht das neue Domizil des Thurnauer Schlosstheaters im alten Rathaus aus. Im hinteren Bereich stehen Stehtische mit Barhockern zur Verfügung.	Foto: Marktgemeinde Thurnau

11.10.2018

Das Schlosstheater zieht um

Das Thurnauer Schauspielensemble um Wolfgang Krebs steht ab sofort im alten Rathaus auf der Bühne. Die neuen Nachbarn sind die Sparkasse, das Forstamt und die Volkshochschule. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Selb: Auto prallt gegen Baum Selb

Unfall Selb | 22.03.2019 Selb
» 6 Bilder ansehen

Black Base mit DJ Kurbi

Black Base mit DJ Kurbi | 17.03.2019 Hof
» 54 Bilder ansehen

Playoff 4: Selber Wölfe - Hannover Indians 4:1 Selb

Wölfe im Viertelfinale | 22.03.2019 Selb
» 58 Bilder ansehen

Autor

Rainer Unger

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
09. 01. 2019
18:14 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".