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Kulmbach

Freude über höhere Zuschüsse

Der Ludwigschorgaster Gemeinderat setzt alles daran, den Ort als Wohngemeinde noch attraktiver zu machen. In Sachen Kita-Erweiterung geht es voran.



Die Kindertagesstätte in Ludwigschorgast soll in diesen Hang hinein erweitert werden. Der Eingang wird dann oben an der Straße sein. Froh ist der Gemeinderat, dass es für den über 1,4 Millionen teuren Neubau nicht nur 432 000 Euro, sondern 699 000 Euro an Zuschüssen gibt. Foto: Klaus-Peter Wulf
Die Kindertagesstätte in Ludwigschorgast soll in diesen Hang hinein erweitert werden. Der Eingang wird dann oben an der Straße sein. Froh ist der Gemeinderat, dass es für den über 1,4 Millionen teuren Neubau nicht nur 432 000 Euro, sondern 699 000 Euro an Zuschüssen gibt. Foto: Klaus-Peter Wulf  

Ludwigschorgast - Die Pläne für den Anbau einer weiteren Krippen-Gruppe an die Ludwigschorgaster Kindertagesstätte stehen - und der Gemeinderat hält daran fest, auch wenn es eine große finanzielle Herausforderung ist. Das war die einhellige Meinung in der Ratssitzung am Dienstagabend, in der Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani die Höhe der zu erwartenden Zuwendungen bekannt gab.

Wie in der vergangenen Woche berichtet, kann die Gemeinde bei voraussichtlichen Gesamtkosten für das Projekt in Höhe von 1,436 Millionen Euro nun mit Zuschüssen von 699 000 Euro rechnen. Im Sommer war man noch davon ausgegangen, dass die Gemeinde rund eine Million Euro der Kosten selbst schultern muss. Im Juli hieß es, dass die Förderung lediglich 432 000 Euro betrage. Leithner-Bisani dankte in diesem Zusammenhang allen, die sich gemeinsam mit ihr über Monate hinweg darum bemüht hätten, höhere Zuschüsse zu bekommen. "Die deutliche Steigerung der Zuschüsse ist sehr erfreulich. Trotz allem ist der geplante Anbau für die Gemeinde eine große Herausforderung", sagte die Bürgermeisterin am Dienstagabend. "Schließlich müssen 700 000 Euro finanziert werden. Der Anbau bedeutet aber auch eine erhebliche Qualitätssteigerung bei der Kinderbetreuung in Ludwigschorgast." Dass genügend Betreuungsplätze vorhanden sind, sei ein "harter Standortfaktor" für künftige Bauherren. "Mit dem Anbau werden wir allem gerecht, auch der Entwicklung unserer Gemeinde. Wir müssen in die Zukunft schauen."

Erfreut über die erhöhten Zuschüsse zeigte sich auch Gemeinderat Tobias Braunersreuther. "Mehr wäre noch besser gewesen", sagte er, womit er sicher seinen Kollegen aus dem Herzen sprach. Bedenken äußerte Braunersreuther angesichts der boomenden Baubranche, was die Baupreise angeht. Dass der Anbau aber wichtig ist, sei unbestritten. "Wir sind schließlich eine reine Wohngemeinde und müssen deshalb ein gutes Betreuungsangebot vorhalten."

"Ich bin glücklich über die Entwicklung", sagte Gemeinderätin Daniela Wagner. "Das vehemente Nachfordern hat etwas gebracht, auch wenn das immer noch ein Batzen Geld ist, den wir in die Hand nehmen müssen."

Die Kindertagesstätte in Ludwigschorgast soll bekanntlich in den Hang hinein erweitert werden und nach Fertigstellung des zweistöckigen Anbaus einen neuen Haupteingang an der Straße bekommen. Über den ersten Stock gelangt man ins Treppenhaus und an einen Aufzug, um den im Untergeschoss liegenden Krippenraum und den Altbestand der Tagesstätte zu erreichen. Der geplante Krippen-Anbau hat eine Fläche von 381 Quadratmetern auf zwei Etagen. Statt der angedachten zwölf Betreuungsplätze soll es 16 geben.

Wie Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani gestern auf Anfrage mitteilte, liegt der Bauantrag bereits im Landratsamt und wird dort geprüft. Sie erwarte noch im Februar die Baugenehmigung. In der Zwischenzeit werde die Ausschreibung vorbereitet. Die vertraglichen Grundlagen mit der Kirche als Träger der Einrichtung würden erarbeitet. Der Gemeinderat habe den Vereinbarungen bereits zugestimmt. "Wir hoffen auf einen baldigen Baubeginn."

Weiterer Tagesordnungspunkt, in dem es um die Zukunft von Ludwigschorgast als Wohngemeinde geht, war die Schaffung der baurechtlichen Voraussetzungen für die Ausweisung eines neuen Baugebietes, nachdem im Baugebiet "Rother Bühl" nur noch wenige Bauplätze zur Verfügung stehen.

Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani hat inzwischen Grundstücksverhandlungen geführt, um möglicherweise ein neues Baugebiet an der Alten Wirsberger Straße am Ortsausgang links im Anschluss an die bestehende Bebauung ausweisen zu können. Die angedachten Grundstücke haben eine Fläche von 15 880 Quadratmeter. Am Dienstag lagen dem Rat drei verschiedene Entwürfe vor, über die noch ausführlich diskutiert werden wird. Der eine Entwurf sieht acht Bauplätze vor, die anderen beiden 15 beziehungsweise 16 Bauplätze. Grundsätzlich sprach sich der Gemeinderat für die Aufstellung eines Bebauungsplanes aus. Ob das Baugebiet an der Stelle überhaupt erschlossen werden kann und welche Kosten auf die Gemeinde zukommen werden, muss noch geprüft werden.

Einen Schritt weiter ist die Südwerk Projektgesellschaft Burgkunstadt, die zwischen Ludwigschorgast und Wirsberg, in der Nähe des Lindenhofs, auf einer Fläche von rund einem Hektar einen Solarpark bauen will. Der Gemeinderat beschloss am Dienstag einmütig eine Änderung des Flächennutzungsplans für den "Solarpark Ludwigschorgast". Zuvor hatte Jürgen Büttner von der Südwerk Projektgesellschaft ausführlich die eingegangenen Stellungnahmen zu dem geplanten Projekt erläutert. Sobald die Genehmigung durch das Landratsamt erfolgt und die entsprechende Satzung abgesegnet ist, kann das Unternehmen mit dem Bau der Photovoltaikanlage beginnen.

Zum Schluss der Sitzung regte Gemeinderat Klaus-Peter Kugler noch an, die Sitzbänke im Friedhof umzustellen. Seiner Meinung nach fehlt eine Bank in der Nähe des Wassertroges.

Autor

Thomas Hampl
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Veröffentlicht am:
06. 02. 2019
16:58 Uhr

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Thomas Hampl

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06. 02. 2019
16:58 Uhr



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